<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>KALIBAN (You are likely to be eaten by a grue) &#187; Spielzeug</title>
	<atom:link href="http://kaliban.de/category/spielzeug/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://kaliban.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 May 2012 22:01:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Diablo-isches zur Mitternacht</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/05/diablo-isches-zur-mitternacht/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=diablo-isches-zur-mitternacht</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/05/diablo-isches-zur-mitternacht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Action-Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[GameStar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=14545</guid>
		<description><![CDATA[

Die Ex-Kollegen von der GameStar, in Gestalt des geschätzten Herrn Gameovermeier, waren gestern Nacht unterwegs.

Mich lässt dieses Diablo-Ding ja relativ kalt, aber damit bin ich wohl ein Außenseiter.

Liebe Mitlesende, habt ihr schon zugeschlagen? Seid ihr gar schon durch? Gefällt's denn überhaupt nach all dem Hype und Anti-Hype?



]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><iframe width="599" height="334" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/NTr7sl3USPU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Ex-Kollegen von der GameStar, in Gestalt des geschätzten Herrn Gameovermeier, waren gestern Nacht unterwegs.</p>
<p>Mich lässt dieses Diablo-Ding ja relativ kalt, aber damit bin ich wohl ein Außenseiter.</p>
<p>Liebe Mitlesende, habt ihr schon zugeschlagen? Seid ihr gar schon durch? Gefällt&#8217;s denn überhaupt nach all dem Hype und Anti-Hype?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=14545&amp;md5=2bf26f9e4e23d194e889fcf0d2d32128" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/05/diablo-isches-zur-mitternacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>One theory to rule them all</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/05/one-theory-to-rule-them-all/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=one-theory-to-rule-them-all</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/05/one-theory-to-rule-them-all/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Action-Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Fanboys]]></category>
		<category><![CDATA[Game]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=14509</guid>
		<description><![CDATA[Falls da draußen noch jemand ist, der Mass Effect 3 gespielt und diesen Video nicht gesehen hat...

...der sollte es nachholen. Beides. 



Okay, das Video ist anderhalb Stunden lang, und der Macher redet in einem ziemlichen Angebertonfall daher ("I will present the most compelling evidence blabla"), aber ich hab's mit viel Freude gesehen. Ist so'n ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Falls da draußen noch jemand ist, der Mass Effect 3 gespielt und diesen Video nicht gesehen hat&#8230;</p>
<p>&#8230;der sollte es nachholen. Beides. </p>
<p><iframe width="600" height="335" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/caAqFFhBn2U" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Okay, das Video ist anderhalb Stunden lang, und der Macher redet in einem ziemlichen Angebertonfall daher (<em>&#8220;I will present the most compelling evidence blabla&#8221;</em>), aber ich hab&#8217;s mit viel Freude gesehen. Ist so&#8217;n Fanboy-Ding, nehme ich an.</p>
<p><strong>UPDATE:</strong> Oh, gibt dazu wohl einen Fan-War. Mitleser Dobby empfiehlt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ythY_GkEBck" target="_blank">dieses hier als Alternative</a>. Und Sprengkobold schlägt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ai_9LTcwYic" target="_blank">dieses</a> vor.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=14509&amp;md5=acf3fb84d940ad4470cb1a9e61f51ddc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/05/one-theory-to-rule-them-all/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tränke nicht mehr abstürzen, wenn sie geworfen</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/05/tranke-nicht-mehr-absturzen-wenn-sie-geworfen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=tranke-nicht-mehr-absturzen-wenn-sie-geworfen</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/05/tranke-nicht-mehr-absturzen-wenn-sie-geworfen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 16:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation. Argh.]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=14470</guid>
		<description><![CDATA[Okay, okay, es ist billig, sich über automatische Übersetzungen von Produkttexten auszulassen, aber dieser hier ist so besonders schön:



Aber das tollste ist die mit dem Pfeil markierte Stelle, an der der ausfüllende Mensch verschämt darauf hinweist, dass die Übersetzung im Spiel besser sei als diese Update-Notes. Schön.


