Ich Ich Ich

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GamePro Arcade

26. Januar 2012 · 2 comments

Herr Kaliban hat beim Aufräumen eine Mini-Publikation von historischem Wert gefunden:

Anfang 2004 hatten wir in der GamePro mal ein paar Penny Arcade-Cartoons zu einer gedruckten Beilage zusammengestellt. Die dann auf dem Heft klebte. Man beachte, wie clever und sprachlich versiert ich das angepriesen habe: “KULT! Der Spiele-Comic aus Amerika”. Seufz. Naja, hat leider damals der Auflage nicht geholfen. Wir hatten dann noch eine Weile einen Strip im Heft, aber der fand auch keine große Beachtung.

War leider auch ein bisschen schlampig gesetzt, wie mir jetzt auffällt. Nun, Schwamm drüber.

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Der Kanton im Lande Mauerbau

19. Januar 2012 · 9 comments

Herr Kaliban scheitert an der modernen Technik. Wie immer.

Immer, wenn ich freie Zeit habe und nicht gerade Medien konsumiere, mache ich irgendwas mit Text. Schreibe Blogposts, podcaste, arbeite an meinem nächsten Buch, spinne Ideen für Webseiten, Bücher, Spiele, Vorträge et cetera. Vieles bleibt im “Ich mach mal ein Rohkonzept”-Stadium stecken, unter anderem auch, weil mich das ewige Schreiben schon auch ein bisschen ankäst.

Ich wollte daher mal eine Alternative Methode der Textproduktion versuchen, inspiriert durch die Liebe meines Lebens, die täglich mit großer Effizienz ihre berufliche Korrespondenz runterdiktiert. Ich dachte mir, hey, vielleicht kann ich einfach im Auto oder daheim einfach mit einem Headset herumlaufen oder -sitzen, meine Gedanken in die Maschine sprechen und hinterher auf Knopfdruck einen Text daraus machen, der dann als Basis für weitere Arbeit dient – wie jeder Schreibende weiß, ist es vergleichsweise leicht, mit vorliegendem Text zu arbeiten, aber schwer das weiße Blatt zu Beginn erstmal zu füllen.

Also probierte ich’s mal mit Dragon Dictation, deren App ist wohl führend. Das Resultat war Kauderwelsch. Liegt vielleicht an meiner Aussprache oder am Sujet, dachte ich und sprach testhalber klar und sauber ein bekanntes Gedicht ein. Vielleicht erkennt’s ja wer:

Hm. Nun, offenbar funktioniert die Methode nicht für mich. Ich bleibe beim Tippen, erstmal.

Herr Kaliban erinnert sich an seine Nerd-Jugend.

Gemeinhin denkt man, mein erster Job als Chefredakteur sei der bei der GamePro gewesen, die ich Anno 2002 gegründet habe. Aber falschgedacht, bereits Mitte der 80er war ich Chefredakteur der gloriosen “Dwarfs & Dragons”, der Clubzeitung unseres D&D-Rollenspielvereins “Niedermittelbeverns Eisdrache”. Die Auflage betrug zehn Stück; der Umfang (bis zu) fünf Seiten. Nach fünf Ausgaben war die Sache auch schon wieder vorbei.

Das Blättchen haben wir damals erstellt mit der Software “The Newsroom” (von Springboard) auf dem C-64; ausgedruckt auf dem Nadeldrucker meines Freundes Marco, der als Verleger fungierte. Ach, eine schöne Zeit, obwohl wir in einem umkämpften Markt agierten: Es gab sogar eine konkurrierende Zeitung namens “Elfen und Feen”, die auch dieselben zehn Clubmitglieder adressierte.

Ich dokumentiere hier mal die fünfte Ausgabe in voller Länge.

[Klicken und weiterlesen]

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Ach, 2012

1. Januar 2012 · 1 comment

Herr Kaliban hat’s in neue Jahr geschafft, vollständig ohne Kater übrigens, was möglicherweise ein gutes Zeichen ist, möglicherweise aber auch nur weiteren Verfall ankündigt.

So, 2012. Da bist du nun. Nachdem die anderen Jahre an mir gescheitert sind (oder ich an den anderen Jahren), versuche ich mal, dich nicht von vornherein zu überfrachten. Dir nicht all den Ballast anzuhängen, in deine 365 Tage nicht mehr gute Zeit, mehr Sport, mehr Richtiges, mehr Harmonie, mehr Glück hineinzuwünschen als in die letzten 365 und die davor.

