Ich Ich Ich

Wenn ich ein Game wäre

by Gunnar on 8. Oktober 2014 · 5 comments

Beim prokrastinativen Aufräumen wiedergefunden: der originale Gunnar-Test aus meiner Bewerbung bei GameStar 1998.

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Der Endgegner

by Gunnar on 28. Mai 2013 · 3 comments

Gunnar, du wirst als Endgegner in einem Computerspiel wiedergeboren. Wie sieht dieser Endgegner aus und welche Eigenschaften zeichnen ihn aus?

Durch die Mühen der Ebene und die Schründe der Berge kommt der einsame Held zur Festung des KORREKTOR. Der Eingang ist nicht bewacht, aber passiv-aggressive Schilder in korrektem Deutsch hängen überall. “Sie wissen sicher, dass Sie sich hier nicht aufhalten dürfen, oder?”

Wer sich dennoch hineinwagt, trifft den KORREKTOR in einem weitläufigen Büro, an dessen Wänden ausgedruckte SPIEGEL-Artikel hängen, in denen mit roter Farbe Fehler markiert sind. Und er muss ein Gespräch führen, in dessen Verlauf er für jedes sinnlose Füllwort, jedes überflüssige Adjektiv, jede grammatikalische Unkorrektheit einen Stich mit dem ausgestreckten Zeigefinger ins Auge bekommt. Bereits nach 45 Sekunden sind die meisten blind. Wer diesen Teil übersteht, muss sich einer schriftlichen Prüfung stellen, sagt man. Aber niemand hat lange genug überlebt, um davon zu berichten.

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[Aus einem Interview mit Superlevel.de.]

Gunnar privat

by Gunnar on 20. April 2013 · 8 comments

Der freundliche Toni Schwaiger, Ex-Kollege aus GameStar-Zeiten, hat in seiner Serie “Stars forever” (in welcher er ehemaligen Redakteuren nachstellt) ein hübsches Video über mich veröffentlicht.

Erstaunlich, wie zappelig ich bin, vor der Kamera und überhaupt.

Da Grandfather of Spieleredakteure

by Gunnar on 19. April 2013 · 30 comments

Herr Kaliban war im Fernsehen, sozusagen. Mehrfach.

Ich weiß nicht genau, was die Welt mir damit sagen will – aber zwei Mal innerhalb einer Woche in Bauchbinden als “Urgestein” bezeichnet zu werden, das ist Rekord. Und eine Leistung auf, sagen wir, Gerhard Polt’schem Niveau:

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Das ist natürlich einerseits schmeichelhaft, andererseits gefährlich, denn:

Trainee –> Redakteur –> Alt-Redakteur –> Spieleveteran –> Urgestein –> Fossil

Ich bin schon fast da.

Ich weiß im Übrigen auch gar nicht, warum das mich trifft — gibt es einen Olymp der Urgesteine, dort droben, wo Lenhardt und Schneider wohnen? Und in den ich irgendwie verfrüht aufgestiegen bin? Oder ist das Barmherzigkeit der jungen Kollegen, die mir ein “Ex-Chefredakteur” in der Bauchbinde ersparen wollen? Oder sich selber den “Pressesprecher”, was ja immer nach mangelnder Recherche klingt? Oder ist es gar eine ironische Geste der jungen Kollegen? Eine Anspielung auf meine Beschäftigung mit Retro-Spielen und derlei Dingen?

Oder sehe ich einfach von allen am ältesten aus?

High5, hinter den Kulissen

by Gunnar on 15. April 2013 · 28 comments

Herr Kaliban auf Reisen.

War kürzlich in München und zu Gast bei denjenigen meiner Ex-Kollegen von IDG, die jetzt den Youtube-Channel High5 TV betreiben. Bin da gemeinsam mit meinem Freund und Co-Podcaster Christian Schmidt in einer Folge von “Sach was” aufgetreten.

In Wirklichkeit war das alles nur Tarnung, eigentlich bin ich nur hingefahren, um eine Fotoreportage zu schießen. Und hier sind schonungslos, die Bilder — so sah das da hinter den Kulissen aus.

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Katzencontent

by Gunnar on 8. April 2013 · 5 comments

Ich bin seit ein paar Jahren auf Twitter, immer so halbwegs aktiv, mit einem Tweet alle paar Tage. Habe schöne Links gepostet, ein paar Bilder gar, viele Hinweise auf eigene Texte anderswo und auch die eine oder andere profunde Bemerkung auf 140 Zeichen.

Vieles wurde ignoriert, manches proliferiert, anderes ge-fav-t.

Aber am allererfolgreichsten war natürlich mein Tweet von gestern abend:

Das Internet ist, was es eben ist: ein Ort für Streitgespräche, Pornos und Katzenbilder.

Was ist eigentlich ein “Edi”?

by Gunnar on 28. März 2013 · 12 comments

Zufällig beim Aufräumen der Dropbox gefunden: das Word-File mit dem Editorial der 1. Ausgabe der GamePro, seinerzeit mein erster Auftrag als Chefredakteur. Heißt schlicht edi.doc, weil “Edi” Redakteursschnack für “Editorial” ist. Sehr originell. Auch nicht der originellste Text, nunja, aber vielleicht von historischem Interesse. Irgendwie.