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Okay, okay, es ist billig, sich über automatische Übersetzungen von Produkttexten auszulassen, aber dieser hier ist so besonders schön:</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/05/100rogues.png"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/05/100rogues.png" alt="" title="100rogues" width="600" height="539" class="aligncenter size-full wp-image-14471" /></a></p>
<p>Aber das tollste ist die mit dem Pfeil markierte Stelle, an der der ausfüllende Mensch verschämt darauf hinweist, dass die Übersetzung im Spiel besser sei als diese Update-Notes. Schön.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=14470&amp;md5=e97170d34d8cdf7300f4a86bc5670d81" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/05/tranke-nicht-mehr-absturzen-wenn-sie-geworfen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Brief an die Spieleindustrie</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/04/ein-brief-an-die-spieleindustrie/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-brief-an-die-spieleindustrie</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/04/ein-brief-an-die-spieleindustrie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 20:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=14173</guid>
		<description><![CDATA[Background: Vor allem in UK, mit der gerade erfolgten Pleite der Spielehandelskette GAME und dem starken Konsolenmarkt, läuft seit einem Monat eine Diskussion um das Thema "Machen gebrauchte Spiele das Geschäftsmodell der Spieleindustrie kaputt?". Angeheizt wird die Debatte durch die Gerüchte um die Nachfolger von PS3 und Xbox 360, die angeblich keine Gebrauchtspiele mehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em><strong>Background:</strong> Vor allem in UK, mit der gerade erfolgten <a href="http://iqu.com/blog/video-game-retail-an-autopsy-of-game" target="_blank">Pleite der Spielehandelskette GAME</a> und dem starken Konsolenmarkt, läuft seit einem Monat <a href="http://www.gamesindustry.biz/articles/2012-04-12-the-real-cost-of-used-games" target="_blank">eine</a> <a href="http://www.gamesindustry.biz/articles/2012-04-10-playstation-orbis-and-next-xbox-why-used-games-arent-going-away" target="_blank">Diskussion</a> <a href="http://www.gamesindustry.biz/articles/2012-03-27-pre-owned-increases-cost-of-games-cannibalizes-industry-says-dyack" target="_blank">um</a> <a href="http://www.gamesindustry.biz/articles/2012-03-19-used-games-business-is-killing-single-player-experience-says-frontier-developments" target="_blank">das Thema</a> &#8220;Machen gebrauchte Spiele das Geschäftsmodell der Spieleindustrie kaputt?&#8221;. Angeheizt wird die Debatte durch die Gerüchte um die Nachfolger von PS3 und Xbox 360, die angeblich <a href="http://kotaku.com/5879202/sources-the-next-xbox-will-play-blu+ray-may-not-play-used-games-and-will-introduce-kinect-2" target="_blank">keine Gebrauchtspiele mehr abspielen werden</a>.</em></p>
<p>Dazu ein paar Anmerkungen von mir, in der derzeit beliebten Form des offenen Briefs:</p>
<p>Liebe Spieleindustrie,</p>
<p>wir kennen uns doch schon lang, dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass ich über Dich zuviel weiß, Du über mich aber gar nichts. Vielleicht trügt mich meine Eitelkeit aber nur, vielleicht weißt Du alles über mich, lässt nur eben Deine Handlungen nicht beeinflussen. Ich meine, hey, wenn Du mich kennen und schätzen würdest, würdest Du doch nicht all diese waffengeile Militärscheiße rausbringen, all die DRM-vernagelte Mittelmäßigkeit, all diese halbfertigen DLC-Fallen. Aber nun ja.</p>
<p>Liebe Spieleindustrie, ich erzähle Dir mal was Wichtiges über mich:</p>
<p>Ich kaufe jeden Monat ein Spiel.</p>
<p>Okay, das ist nicht ganz richtig, ich kaufe jeden Monat viel mehr Spiele, Indie-Games, iPhone-Games, kleine Sachen sozusagen. Aber in eurer Definition, im klassisch vollpreisigen Sinne kaufe ich pro Monat ein Spiel. Das kostet mich, weil ich zu träge bin nach Sonderangeboten zu schauen und bevorzugt auf der Konsole spiele, in aller Regel 69,90 Euro.  </p>
<p>Das ist gar kein schlechter Preis, den ich da klaglos zahle: Für dasselbe Geld bekäme man auch 5 bis 10 Kinobesuche (ohne Popcorn), <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005FNSJUA/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B005FNSJUA">Battlestar Galactica  komplett auf 25 DVDs</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B005FNSJUA" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (mit reichlich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004QQQYEK/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B004QQQYEK">reichlich Popcorn</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B004QQQYEK" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />), ein <a href="http://gamestar.idgshop.de/gamestar-jahresabo.htm" target="_blank">Jahresabo von GameStar</a> oder <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/mn/search/?_encoding=UTF8&#038;site-redirect=de&#038;x=0&#038;tag=kalirealcanbe-21&#038;linkCode=ur2&#038;y=0&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;field-keywords=mike%20carey%20unwritten%20vertigo%20taschenbuch&#038;url=search-alias%3Denglish-books">die ersten sechs Bände von Unwritten</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=kalirealcanbe-21&#038;l=ur2&#038;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />. Oder einen Bordellbesuch, vermutlich, aber da kenne ich mich mit den Preisen nicht aus.</p>
<p>Für die 70 Steine bekomme ich, das weiß ich zu schätzen, ein hochwertig produziertes Entertainment-Produkt, das mich manchmal, es ist schwer vorauszusehen, 8 Stunden fesselt, manchmal auch 50 Stunden. Manchmal bin ich auch enttäuscht, übrigens nie wegen Grafik oder Bugs, sondern eigentlich immer nur wegen der polierten Seelenlosigkeit mancher Produkte. Das aber ist eine andere Geschichte. Also, egal, ob&#8217;s gut war oder mau, ich sitze nach Benutzung auf einem für mich wertlosen Produkt: Ich sammele nicht, ich wiederspiele nicht, das abgespielte Spiel fängt bei mir Staub. Ergo tue ich das, was ich mit allen anderen Dingen auch tue: Ich verschenke es, verleihe es, verkaufe es. Das mache ich mit Büchern, Kaffeemaschinen, Handys, DVDs, CDs und allem &#8212; mein Herz hängt nicht an Vintage dies und Retro das, ich versuche mein Leben ballastfrei zu halten.</p>
<p>So bin ich nun mal, liebe Spieleindustrie, das hast Du immer gewusst. </p>
<p>Und nun lese ich, dass ich schuld sein soll, dass das alles so schwierig ist mit dem Profit und dass Singleplayer-Games wegen mir sterben und dass das alles Notwehr ist und überhaupt. Das alles wirft man mir, metaphorisch, an den Kopf, quasi sobald ich den Laden um 70 Euro ärmer verlassen habe. Das macht mich nicht glücklich, ehrlich gesagt. Ich war der Meinung, es sei völlig okay, dass ich ein physikalisches Gut als mein Eigentum betrachte, aber ihr wollt es mir lieber nur vermieten. Gerne aber zum vollen Preis. Tja, dann kommen wir wohl nicht zusammen, liebe Spieleindustrie.</p>
<p>Ich sag&#8217;s hier mal ganz offen: Wenn ich mein 70-Euro-Spiel nicht wieder verkaufen kann, dann kaufe ich eben kein 70-Euro-Spiel mehr. Was mich dann vielleicht noch von dem Problem befreit, eine 500-Euro-Konsole erwerben zu müssen. Auf dem Handy, mit seinen 79- bis 799-Cent-Spielen (die mich aber auch gerne mal ein paar Wochen beschäftigen), da nehme ich es gerade noch hin, dass mir die bezahlte Ware nicht wirklich gehört, aber im Premium-Segment, liebe Industrie, im Premium-Segment erwarte ich mehr.</p>
<p>Also, hört auf, schlecht über mich und mein Geschäftsgebaren zu reden, und verkneift euch den Quatsch mit der Anti-Gebrauchtspiel-Konsole, sonst sind wir geschiedene Leute. </p>
<p>Herzlichst,</p>
<p>Euer Gunnar.</p>
<p>P.S. Und ja, es ist mir wurscht, ob meine Position in dieser Sache völlig konsistent ist.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=14173&amp;md5=1007c188a283a253881752878f1bc653" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/04/ein-brief-an-die-spieleindustrie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>31</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kaliban-Gespräche, Folge 2: Falko Löffler</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/04/kaliban-gesprache-folge-2-falko-loffler/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kaliban-gesprache-folge-2-falko-loffler</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/04/kaliban-gesprache-folge-2-falko-loffler/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 14:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen und Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=14250</guid>
		<description><![CDATA[Wie das mit den Vorsätzen so ist: Kaum drei Monate nach dem ersten Resultat meines Entschlusses, mehr Interviews zu posten, kommt "schon" Nr. 2. Also, ich sprach mit Falko Löffler, Fantasy-Autor und Computerspieletexter, über seine Arbeit.