Ich wär’ schon zufrieden, wenn ich 2012 das mit dem Rauchen und Fleisch essen weiterhin einigermaßen im Griff behalte, ein Buch fertigschreibe, Podcast und Blog fortführe, ein bisschen gelassener werde. Und überhaupt, es wäre ja schon viel gewonnen, wenn ich ein paar Prozentpunkte auf’s Guter-Mensch-Sein drauflegen könnte, das ist ja durchaus ein wichtiger Skill.

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Stay Forever Podcast, Folge 4

26. Oktober 2011 · 5 comments

Klickt auf’s Bild! Los, klickt, wenn ihr euch traut!

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Dieses Dings im Wohnzimmer

10. Oktober 2011 · 27 comments

Herr Kaliban entdeckt Fotos auf seinem Telefon.

Seit meine Tochter regelmäßig mit meinem Smartphone in der Wohnung auf Fotosafari geht, finde ich immer wieder interessante neue Bilder in den entsprechenden Ordnern.

Zum Beispiel dieses hier:

20111010-155926.jpg

Daraus könnte man doch, dachte ich, gleich mal ein Mitspielrätsel machen.

Also, liebe Mitlesende, was ist auf dem Bild zu sehen?

Die erste richtige Antwort und die originellste Fehleinschätzung gewinnen einen kleinen Preis.

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Herr Kaliban, sozial

21. September 2011 · 9 comments

Okay, da ich ja so eine Attention Whore bin, wie ein Kollege neulich sagte, verweise ich hier zur Feier des Beta-Endes von Google+ (jeder darf rein) und der Einführung von “Abos” auf Facebook (damit kann ,man auch nur “folgen”, ohne “befreundet” sein zu müssen) mal auf meine dortigen Profile. Vielleicht mag mir ja jemand folgen. Meine soziale Netzidentität ist allerdings ein bisschen dünn, wie Butter, die auf zu viel Brot verstrichen wurde. Sie verteilt sich dieser Tage auf folgende Netzwerke:

Private Nutzung

Herr Kaliban auf Facebook (Posting-Frequenz: bis zu 10x pro Woche)
Herr Kaliban auf Google+ (derzeit: weniger als 5 Posts die Woche)
Herr Kaliban auf Twitter (derzeit: weniger als 5 Posts die Woche)

Außerdem ist der Herr Kaliban auf Instagram (Name: “kaliban”, Frequenz: so um die drei, vier Fotos im Monat). Und XBLA. Und er hat noch einen Flickr-Account, dessen Name ihm aber gerade entfallen ist. Und auch ansonsten gibt es vielerorten Spuren im Netz von Mobygames und das GSPB über Ciao bis zurück den Flamewars im guten alten Fidonetz. Die sind ist aber heute gottseidank kaum mehr aufzufinden.

Berufliche Nutzung

Gunnar Lott auf Xing (kaum Updates, aber immer aktuelle Daten)
Gunnar Lott auf Linkedin (nie Updates, aber immer aktuelle Daten)

Wenn jemand, warum auch immer, den Wunsch hegen sollte, ALLES von mir mitzubekommen, sollte er dieses Blog lesen und dazu hin und wieder bei Facebook ‘reinschauen, das nutze ich dieser Tage am intensivsten.

Die Kollegen von ZDF.Kultur haben sich des Themas “Chris Schmidt disst die Spieletester” (wir erinnern uns) auch noch mal angenommen, kratzen allerdings nur an der Oberfläche, weil sie sich jeglicher Meinung oder Aufarbeitung enthalten und einfach Chris, Petra und mich noch mal zu Wort kommen lassen.

Letzlich eine vertane Chance, obwohl’s mir natürlich schmeichelt, im Fernsehen zu sein. Ahem.

