Fakten. Fakten. Titten.

Finale dahoam

by Gunnar on 16. Mai 2012 · 4 comments


Die Wahrheit, nichts als die Wahrheit

by Gunnar on 22. März 2012 · 1 comment

[Quelle: Doghouse Diaries]

A Study in Badisch

by Gunnar on 9. Januar 2012 · 11 comments

Herr Kaliban, gestern morgen beim Bäcker.

Verkäuferin: Guete Dag!
Herr Kaliban: Ich hätte gerne fünf Brötchen, von den dunklen dahinten.
Verkäuferin: Füf Knuschperweckli, sofort.
Herr Kaliban: Danke, und dann nehme ich noch sechs Eier.
Verkäuferin: Oh, die sin aus. Da müschtet Sie zu userer Fillial ande Filippstraße fahrn. Sin nur zwei Station medde S-Ban.
Herr Kaliban: (grummelt) Gut, aber WO an der Phillipstraße ist denn Ihre Filliale?
Verkäuferin:Beim Wolwert dänäbe.
Herr Kaliban: Woll-Wert? Ist das ein Geschäft? Woll-Werth mit H hinten?
Verkäuferin: Jo, met ena H hinde. Des Kuufhus halt.
Herr Kaliban: Okay, beim Wolwert. Ich finde das schon, danke. Auf Wiedersehen!
Verkäuferin: Adje!

Ich fahre mit der S2 zur Philipstraße, steige aus. Lasse den Blick über die Läden schweifen:

Matratzen-Concord.

Hörgeräte-Seifert.

Woolworth. Ah!

WOOLWORTH = Wolwert. Crazy, das Kauderwelsch der Badner.

Weiß doch jeder, dass der Laden in der gesprochenen Sprache “Wulle” genannt wird.

Was ist ein Experte?

by Gunnar on 16. Dezember 2011 · 7 comments

Keine wirklich neue Erkenntnis, aber mal gut auf den Punkt gebracht:

Experten sind diejenigen, die in ihrem Fachgebiet derart orientiert sind, dass sie neue Argumente besser einordnen können als Laien (was einschließt, dass sie neue Argumente mitkriegen müssen). Im Unterschied dazu steht das konventionelle Modell: Experten sind die, die sich vor X Jahren ein möglichst tiefes Spezialwissen angeeignet haben.

Den Satz sagte Buchautor und ZIA-Veteran Aleks Scholz in einem Kommentar auf G+). Interessant dazu auch dieser Artikel: Anatomy of an idea, von Steven Berlin Johnson.

Buchpreisbindung

by Gunnar on 14. Dezember 2011 · 16 comments

Weil ich’s gestern in den Kommentaren zum Buchtipps-Beitrag mit der Hilfe von Herrn Traveller* eh erklärt habe (und es immer und überall falsch wiedergegeben wird), gibt’s hier eine kurze Erläuterung, was die Buchpreisbindung bedeutet.

Die deutsche Buchpreisbindung bestimmt, dass Verlage einem Buch einen Preis geben müssen und den auch nicht einfach so ändern können. Das hat nichts mit dem Genre oder sonstwiewas zu tun: Die Kalibanverlag und Co KG kann kleinauflagige Gedichtsammlungen von Gunnar L. für 79 Cent herausbringen, gleichzeitig aber für die neue Folge von Harry Potter 66,60 Euro nehmen. Die Preisbindung legt nur fest, dass der Preis eingehalten werden muss. Das hieße: Die Gedichte dürfen 18 Monate lang nicht mehr teurer werden, auch wenn sie überraschend viel Erfolg haben und Herr L. gerne mehr Geld hätte. Und Harry Potter, Band 8, darf nicht verramscht werden, auch nachdem der Verlag eingesehen hat, dass der Preisansatz für die Zielgruppe ein bisschen zu steil war. Dazu gibt es eine paar kleine Ausnahmen, aber nichts, was die Regel nicht bestätigen würde.

Das ist das eine. Wichtiger ist, dass die Buchpreisbindung auch für die Händler gilt: Amazon und Thalia müssen für den neuen Band von Bestsellerphilosoph Precht* 16 Euro 99 verlangen, obwohl sie Tausende Exemplare beim Verlag ordern und eine enorme Einkaufsmacht darstellen — und können nicht die Bücherwurm GbR aus 01234 Hintermwald am Einöd unterbieten, die den Precht nur 4 mal verkauft. Die 16,99 stehen. Das ist signifikant anders als bei kulturell weniger wertvollen Gütern, Computerspielen beispielsweise, wo die Ketten den Indies mit Aktionspreisen das Wasser abgraben können. Amazon hat natürlich die Möglichkeit (und tut das auch) auf Buchverlage Druck auszuüben, um den Einkaufspreis zu senken. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der Tatbestand, dass eBooks gefühlt nicht genug Preisabstand zu gedruckten Büchern haben, hat hingegen, anders als oft behauptet, nichts mit der Buchpreisbindung zu tun. Ein Verlag könnte selbstverständlich die Kindle-Edition des oben erwähnten Precht’schen Werkes statt für 13,99 (drei Euro weniger als gedruckt) auch für, sagen wir, 8 Euro fuffzich anbieten und damit genau die Hälfte der Printversion verlangen. Wär’ aber vielleicht dem Umsatz nicht zuträglich. Oder vielleicht doch, wer weiß das schon?