Herr Kaliban Falko, Du schreibst für Spiele. Ist das nicht schon nahe am Texten für Frühstücksflockenpackungen?



Falko Löffler Zumindest dürfte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wie das mit den Vorsätzen so ist: Kaum drei Monate nach dem <a href="http://kaliban.de/2012/01/kaliban-gesprache-folge-1-petra-frohlich/">ersten Resultat</a> meines Entschlusses, mehr Interviews zu posten, kommt &#8220;schon&#8221; Nr. 2. Also, ich sprach mit Falko Löffler, Fantasy-Autor und Computerspieletexter, über seine Arbeit.</p>
<p class='th-box info'><a href="http://www.falkoloeffler.de" target="_blank">Falko Löffler</a> (Jahrgang &#8217;74) ist seriös examinierter Literatur- und Medienwissenschaftler, schreibt aber seit 1996 Texte für Computerspiele, seit 2003 als freier Autor. Derzeit arbeitet er unter anderem für Deck13 an &#8220;Jack Keane 2&#8243;, überarbeitet seinen nächsten Roman und fragt sich im <a href="http://www.weissesrauschen.eu" target="_blank">Politblog &#8220;Weißes Rauschen&#8221;</a>, was er von der Piratenpartei halten soll.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Falko, Du schreibst für Spiele. Ist das nicht schon nahe am Texten für Frühstücksflockenpackungen?</p>
<p><span id="more-14250"></span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-14252" title="falko_2010_sw_med" src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/04/falko_2010_sw_med.jpeg" alt="" width="190" height="267" /><strong>Falko Löffler</strong> Zumindest dürfte der Text auf der Frühstücksflockenpackung für den hungrigen Konsumenten genauso wichtig sein wie der Text in einem Computerspiel für den erlebnishungrigen Zocker. Keine Frage &#8211; viele, um nicht zu sagen: die allermeisten &#8211; Texte in einem Computerspiel müssen keinen hohen Ansprüchen genügen. Die wenigsten Spiele kommen ganz ohne Text aus, und wenn ein Spiel auch nur ansatzweise mit Figuren arbeitet, ist&#8217;s vielleicht kein Fehler, wenn die etwas Interessantes erzählen können. Und, hey, die Frühstücksflocken dürfen auch nicht ohne Nährwert-Tabelle verkauft werden.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> „…keinen hohen Ansprüchen genügen“ ist freundlich gesagt, für vieles, was einem begegnet. Dennoch ist vieles auch wieder exzellent geschrieben, nicht nur bei Bioware. Die Bandbreite erscheint mir, bei Projekten mit vergleichbar großen Budgets, größer zu sein als bei Filmen. Oder täuscht das?</p>
<p><strong>Falko</strong> Da stimme ich zu, und das liegt vermutlich daran, dass bei Filmen das Drehbuch immer am Anfang steht und x-mal überarbeitet wird – BEVOR die eigentliche Produktion beginnt. Das trifft sogar auf Effektvehikel wie &#8220;Transformers&#8221; zu, die gern von den Zuschauern für ihre bescheuerte Story gescholten werden, aber trotzdem sind darin die Figuren und die Dialoge immer noch überzeugender als in den meisten Spielen. Denn Texte für Spiele entstehen in den meisten Fällen während des zweiten Drittels der Produktionszeit und werden im letzten Drittel in diverse Sprachen lokalisiert. Doch auch in diesen beiden Phasen können sich noch grundlegende Dinge am Gameplay, am Leveldesign ändern. Texte für Spiele zu schreiben ist wie ein Auto während der Fahrt zu reparieren.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Hm. Das klingt ein bisschen so, als sei es ein Systemproblem. Als müssten bei Spielen zuweilen die Texte kaputtgehen, weil so viel geändert wird. Das erklärt nicht die hohe Bandbreite von „Miserabel“ bis „Oh, wow, das bringt in mir was zum Klingen“.</p>
<p><strong>Falko</strong> Erst einmal ist natürlich sehr subjektiv, wo und wann sich der &#8220;Wow&#8221;-Effekt einstellt. Oder was man als miserabel empfindet. Ja, auch einige meiner Kunden und ich sind nicht immer einer Meinung, was meine eigenen Texte angeht…<br />
Die Bandbreite dürfte sich dadurch erklären, dass einer dieser Fälle eintritt:<br />
a) Niemand beim Entwickler oder Publisher interessiert sich für die Texte im Spiel.<br />
b) Niemand beim Entwickler oder Publisher hat Ahnung von Textarbeit.<br />
c) Es bleibt keine Zeit, zum Ende der Produktion die Texte grundlegend zu überarbeiten (oder es möchte niemand dafür Geld ausgeben).<br />
Auch wichtig: Ein Drehbuch kann für sich stehen, spannend sein, auch ohne die Verfilmung. Bei Texten für Spielen ist das selten der Fall, weil sie ohne den Kontext des Gameplays kaum funktionieren.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> True. Ich finde&#8230;</p>
<p><strong>Falko</strong> Halt, ich habe noch eine Sache in meiner Antwort eben vergessen: d) Der Autor hat Mist geschrieben. Sollte man nicht unterschlagen.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Sehr selbstkritisch. Okay, ich finde es immer wieder erstaunlich, weil im Vergleich zu all dem, wofür bei Spielen Geld ausgegeben wird, Text so wahnsinnig billig ist. Das wäre doch eine Chance, sich auszuzeichnen ohne die Firma zu ruinieren. Aber naja. Wurscht. Reden wir von Dir, Falko. Was machst Du genau, wenn Du für Spiele schreibst, wie hat man sich das vorzustellen?</p>