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Die meisten angesprochenen Rubriken gibt es natürlich schon lange nicht mehr, der “ganzseitige Lesertest”, meine eigene gloriose Idee, war sogar ein solcher Fehlschlag, dass wir ihn nach der ersten Ausgabe sofort wieder abgeschafft haben.

Ich denke immer noch mit Schaudern an die erste Ausgabe zurück, bei der wir mit viel zuwenig Zeit und Ressourcen innert drei Monaten eine neue Publikation aus dem Boden gestampft haben. 80-Stunden-Wochen, zu viel Kaffee, zu viele Zigaretten — und am Ende wäre es fast noch schief gegangen, die letzten Seiten wurden erst um drei Uhr nachts fertig, viele Stunden nach dem knapp geplanten Druckereitermin. Keine sehr angenehme Erfahrung, all der Druck, andererseits aber natürlich auch eine Episode, die ich in meinem Leben nicht missen möchte. Irgendwann muss ich die ganze Geschichte mal aufschreiben, in meinen Memoiren oder so.

Weiterführende Links: Eine Heftkritik im Forum * Wie Herr Lott das Cover eigentlich machen wollte * Kurzer Rückblick zur 100. Ausgabe *

Das Ende der Realität

by Gunnar on 4. Februar 2013 · 15 comments

Ich, ich habe die Realität immer verteidigt.

Ich hielt ihr noch die Treue, als damals, auf dem Gymnasium, uns nach der Schule die drei halbstarken Hauptschüler abpassten und vermöbelten, was hauptsächlich mich betraf, da meine falschen Freunde Sascha* und Matthias es vorzogen, nur symbolischen Widerstand zu leisten.

Ich habe noch zu ihr gestanden, als Bayern erst Rekordmeister und danach immer noch rekordmeisteriger wurde, als Hannover 96 in die 2. Liga musste, als ich, während sich Völlers Truppe in München blamierte, fast allein unter lauter Engländern bei einer Party in Surrey im Epizentrum eines 5-1, and even Heskey scored-Kanons unterging.

Ich versuchte weiter zu leben, als mir klar wurde, dass das brillante Spiel System Shock 2 sich nicht ausreichend verkauft hatte, um irgendwie für irgendwen die Entwicklung eines dritten Teils zu rechtfertigen.

Ich verdammte die Realität nicht, als ich — möglicherweise von bösen Geistern ferngesteuert — beim Ausparken im Parkhaus die komplette linke Seite meines Firmenwagens demolierte und am Tag darauf mein Missgeschick dem strengen Chef der Verwaltung gestehen musste. Und auch nicht, als mir das im Jahr drauf nochmal passierte.

Ich klagte nur wenig, als die FDP gegen alle Vernunft im Jahr der Finanzkrise drittstärkste Partei wurde und sich gleich nach der Wahl wie erwartet dranmachte, den Staat an die Hotelkonzerne und die Apotheker zu verscherbeln.

Ich akzeptierte beinahe schweigend, dass im letzen Jahr nahezu allen meinen Körperteilen gleichzeitig auffiel, dass sie irgendwie mit sportlicher Betätigung, fettfreiem Essen und nikotinfreier Luft unterversorgt sind — und eine Revolte der Zipperlein begann.

Aber dass jetzt, verdammt, eine Bande von Fahrraddieben in einer konzertierten Aktion gleichzeitig mein Fahrrad und das meiner Frau entwendet, das schlägt dem Fass den Boden aus. Verdammt. Sowas ist doch verboten!

Jetzt reicht’s. Ich bin dann weg. Sucht mich im Internet.

[Leicht veränderter Repost von 2010. Ahem.]

Gamesjournalismusgerede

by Gunnar on 16. Januar 2013 · 2 comments

Der Herr Kaliban ist gestern mit seinem kongenialen Podcast-Partner Christian Schmidt im lustig benannten “Insert Moin”-Podcast aufgetreten. Thema war “Gamesjournalismus”, puh.

Ein Klick aufs Bild bringt euch hin:

[Und ja, ich weiß auch, dass mein Ton schauderhaft ist. Seufz.]

Das Wunder von Karlsruhe

by Gunnar on 12. Januar 2013 · 6 comments

“Herr Kaliban, und wie kam es denn zu der spontanen Ohnmacht?”

“Ich öffnete den Brief und darin war eine RÜCKZAHLUNG der Stadtwerke. Eine. Rück. Zahlung. Ich war so überrascht. Ein Wunder!”

Nun, der Steinbrück, was soll man sagen

Januar 7, 2013

Der geschätzte Herr Lumma, SPD-Mitglied zwar, aber sonst ganz brauchbar, machte sich heute auf seinem Blog Luft über die “Kampagne” gegen Peer Steinbrück. Ein Auszug: Peer Steinbrück hat nach einer langen Karriere in der Politik seine Bekanntheit genutzt, um Geld zu verdienen, während er als Abgeordneter im Bundestag sitzt. Ja, und? Journalisten verdienen sich Geld […]

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This is not the Jedi you’re looking for

September 4, 2012

Drei Erkenntnisse aus einem Foto: 1. Mit Lichtschwert und Grunge-Filter sehen auch dickliche ältere Herren vage verwegen aus. 2. Bücherwände im Hintergrund passen gut zu stupsnasigen Pistolen, nicht aber zu grünen Lichtschwertern. 3. Wenn man schon mit Spielzeugwaffen posiert, sollte man darauf achten, dass die Tochter keine Schleife ums Schwert gebunden hat. Drei Erkenntnisse aus […]

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