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Herr Kaliban, heute

26. August 2011 · 7 comments

Eine Medienmissbrauchsbestandsaufnahme habe ich zuletzt vor vielen Jahren hier im Blog gemacht. Könnte ich mal wieder. Also:

Gerade höre ich… The Weepies: Be my thrill* (und mehr altes Zeug als ich zugeben mag)
Gerade spiele ich… Deus Ex 3 auf der 360 (und zwischendurch Bastion)
Gerade lese ich… Tom deMarco: Der Termin*; Brandon Sanderson: Elantris*

Letzte Zeitschrift: 11Freunde Bundesliga-Sonderheft
Letztes Mal TV: Gestern: Sevilla gegen 96 (davor: Sherlock, Folge 3)
Letzter Comic: Jack of Fables Vol. 9: The End*
Letzte AppStore-Einkäufe: Temple Run, Paper Camera, Conquist 2

Bereits gekauftes Buch, das noch ‘rumliegt: Christian Stöcker, Nerd Attack!*
Heruntergeladenes, noch ungespieltes Spiel: From Dust*
Ungesehene DVD-Serie im Schrank: Black Books*

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Home is where the Weser runs

25. August 2011 · 13 comments

Ah, Herr Kaliban gießt seine Wurzeln.

Ich tu’ ja immer ein bisschen weltläufig, Businesskasperei und all das, aber in Wirklichkeit bin ich nur ein Junge vom Dorf. Bis zum 28. Lebensjahr hat sich mein gesamtes Leben in einem Radius von 50 Kilometern um meinen Geburtsort herum abgespielt: Geboren in Stadtoldendorf; gewohnt in Bovenden, Northeim, Osterode, Bevern; Abitur in Holzminden; Wehrdienst in Northeim, Hildesheim, Stadtoldendorf; Studium in Göttingen; Hochzeit in Höxter — alles passt in einen sehr kleinen Abschnitt Südostniedersachsens.

Gut, ich habe auch in Kassel studiert (ohne dort zu wohnen) und okay, der Abstecher der Familie nach Isselburg am Niederrhein ist ausgeklammert, aber davon abgesehen stimmt das.

So sieht das auf der Karte aus:

Natürlich ist das alles furchtbar provinziell dort, im Dreiländereck Nordhessen-Ostwestfalen-Südniedersachsen haust ein stumpfes Bauernpack, das sich in Sachen Sturheit mit den Niederbayern messen kann. Die hauptsächliche Kreisstadt ist Holzminden, ein 20.000-Einwohner-Örtchen, welches die europäische Aromen-Industrie auserkoren hat, um dort einen Schwerpunkt anzusiedeln. Was dazu führt, dass Holzminden der einzige Ort Deutschlands ist, wo man mit geschlossenen Augen die Stadtgrenze passieren kann und trotzdem weiß, wo man ist. Es riecht da nämlich. Mal nach Himbeere, mal nach Lakritz, mal nach irgendwas Schlimmerem. Bei Kleintier-Familien, die innerhalb der Stadtgrenzen leben, wird der Nachwuchs der dritten Generation bereits ohne Nase geboren.

Aber nun, die Leute sprechen meine Sprache — Bauernpack ja, aber eben mein Bauernpack. Als ich Ende letzter Woche, Gamescom-bedingt auf dem letzten Loch pfeifend, in Altenbeken umsteigen musste, kamen mir die jugendlichen Proleten am Bahnhof direkt sympathisch vor, weil sie eben das Weserbergländisch gefärbte Hochdeutsch sprachen und nicht bayrisch oder badisch oder schwäbisch. Und dabei ist Altenbeken noch nicht mal ansatzweise auf der richtigen Weserseite, sondern liegt tief im verfeindeten Ostwestfalen. Offenbar lasten die mittlerweile mehr als 14 Jahre Süddeutschland doch schwerer auf mir, als ich immer dachte.

Und als ich mal wieder am Weserufer stand, obwohl’s die falsche Seite war, stiegen in mir mächtige Heimatgefühle auf. Offenbar hat mein Hirn doch, in der beeinflussbaren Kinderzeit, auf ewig eine bestimmte Mischung aus Leuten, Luft und Landschaft als korrektes Default-Set eingeprägt bekommen. So ungefähr muss es aussehen, damit bei mir im Hirn der Heimatmodus einrastet:

Und dann fällt einem auch sofort der alte Vers aus der Schule wieder ein:

Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büssen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss

Ach hey, ich gewinne jetzt Samstag im Lotto, dann pfeife ich auf die Fleischtöpfe der süddeutschen Arbeitgeber, kaufe mir ein Häuschen mit Weserblick und schreibe dort hauptberuflich sentimentale Blogbeiträge.