<p><strong>Falko</strong> Mein Beitrag ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Manchmal bin ich frühzeitig involviert, um Welt, Hintergrundgeschichte, Dramaturgie, Charaktere zu entwickeln. Und schon bei dieser Tätigkeit hängt es wiederum davon ab, um welches Spielgenre es sich handelt. Ein Adventure verlangt da eine andere Herangehensweise als ein Actionspiel, ein RTS funktioniert wieder ganz anders usw. In dieser Phase ist auf alle Fälle eine starke Abstimmung mit dem Game Design und dem Producing nötig. Komme ich später zu einem Projekt dazu, stehen Story und Texte schon halbwegs, dann erledige ich etwas, das &#8220;Script Doctoring&#8221; beim Film genannt wird &#8211; also einfach gesagt die Überarbeitung der Texte, die fürs Spiel benötigt werden. Oft bin ich nur für das finale Lektorat oder Korrektorat zuständig. Und auch als Übersetzer aus dem Englischen bin ich regelmäßig tätig.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Beschreib mal genauer: Lieferst Du Word-Dokumente mit Weltenbeschreibungen? Excel-Tabellen mit Dialog-Zeilen? Schreibst Du in irgendwelche Content-Management-Systeme?</p>
<p><strong>Falko</strong> All das &#8211; je nach Fall. Für keine Art von Text gibt es die eine richtige Methode oder das eine richtige Format. Prinzipiell ist zu unterscheiden zwischen Sachen wie der &#8220;World Bible&#8221; oder Charakterbeschreibungen, die während der Entwicklung fürs Team gebraucht werden, und den Texten, die direkt im Spiel erscheinen. Erstere können klassische Word-Dokumente sein oder in einem Wiki eingetragen werden. Die Spieltexte selbst sind tatsächlich meistens Excel-Tabellen, aber gerade bei umfangreichen Lokalisierungen wird eher mit einem CMS gearbeitet. Manchmal entwickeln Teams auch eigene Tools. Prinzipiell richte ich mich in allen Stufen nach dem, was der Entwickler wünscht, aber gebe natürlich meine Erfahrungswerte oder persönlichen Vorlieben weiter. Beispielsweise bin ich überhaupt kein Fan der sogenannten &#8220;Character Diamonds&#8221;, in denen man bestimmte Charakterzüge einer Figur visuell anordnet. Das wirkt in meinen Augen eher plakativ, hilft mir persönlich nicht weiter, einer Figur echte Ecken und Kanten zu geben. Da lasse ich eine Figur lieber in einer Szene agieren, schaue mir die Szene an, überarbeite, schaue sie mir wieder an usw.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Character Diamonds? Huh?</p>
<p><strong>Falko</strong> Ich hätte ein paar Nachschlagelinks: <a href="http://eddyfate.com/2010/04/21/polishing-the-character-diamond/" target="_blank">1</a> <a href="http://www.gamefiction.com/2010/10/02/character-diamond-generator/" target="_blank">2</a>.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> <em>(liest)</em> Hm. Da wird der David Freeman erwähnt – ich glaube, der hatte das auch in seinem Buch &#8220;Emotioneering&#8221; behandelt. Doofes Buch. Ich habe den auch mal getroffen, Leipzig oder so, und ihm gesagt, dass das Buch in Grundzügen okay sei, wenn man 50 Prozent Geschwafel wegstreichen würde. Von da an ging das Gespräch bergab. Aber wurscht, das gehört nicht hierher. Weiter im Text: Hast Du ein Beispiel für etwas aus Deiner Arbeit, eine eklatant schöne Dialogzeile, eine Beschreibung, die Dich stolz macht, einen besonders schönen Namen für ein Raumschiff?</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-14266" title="bush" src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/04/bush-223x300.png" alt="" width="223" height="300" /><strong>Falko</strong> Ich glaube, ich hatte selten mehr Spaß beim Schreiben für ein Spiel als bei einem Dialog im zweiten Teil der &#8220;Ankh&#8221;-<a href="http://www.ankh-game.de/" target="_blank">Reihe</a>, &#8220;Herz des Osiris&#8221;. Da steuert der Spieler den ägyptischen Pharao durch die Wüste und stößt auf einen einsamen, verdorrten Busch. Und dieser Busch spricht mit dem Pharao. Er entpuppt sich als größenwahnsinnig und hält sich für einen Gott. Der Spieler kann ihn mit sarkastischen Antworten zum Kokeln bringen – und wenn er ihn richtig wütend macht, brennt der Busch. Was praktisch ist, weil man gerade – in schöner Adventure-Tradition – ein Spiegelei zu braten hat. Darüber ist der Busch nicht sonderlich erbaut. Dieser ganze Dialog, den Jan Klose von Deck13 und ich zusammen geschrieben haben, hat schon während der Arbeit zu Kicherattacken geführt.<br />
Ein Highlight war definitiv auch, mit <a href="http://www.daedalic.de" target="_blank">Daedalic</a> an der Umsetzung meines Fantasy-Romans &#8220;Drachenwächter&#8221; zu einem Wimmelbildspiel zu arbeiten. So richtig transmedial, wie die jungen Leute sagen.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Ich erinnere mich daran. Also an den Busch, nicht an das Wimmelspiel. Da war doch auch was mit Moses und der Steintafel. Lustig, jedenfalls. Aber nun zu was anderem – Falko, Du alter Medienprofi hast in seiner Antwort gleich die Überleitung zur nächsten Frage versteckt. Also, Du schreibst ja nicht nur für Spiele, sondern auch Romane. Was sagst Du, wenn Dich ein anderer Vater auf dem Spielplatz nach Deinem Beruf fragt? Spiele-Autor? Übersetzer? Fantasy-Autor? Oder einfach Schriftsteller?</p>
