Schöne Musik zum Wochenende und zur Feier eines überbrückten Tages.
Die Schönheit der Welt
Jaja, es ist nicht sehr originell, dass die Hälfte (gefühlt) der hier eingebetteten Musikvideos von Herr Kalibans aktueller Lieblingsband stammen. Aber hey, das Lied ist eben so besonders schön.
Gibt’s auch in einer längeren, ruhigeren Live-Version:
Preisfrage: Was passiert in dieser Szene?
Antwort: Ich weiß es leider auch nicht, aber es war sicher lustig.
Bisschen Background: Die Herren sind eine Band namens Poxy Boggards, treten auf Mittelaltermärkten in und um Los Angeles auf, und singen hauptberuflich Sauflieder. Ihr aktuelles Album heißt “Wish you were beer”. Naja.
Ach, und der Sänger, der stämmige Herr mit dem weißen Hemd links der Mitte, ist Bill Roper, früher Blizzard-Frontmann, später für Hellgate: London mitverantwortlich, zuletzt Producer von Champions Online. Der eine oder andere GameStar-Leser oder Spiele-Fan mag ihn kennen.
Was die Dame mit dem Schild da macht, kann ich mir aber auch nicht erschließen.
Man kann ja über Die Ärzte sagen, was man will, sie halten sich ziemlich gut innerhalb eines stilistisch ja nun mal ziemlich begrenzten Feldes, ohne dabei allzu langweilig zu werden. Und es ist ein ziemlich bolder move (wie man heute in tightem Slang sagt), die komplette neue Scheibe auf Youtube einzustellen.
Außerdem sehen die Herren noch erstaunlich gut aus, für die Tatsache, dass sie stramm auf die 50 zugehen. Clever, diese Punknummer — wer sich schon mit 17 die Haare färbt, hat mit 40 keinen Rechtfertigungszwang.
Angenehme Überraschung heute morgen beim Aufschlagen der Süddeutschen Zeitung. Die Wochenendbeilage hat sonst (neben dem ganzseitigen Interview) eigentlich immer nur sinnlose Mini-Rubriken und zeitgeistige Texte von angestrengter Coolness. Diesmal hat die Redaktion daraus anlässlich der Buchmesse eine Sonderausgabe namens “Schriftbild” gemacht. Mit typografischen Spielereien statt Infografiken und Fotos, mit Gedichten und Prosa von Helden wie Ror Wolf, Max Goldt oder Durs Grünbein.
Sehr schön, das alles. Ein bisschen überspielt an ein paar Stellen, vielleicht, aber schön.
Und so sieht das aus:
Schöne Musik für die Mitte der Woche. Der großartige Brian Fallon (von Gaslight Anthem) interpretiert die kanadische Band Lightning Dust
. Ein Herz aus Holz muss jeder haben, den das nicht im Innersten anfasst.
Das Original ist übrigens auch schon super, aber ich steh’ halt auf die Stimme von Brian. Ich würde mir möglicherweise auch das Gesamtwerk von Florian Silbereisen anhören, wenn er es singen würde. Also Brian, nicht der Silbereisen.
Ach, die Schönheit der Welt.
Herr Kaliban muss jetzt mal ein bisschen Werbung machen.
Vor neun Monaten, ungefähr, brachte mein Ex-Kollege Daniel Feith mit seiner Ingolstädter Band Gorilla Rodeo seine erste CD in voller Länge raus. Die Musik klingt, als hätte man Tom Waits mit einer Ska-Band zusammengespannt, also großartig. Die Scheibe begleitet mich seitdem durch mein Leben, und ich höre sie wöchentlich ohne Abnutzungserscheinungen. Ich wollte die CD schon immer mal hier besprechen, wartete aber immer auf ein einbettbares Video in vernünftiger Qualität. Gibt’s leider immer noch nicht, daher probieren wir’s mal mit ein paar Ausschnitten.
Also, reinhören:
(Testweise entfernt)
Man bekommt nur einen ungefähren Eindruck, aber glaubt mir, die ganze Platte ist super. Kann man direkt bei Gorilla Rodeo bestellen. Auf last.fm kann man sich noch ein paar Live-Aufnahmen herunterladen.
Ist hier nicht irgendein Videokünstler anwesend, der den Jungs mal ein Video bastelt? Es ist doch eine Schande, dass die niemand außerhalb des Landkreises kennt.
Musik für gute Menschen, böse Menschen mögen weghören. Falls hier überhaupt böse Menschen vorbeisurfen.
[Horrible Crowes: Behold the Hurricane, von der Debütplatte Elsie]








