Sklaven der Wahrheit

Herr Kaliban guckt sich sein aktuelles Spiel ein bisschen genauer an.

Hm. Da ist doch was komisch in Deus Ex: Human Revolution.

Wir springen mal in die erste Zwischensequenz am Anfang des Spiels, in der Adam, das ist der Held, mit Megan Reed redet. Die Reed ist seine Kollegin und Ex-Freundin und das obligatorische Superchick, das man dieser Tage häufiger in Comicsspielenfilmen findet: der Nobelpreisträgerhirn-im-Supermodel-Körper-Typus.

Unhöflicherweise telefoniert er nebenbei.

Und liest Zeitung, auf einem Tablet oder sowas.

Doch halt, was steht denn da?

[blabla]terrorist attack on Sarif Industries. [blabla] in the attack was Dr Megan Reed.

Oh. Die aktuelle Zeitung berichtet schon von dem Überfall, der im Spiel erst in ein paar Minuten stattfindet. Adam hätte also alles verhindern können, hätte er bloß den Detroiter Journalisten mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Denn kurz danach geschieht, was die Zeitungsmeldung vorausgesehen hat:

Ein Haufen muskulöser Cyberfritzen attackiert das Gebäude und schlachtet die Wissenschaftler hin. Megan wird getötet, Adam nur knapp gerettet, unter Einsatz von aufwändiger Schnickschnacktechnologie.

Hm.

Prophetische Redekteure? War das überhaupt keine Zeitung, sondern ein Planungsdokument der Terroristen? Wusste Adam Bescheid? Ist alles eine gigantische Verschwörung?

Oder hat da der Zwischensequenzenbauer bei Eidos Montral einfach nicht aufgepasst?

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Zehn kleine Negerlein

by Gunnar on 8. August 2011 · 5 comments

Erstaunlich schmerzfrei waren die Autoren von Kindernbüchern früher. In dieser Ausgabe von 1946, die ich neulich bei Freunden ‘rumliegen sah, heißt eines von den “Zehn kleinen Negerlein” halt lustig “Braunerle”, weil’s ja so schön braun ist. In der zweiten Strophe geht übrigens eins beim “Zechen” verloren.

Das klingt für heutige Elternohren schon ziemlich wüst, man ist ja in dieser kinderarmen Zeit ziemlich etepetete mit allem, wozu die Kleinchen zugang haben. Noch mal ein halbes Jahrhundert früher ging’s bei den Negerlein allerdings so hart zur Sache, da bekäme Bushido heute einen Explicit-Lyrics-Stempel* für. Und volles Pfund FSK18.

Zehn kleine Negerknaben schlachteten ein Schwein;
Einer stach sich selber tot, da blieben nur noch neun.

Neun kleine Negerknaben, die gingen auf die Jagd;
Einer schoss den andern tot, da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Negerknaben, die gingen und stahlen Rüben;
Den einen schlug der Bauer tot, da blieben nur noch sieben.

Sieben kleine Negerknaben begegnen einer Hex’;
Einen zaubert sie gleich weg, da blieben nur noch sechs.

Sechs kleine Negerknaben gehn ohne Schuh und Strümpf;
Einer erkältet sich zu Tod, da blieben nur noch fünf.

Fünf kleine Negerknaben, die tranken bayrisch’ Bier;
Der eine trank, bis dass er barst, da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Negerknaben, die kochten einen Brei;
Der eine fiel zum Kessel rein, da blieben nur noch drei.

Drei kleine Negerknaben spazierten am Bau vorbei;
Ein Stein fiel einem auf den Kopf – da blieben nur noch zwei.

Zwei kleine Negerknaben, die wuschen am Nil sich reine;
Den einen fraß ein Krokodil – da blieb nur noch der eine.

Ein kleiner Negerknabe nahm sich ‘ne Mama;
Zehn kleine Negerknaben sind bald wieder da.

[Version von F. H. Benary (1885), siehe Wikipedia]

Interessant übrigens, dass Negerlein Nr. 6 ausgerechnet an bayrischem Bier zugrunde geht. Das ist erstaunlich direkt und ausgesprochen zeitlos aus dem Leben gegriffen: Beim Bier schlagen die Schwarzen ja gerne mal über die Stränge.

Frau Schmitz fährt Auto

by Gunnar on 4. August 2011 · 0 comments

Wenn ich endlich mal Geld dafür bekäme, dass ich auf unseren Straßen ständig für andere mitdenke, dann würde ich die Bazillionen in meine politische Karriere investieren, recht bald erfolgreich eine Diktatur anstreben und sofort bösartigste Führerscheinprüfungen installieren. Verkehrspolizisten würde ich zudem das Recht zu töten einräumen, anschließend abdanken und Verkehrspolizistin werden. Weil ich aber ein bescheidener Mensch bin, würde ich das Geld wohl nicht annehmen. Da haben die Flunzen aber noch mal Glück gehabt.

Frau S. bringt’s auf den Punkt.

Die Ehrlichkeit von Männern

by Gunnar on 22. April 2010 · 5 comments

Bild: Alichemy / Idee: Herr Kaliban

Ich würde mehr Fernsehen schauen, wenn…

by Gunnar on 11. Dezember 2009 · 14 comments

tv
[von Rock Paper Cynic]

Ohne Worte

by Gunnar on 30. Juni 2009 · 7 comments

(c) livia iacolare

(c) livia iacolare

[von Liva Iacolare, via restart my heart]

Europa, neu gesehen

by Gunnar on 2. Mai 2009 · 4 comments

Rechtzeitig zur Europawahl ein unverschleierter Blick auf den Kontinent (klickbar).

europa erklärt[(c) by Artwerk, via Swiss Miss]

Am Rande: Die USA aus der Sicht von George W. Bush.

Mehr Mathe für alle

by Gunnar on 10. März 2009 · 2 comments

more new math

More New Math: kleine Wahrheiten, mathematisch ausgedrückt. Sehr hübsch.

[Gefunden bei Nico.]

Einer muss es ja sagen

by Gunnar on 13. Januar 2009 · 4 comments

Dem Herrn Kaliban sein Beitrag zur Wirtschaftskrise und so:

2009 ist jetzt schon scheiße

Windows 7 ist besser als Vista

by Gunnar on 12. Januar 2009 · 14 comments

Geht ja auch gar nicht anders. Oder?

[via exdc]

Zitat des Tages

Dezember 9, 2008

Die Mütter der Dummen sind immer schwanger.
(Quelle: unbekannt)

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Idioten und Huren und Abba

September 6, 2008

Kilmister: Es gibt ‘n paar Leute, die ich okay finde. Jedenfalls rate ich denen, sich von Idioten fernzuhalten. Die Regel lautet: acht von zehn.

SZ: Acht Idioten?

Kilmister: Acht Idioten an einem guten Tag. Sonst: neun. An einem schlechten Tag triffst du zehn Leute und einer wie der andere ist ein kompletter Vollidiot.
Großartiges Interview mit …

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