<p><strong>Falko</strong> Meistens sage ich einfach &#8220;freier Autor&#8221;, aber dann denken die meisten Leute, ich würde Texte für Frühstücksflockenpackungen schreiben. Ehrlicherweise erkläre ich dann, dass ich hauptsächlich von Texten für Computerspiele lebe, was meistens zu begeisterten Reaktionen wie &#8220;Äh, die haben auch Texte?&#8221; führt. Dann führe ich aus, dass es erstens viele erzählende Spiele gibt und dass zweitens natürlich JEDES Spiel irgendwo Text hat, der bestmöglich sein sollte. Die anderen Väter beeindruckt das wenig, die Sprösslinge eher. Also kontere ich mit den Romanen, die ich veröffentlicht habe. Dann vermuten die Väter, ich sei reich, was ich schnell verneine, woraufhin sie mir den Rat geben: &#8220;Schreib doch so was wie Harry Potter&#8221;. Dann hole ich mein Handy raus und lästere via Twitter über andere Väter.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Ich habe jahrelang immer einfach &#8220;Journalist&#8221; gesagt, weil das hübsch klingt. Die Nachfragen haben dann aber jedes Mal rausgebracht, dass ich nicht für den SPIEGEL über Innenpolitik, sondern für GameStar über Computerspiele geschrieben habe. Die Reaktionen darauf waren dann immer ernüchternd. Naja, Schwamm drüber. Zurück zu Dir: Wie bist Du über die erste große Hürde gesprungen, einen kompletten Roman zu schreiben? Gerade, wenn man auch Gebrauchstexte schreibt, wo man immer mit knappen Deadlines und kurzen vordefinierten Formen zu tun hat, ist der Weg zur langen, freien Form des Romans schwierig, denke ich.</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/04/loeffler_-_drachenwaechter_-_die_jagd_-_cover_large.jpg"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/04/loeffler_-_drachenwaechter_-_die_jagd_-_cover_large-200x300.jpg" alt="" title="loeffler_-_drachenwaechter_-_die_jagd_-_cover_large" width="200" height="300" class="alignright size-medium wp-image-14278" /></a><strong>Falko</strong> Meinen ersten Roman habe ich 2007 veröffentlicht gesehen, also mit 33. Heißt: 20 Jahre nach den ersten Schreibversuchen. Diese waren allerdings keine Prosa, sondern – tusch! – Adventures. Ich habe seinerzeit versucht, auf dem C64 eigene Textadventures zu programmieren. Und schrieb dann die komischen Geschichten dafür auch in Erzählform auf. Was mir Spaß machte. Eine spezielle SF-Idee fand ich so gut, dass ich prompt meinen ersten Roman geschrieben habe &#8211; handschriftlich, ca. 25 DIN-A4-Seiten. Danach habe ich den &#8220;Roman&#8221; jahrelang auf dem Amiga 500 überarbeitet und bin damit nie richtig fertig geworden. Erst dann, so mit 17, habe ich begonnen, Kurzgeschichten zu schreiben. Eine nach der anderen, wie ein Bekloppter. Stark inspiriert von Stephen King (ja, heute noch einer meiner Helden). Der Wunsch, einen RICHTIGEN Roman zu schreiben, war aber weiter vorhanden, und über längere Kurzgeschichten habe ich mich herangetastet. Diese Kurzromane sind alle nicht erschienen und das bleibt auch so. Dann schrieb ich eine Fantasy-Kurzgeschichte (&#8220;Den Drachen nach!&#8221;), die danach schrie, ausgebaut zu werden. Das tat ich (so um 2000 rum), war mit Fassung 1 unzufrieden, fing von vorne an. Dann war ich zufrieden, ging mit dem Manuskript bei Verlagen hausieren und landete nach einer Ewigkeit beim kleinen, gerade gegründeten <a href="http://www.spreeside.de" target="_blank">Spreeside Verlag</a>. Also: für mich war das keine Hürde, sondern ein natürlicher Prozess über mehrere Jahrzehnte, den ich nach eigenem Gusto gestalten konnte.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Schön. Meine Kurzgeschichten reichen von Fan-Fiktion über Glossen bis zu blankem Unsinn. Nichts davon hat mich getrieben, was Längeres durchzuhalten. Das beste, was ich vorzuweisen habe, sind fünf bis zehn Romananfänge. Das reicht nicht mal für ein Buch über Romananfänge. Seufz. Daher von mir: Gratulation. Also, aus „Den Drachen nach“ wurde Drachenwächter. Und weiter?</p>
<p><strong>Falko</strong> Dann erschien der Roman auch gleich als Hörbuch (übrigens gesprochen von dem großartigen David Nathan, den ich bei der Lokalisierung von &#8220;Kingdom Hearts 2&#8243; kennengelernt hatte und der neben vielen anderen Rollen auch Jack Keane ist). Im Jahr drauf kam der Fantasy-Roman &#8220;Cadamar&#8221; (und auch als Hörbuch, diesmal mit Thomas Nero-Wolff als Erzähler), dann der zweite &#8220;Drachenwächter&#8221;-Band plus Hörbuch, dann der Jugendkrimi &#8220;Im Funkloch&#8221; bei dtv. Eigentlich hätte längst mein nächstes Buch erscheinen sollen &#8211; ein Politthriller vor dem Hintergrund des Afghanistan-Konflikts &#8211; aber ich musste das Manuskript immer wieder wegen anderer Jobs zurückstellen. Aktuell baue ich die Geschichte so um, dass sie auch noch funktioniert, wenn tatsächlich der ISAF-Einsatz bald beendet ist. Wenn das Manuskript fertig ist, kann ich guten Gewissens mit dem letzten Band von &#8220;Drachenwächter&#8221; beginnen. Zudem bin ich seit einigen Jahren bei der <a href="http://www.schrift-art.net" target="_blank">Literaturagentur &#8220;Schmidt &amp; Abrahams&#8221;</a> unter Vertrag, und mit meiner Agentin entwickle ich immer wieder neue Romankonzepte, die dann den Verlagen angeboten werden. Ja, das sind ziemlich viele Baustellen im Kopf&#8230;</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Oh, Danke für die Werkschau. Könntest Du vom Schreiben leben, wenn die Arbeit für die Spiele nicht wäre?</p>