Korrekte Verwendung von Sozialmedien

by Gunnar on 1. November 2011 · 4 comments

Erstaunlich präzise für ein simples Flussdiagramm.

[Quelle: Breakingcopy]

MMO = Fantasy

by Gunnar on 25. Oktober 2011 · 10 comments

Tim Merel von Digi Capital ist ein bekannter Analyst der Spielebranche, der in seinen Präsentationen immer mal wieder interessante Übersichten oder Schlussfolgerungen bringt. Er bloggt auch unter www.digitalcapitalist.blogspot.com.

In einer seiner Präsentationen stieß ich auf folgende Charts:

Aufschlussreich, besonders das rechte Kreisdiagramm. Aber bedeutet das, dass andere Genres als Fantasy niemals eine Chance haben? Oder ist einfach der Markt für Scifi, Krimi, Horror, Endzeit, Realwelt et cetera krass unterversorgt? Naja, schau’n wir mal, wie sie das neue Star Wars-MMO schlägt, wenn es zu Weihnachten erscheint.

[Obiges Bild stammt aus dem Global Video Games Investment Review.]

Die Schulden des Herrn Bundes [inkl. Update]

by Gunnar on 18. Oktober 2011 · 8 comments

Herr Kaliban betreibt Volksbildung.

Wir schauen uns mal den Bundeshaushalt an, beispielsweise den von 2010. Da stehen lauter riesige Summen, mit unnötig vielen Nullen. Nehmen wir mal die nackten Zahlen und denken uns die meisten Nullen weg.

Damit kommen wir in die Größenordnung eines deutschen Singlehaushalts. Herr Bundes ist, sagen wir, Bäcker und verdient knapp 2.000 Kröten im Monat. Also:

Einnahmen: 23.800 Euro

Leider lebt Herr Bundes über seine Verhältnisse:

Ausgaben: 31.900 Euro. Davon allein 3.700 für Zinsen.

Warum die hohen Zinsen? Nun, Herrn Bundes drücken die Sünden der Vergangenheit:

Schulden: 128.400 Euro

Die Lage ist allerdings nicht hoffnungslos, Herr Bundes hat ganz ordentlich Vermögen:

Immerhin liegen im Safe noch für fast 25.000 Euro Aktien und seine Wohnung ist auch gut 100.000 wert. Er hat aber in den letzten Jahren schon ein paar Tausend Euro aus dem Vermögen flüssig machen müssen, um drückende Schulden zu bedienen.

Und neulich hat er sich dazu hinreißen lassen, mit ein paar Kumpels, Pierre, Ole und John und den anderen, für Spyros zu bürgen, der mit seiner Gyrosbude in eine finanzielle Schieflage geraten ist.

Der Bürgschaftsanteil von Herrn Bundes hierfür beträgt 21.100 Euro.

Das wäre natürlich blöd, wenn Herr Bundes da in Haftung genommen würde, wo er doch schon so seine Finanzen nicht im Griff hat. Aber Herr Bundes ist hoffnungsfroh und plant für die nächsten Jahre Gehaltserhöhungen, die ihn 2015 soweit gebracht haben sollen, dass er pro Monat nur noch knapp 100 Euro Miese macht. An den Abbau der Schulden denkt er nicht, er hat ja einen sicheren Job und kann die Zinsen einigermaßen stemmen.

[Dieses Rechenexempel wurde inspiriert von dieser Aufstellung, die Zahlen orientieren sich an öffentlichen Quellen, BMF u.ä. ]

Wie so oft in Blogs, auch und gerade in diesem, hätte der Beitrag noch viel besser sein können, wenn ich ihn von vornherein gemeinsam mit den Usern geschrieben hätte. Hier die besten Ergänzungen aus den Kommentaren:

Nun arbeitet Herr Bundes nicht für sich selbst, sondern vor allem für die etlichen anderen Bäcker, die in seiner Wohnung wirtschaften. Und die verkaufen ordentlich Brot an Herrn Spyros: jedes Jahr Backwaren im Wer von etwa 1000 Euro. Hinzu gehört diesen Bäckern bereits Teile der Gyrosbude, und wenn Herr Spyros pleite ginge, dann wäre was los.