<p><strong>Falko</strong> Wenn ich 100 Prozent meiner Zeit in Bücher investieren würde, dann wäre mein Ausstoß natürlich höher. Aber echtes Geld verdienen nur diejenigen, die in die Top 20 der Bestsellerliste kommen. Die sogenannte Midlist (zu der ich mich höchstens mit Wohlwollen zählen kann), also Autoren, die irgendwo zwischen Platz 40 und 100 landen oder gar nicht auf die Liste draufkommen, erhält einen relativ kleinen Vorschuss und hofft auf den Durchbruch, denn nach einem richtig erfolgreichen Buch gibt&#8217;s auch Tantiemen. Das war übrigens früher nicht anders – Philip K. Dick hat ein Buch nach dem anderen rausgehauen, weil er das Geld brauchte. Fakt ist: Von Romanen alleine könnte ich im Moment nicht leben, aber ein bezahltes Hobby als kleines zusätzliches Standbein ist auch was.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Falko, erzähl noch ein bisschen übers Schreiben. Wie gehst Du vor? Konkrete Plotplanung? Charakterzeichnungen? Lose Kette von Kapiteln entwerfen und einfach drauflos?</p>
<p><strong>Falko</strong> Großes Thema, das Bücher füllen würde. Ich bin selbst neugierig, wie Kollegen an so was rangehen, und allgemein scheint man zwischen den Plottern und den Bauchschreibern unterscheiden zu können. Die einen planen jede Szene detailliert, andere schreiben einfach drauflos. Ich kenne einen Autoren, der das Buch plant, dann jedes Kapitel komplett fertig ausarbeitet, danach das nächste schreibt, bis er am Ende ist &#8211; und gar nicht zurückgeht und überarbeitet, weil er den Roman exakt so geschrieben hat, wie es geplant war. Andere – Wolfgang Hohlbein ist so einer – lassen sich treiben, planen gar nichts. Ich liege irgendwo dazwischen. Ein Roman wird grob durchgeplant, in Szenen angelegt. Aber diese sind so allgemein gehalten, dass sie bei der Ausarbeitung eine andere Form annehmen dürfen. Im Gegensatz zu dem erwähnten Kollegen überarbeite ich gern und viel &#8211; ich habe keine Skrupel, eine Szene einfach runterzuschreiben und dann zu schauen, ob ich sie wirklich brauche. Aus der ersten Fassung meines Jugendkrimis habe ich eine komplette Nebenhandlung rausgeworfen – etwa 1/3 des gesamten Umfangs – und stattdessen die Haupthandlung forciert. Für mich ein völlig normaler Prozess, für manche Kollegen vielleicht eine Horrorvorstellung.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Und wie ist die Situation? Schließt Du Dich ein, brauchst Du absolute Ruhe? Mir fällt immer auf, dass sich Schriftsteller in den Danksagungen immer bei ihren Familien entschuldigen.</p>
<p><strong>Falko</strong> In dieser Hinsicht bin ich sehr launisch. Manchmal brauche ich tatsächlich diese absolute Ruhe und habe stundenlang nur einen Text vor der Nase, an anderen Tagen dröhnt mich Rockmusik an und ich springe zwischen Texten, Blogs und Facebook hin und her. Manchmal ist dabei ein Tag mit vielen Baustellen und vielen Ablenkungen ergiebiger als ein Tag der Ruhe. Der perfekte Arbeitsplatz, habe ich festgestellt, ist der ICE. Notebook, Kopfhörer, draußen wird die Landschaft vorbeigefahren, kein Internet – perfekt. Sollte mir eigentlich eine BahnCard 100 leisten und jeden Tag rumfahren. Was seltsam wäre, da mein Naturell eher Stubenhocker ist.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Das kenne ich: Die schiere Langeweile an Bord eines Zuges treibt mich, wenn das Buch ausgelesen ist, zuweilen in die Kreativität.</p>
<p><strong>F</strong><strong>alko</strong> Ein ausgelesenes Buch ist im Zeitalter der eBooks zum Glück kein Problem mehr. Kenne ich nur zu gut: Ich habe oft genug vor 4stündigen ICE-Reisen gestanden und hatte im aktuellen Buch nur noch 100 Seiten zu lesen. Nehme ich das mit? Oder lieber ein ungelesenes? Dann muss es aber auch dick genug sein, dass es für die Rückfahrt reicht. Stehe ich später am Bahnhofskiosk, denke ich: &#8220;Ach, die GameStar kaufe ich jetzt nicht, hab ja ein dickes Buch dabei.&#8221; So. Und dann sitze ich 15 Minuten im ICE, lese die ersten 30 Seiten und denke: &#8220;Gott, was für ein Mist&#8221;. Bei meiner nächsten Fahrt nach Berlin werde ich 40 ungelesene Bücher dabei haben – auf dem Reader. Ein Lob der Moderne. Zugegeben: Ob ich dann noch sonderlich produktiv auf der Fahrt bin, wird sich zeigen…</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Noch eine letzte Sache zum Abschluss dieses Gesprächs: Was wäre Dein Traumprojekt, was würdest Du machen, wenn Du Zeit und Geld genug hättest?</p>
<p><strong>Falko</strong> Mein bescheidener Charakterzug würde sich wünschen, mit den eigenen Projekten so erfolgreich zu sein, dass ich mich darauf konzentrieren kann. Aber mein größenwahnsinniger Teil hätte gern eine Firma, die Bücher, Filme und Spiele herstellt, die alle zusammenhängen und miteinander verwobene Geschichten erzählen.</p>
<p><strong>Herr Kaliban</strong> Falko, vielen Dank für das Gespräch. Und alles Gute für Deine Projekte, ich freue mich auf den Afghanistan-Thriller.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=14250&amp;md5=56d84b291b3471cf8d91fe049260b3ff" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/04/kaliban-gesprache-folge-2-falko-loffler/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sponsored Video: Darksiders 2</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/03/darksiders-2-sponsored-post/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=darksiders-2-sponsored-post</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/03/darksiders-2-sponsored-post/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 11:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Game]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=14114</guid>
		<description><![CDATA[

Mal ausnahmsweise ein Spiele-Trailer. Weil's so schön ist. Der Titel kommt Ende Juni.

Die Ex-Kollegen von der GamePro haben neulich auch ein sehr enthusiastisches Preview gepostet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><script type="text/javascript" src="http://video.unrulymedia.com/wildfire_68848082.js"></script></p>
<p>Mal ausnahmsweise ein Spiele-Trailer. Weil&#8217;s so schön ist. Der <a href="http://www.darksiders.com/" target="_blank" rel="nofollow">Titel</a> kommt Ende Juni.</p>
<p>Die Ex-Kollegen von der GamePro haben neulich auch ein <a href="http://www.gamepro.de/xbox/spiele/xbox-360/darksiders-2/artikel/darksiders_2,46244,2565221.html" target="_blank">sehr enthusiastisches Preview</a> gepostet.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=14114&amp;md5=75e9bb806c42f24ab4ee2cb38effe911" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/03/darksiders-2-sponsored-post/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Agliophobia</title>
		<link>http://kaliban.de/2012/03/agliophobia/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=agliophobia</link>
		<comments>http://kaliban.de/2012/03/agliophobia/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 14:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=13949</guid>
		<description><![CDATA[

Wenn man unversehens einen handschriftlich adressierten Brief bekommt, einen aufwändig beklebten zudem, dann gibt's nur zwei Möglichkeiten:

1. Eine heimliche Verehrerin hat sich ein Herz gefasst und schickt mir einen Liebesbeweis aus Papier und Klebstoff.

2. Ich stehe noch irgendwelchen Journalisten- oder Gamesblogger-Listen und bin gerade von einer hippen Berliner Agentur für virales Marketing angeschrieben worden.