Herr Spyros könnte sich, so wie zuvor einige südamerikanische Herren, aus dem System ausklinken, was ihm erlauben würde, günstig sein eigenes Brot zu backen. Aber die Bäcker, für die Herr Bundes arbeitet, wollen das auf keinen Fall, denn immerhin gehören sie zusammen zu den am besten verkaufenden Bäckern der Welt.

Attraktiver ist es, wenn Herr Spyros irgendwie an seiner Bude festhält, weiter das Brot von Herrn Bundes kauft, und anstatt Geld zu leihen, dass ihm inzwischen niemand mehr geben will, vielleicht seine Kinder ein wenig hungern lässt. Aber nur so viel, dass sie ihn nicht irgendwann packen und ins Meer werfen. [Morlock]

Ein besserer Ansatz wär: Herr Bund ist leider unmündig. Daher wird für ihn von seiner Familie alle 4 Jahre ein neuer Betreuer bestimmt. Dummerweise ist der Markt für Betreuer sehr klein, und wie das in der Marktwirtschaft so ist, versprechen die Betreuer vor Arbeitsantritt ihres 4 Jahres-Arbeitsvertrags (mit absolutem Kündigungsschutz) so ziemlich alles, was seine Familie hören will. Noch schlimmer: Seine Familie ist sehr vergesslich. Jedesmal, wenn die Verlängerung des Arbeitsvertrages ansteht, vergisst sie sowohl die Dinge, die in den ersten Jahren geschahen, wie auch die Arbeitsleistung seiner Vorgänger. Auch wenn die angestellten Betreuer wissen, dass Herr Bund quasi pleite ist, sind sie sehr bemüht, in den 4 Jahren des Arbeitsvertrages möglichst viel Party von Herr Bundes Vermögen zu machen und ihm noch möglichst tief in die Sparsocke zu greifen… [Achim Sp]

Man könnte vielleicht noch ergänzen, dass Herr Bundes zwar 128.400€ Schulden hat, sein Betrieb aber auch einen Jahresumsatz von 156.000€ hat und ihn der Herr von der Sparkasse zwar an seinen Verpflichtungen erinnern kann, aber keinerlei Möglichkeiten hat, ihn zur Zahlung zu verpflichten. Übrigens liegen die Zinsen für Bundesanleihen momentan auch auf einem Rekordtief unterhalb des Inflationsniveaus. Normalerweise sollte Herr Bundes da mal einen ordentlichen Schluck aus der Pulle nehmen um mit dem Geld beispielsweise seine Werkseinfahrt zu erneuern, neue Maschinen zu installieren und seine Mitarbeiter zur Fortbildung zu schicken. [Philip]

Herr Kaliban guckt sich sein aktuelles Spiel ein bisschen genauer an.

Hm. Da ist doch was komisch in Deus Ex: Human Revolution.

Wir springen mal in die erste Zwischensequenz am Anfang des Spiels, in der Adam, das ist der Held, mit Megan Reed redet. Die Reed ist seine Kollegin und Ex-Freundin und das obligatorische Superchick, das man dieser Tage häufiger in Comicsspielenfilmen findet: der Nobelpreisträgerhirn-im-Supermodel-Körper-Typus.

Unhöflicherweise telefoniert er nebenbei.

Und liest Zeitung, auf einem Tablet oder sowas.

Doch halt, was steht denn da?

[blabla]terrorist attack on Sarif Industries. [blabla] in the attack was Dr Megan Reed.

Oh. Die aktuelle Zeitung berichtet schon von dem Überfall, der im Spiel erst in ein paar Minuten stattfindet. Adam hätte also alles verhindern können, hätte er bloß den Detroiter Journalisten mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Denn kurz danach geschieht, was die Zeitungsmeldung vorausgesehen hat:

Ein Haufen muskulöser Cyberfritzen attackiert das Gebäude und schlachtet die Wissenschaftler hin. Megan wird getötet, Adam nur knapp gerettet, unter Einsatz von aufwändiger Schnickschnacktechnologie.

Hm.

Prophetische Redekteure? War das überhaupt keine Zeitung, sondern ein Planungsdokument der Terroristen? Wusste Adam Bescheid? Ist alles eine gigantische Verschwörung?

Oder hat da der Zwischensequenzenbauer bei Eidos Montral einfach nicht aufgepasst?

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Elsword Cosplay

by Gunnar on 5. Juli 2011 · 5 comments

Diese hübsche Dame heißt Selin, hat sich als “Rena” aus dem Manga-Spiel Elsword verkleidet und ist hier im Grunde nur aus Gründen der Klickhascherei abgebildet. [Quelle]

The Majesty of the Greatsword

Juni 25, 2010

Herr Kaliban findet Amerikaner mit Waffentick noch bizarrer als, äh, normale Amerikaner.

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The Day There Was No Blogeintrag

Juni 23, 2010

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