Hm. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-13950" title="Foto (2)" src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-2-1024x768.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p>Wenn man unversehens einen handschriftlich adressierten Brief bekommt, einen aufwändig beklebten zudem, dann gibt&#8217;s nur zwei Möglichkeiten:</p>
<p>1. Eine heimliche Verehrerin hat sich ein Herz gefasst und schickt mir einen Liebesbeweis aus Papier und Klebstoff.</p>
<p>2. Ich stehe noch irgendwelchen Journalisten- oder Gamesblogger-Listen und bin gerade von einer hippen Berliner Agentur für virales Marketing angeschrieben worden.</p>
<p>Hm. Naja, wir wissen ja alle, welches die wahrscheinlichere Lösung ist.</p>
<p>Im Brief liegt ein Zettelchen:</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-3.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-13951" title="Foto (3)" src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-3-1024x768.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p>Irgendjemand fragt mich, ob ich nicht doch noch zuweilen Angst vor Monstern unter dem Bettt habe und unterschreibt mit &#8220;Der Herr Deiner Angst&#8221;.</p>
<p>Offenbar keine Verehrerin, naja.</p>
<p>Außerdem im Brief liegt ein mit grauem Mull überwickeltes Brettchen, auf dem eine Karte steckt:</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-13952" title="Foto (1)" src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2012/03/Foto-1-1024x768.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p>Ganz hübsch- Hm, Agliophobie, das ist die Angst vor Schmerz. Bin nicht viel schlauer jetzt, aber es ist ja die übliche Masche, sowas mit einer kryptischen Sendung anzufangen und die Sache in einer zweiten Welle dann aufzulösen. Ich halte euch auf dem Laufenden, vielleicht ist es ja auch eine Drohung eines realen Geheimbunds oder das Werk eines Stalkers.</p>
<p><strong>Update:</strong> Manu hat eine <a href="http://manuspielt.wordpress.com/2012/03/03/viralophobie-die-angst-teil-einer-cleveren-pr-aktionen-zu-werden/" target="_blank">andere Karte bekommen</a>, zur Coulrophobie (Angst vor Clowns).</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13949&amp;md5=ed6d0f3909e253456ddde94e6ae3bff8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2012/03/agliophobia/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>18</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fear and Loathing in Skyrim</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/12/fear-and-loathing-in-skyrim/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fear-and-loathing-in-skyrim</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/12/fear-and-loathing-in-skyrim/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 16:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Best of Kaliban]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=13399</guid>
		<description><![CDATA[Der folgende Text wurde als Gastbeitrag für den Adventskalender von Polyneux geschrieben und sollte, so war der Plan, hier einfach nochmal veröffentlicht werden. Dann gefiel er mir nicht mehr, irgendwie, und ich fing an, an Sätzen und Abschnitten herumzubasteln. Jetzt erscheint er hier in einer deutlich veränderten Fassung. Texte sind eben eine Baustelle, ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Der folgende Text wurde als Gastbeitrag für den Adventskalender <a href="http://www.polyneux.de/" target="_blank">von Polyneux</a> geschrieben und sollte, so war der Plan, hier einfach nochmal veröffentlicht werden. Dann gefiel er mir nicht mehr, irgendwie, und ich fing an, an Sätzen und Abschnitten herumzubasteln. Jetzt erscheint er hier in einer deutlich veränderten Fassung. Texte sind eben eine Baustelle, ich drücke jetzt auf »Publish«, ehe ich nochmal von vorne anfange.</em>.</p>
<p>Ich habe dieses Problem mit virtuellen Welten.</p>
<p>Für mich funktionieren sie nicht, meistens.</p>
<p><span id="more-13399"></span></p>
<p>Andere, beneidenswerte Menschen von großer innerer Stärke, schauen lässig darüber hinweg, wenn in Detroit Sprayer stundenlang an der Wand stehen und nicht merken, dass <a href="http://www.youtube.com/watch?v=g2LRdyLWIYk">aus ihren Spraydosen gar keine Farbe kommt</a>. Andere stören sich nicht daran, dass in Gotham ein kleiner Anstaltsleiter mit einem miesen Track Record mal eben Bürgermeister wird und dann auch noch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Batman:_Arkham_City#Handlung">Teile der Innenstadt als Gefängnis ausweist</a>, obwohl man anderswo ohne Bürgerinitiative nicht mal einen Bahnhof ausbauen kann. Anderen macht es nichts aus, dass die Stadtwachen in allen Städten, von Weißlauf bis Einsamkeit, alle <a href="http://knowyourmeme.com/memes/i-took-an-arrow-in-the-knee">Probleme mit den Knien</a> haben – und die Geschichte ohne gebührende Ehrfurcht dem vorbeischauenden Weltretter erzählen, anstatt erstmal einen roten Teppich auszurollen und ihm ein Heißgetränk und die Jungfrauen des Ortes anzubieten.</p>
<p>Ach, die Logik.</p>
<p>Und doch spiele ich Skyrim. Und doch macht mir das Spiel Spaß, auch in der 20plus-ten Spielstunde.</p>
<p>Dabei ist da eigentlich alles falsch: Die Dialoge sind mau, größtenteils; man gibt mir nicht das Gefühl, jemand Besonderes zu sein; der Kampf ist merkwürdig körperlos; die Animationen machen aus Charakteren zombifizierte Schaufensterpuppen. Außerdem passiert ständig <a href="http://kaliban.de/2011/11/skyrim-momente/">irgendwas Absurdes</a>: Einen Kampf gegen einen Drachen im Hof der Magierakademie etwa habe ich komplett verpasst, weil das Biest genau während eines Dialogs angegriffen hat – als ich mit dem Gespräch fertig war, hatten die Kollegen das offenbar kränkliche Tier schon erlegt. Über all die Kerzen und Feuerschalen, die in gottverlassenen Verliesen voller Untoter brennen, rege ich mich schon gar nicht mehr auf, da gibt&#8217;s offenbar einen Hausmeisterdienst oder sowas. Am Schlimmsten ist aber, dass alle naselang jemand gelaufen kommt und einen Brief überbracht, ein Beziehungsproblem gelöst oder seinen Hof gekehrt  haben will und immer fehlt die wichtigste Dialogoption: »Fick Dich, Du Depp, sehe ich aus wie ein Laufbursche?«</p>
<p>Das Spiel ist halt eines von denen, die lautstark fordern, dass man sich auf sie einlässt. Hey, sagt es, hey Gunnar, ich habe eine ausgefeilte Welt, mit NPCs und Quests und Story Arcs und Vast Narratives und weiteren Fachbegriffen ohne deutsche Entsprechung, vertief dich in mich, sei mein Held. Und dann, wenn es dich hat, tritt&#8217;s dir vor&#8217;s Schienbein. Pech, sagt es, und tritt nochmal, ist eben Pech, wenn in jedem Dungeon die Begleiter verloren gehen, weil die Wegfindung scheiße ist. Da muss man eben Kompromisse machen. Pech, dass meine Entwickler keine Zeit mehr hatten, sich eine überzeugende Haupthandlung oder auch nur ein überzeugendes Inventarsystem auszudenken, Pech. Und dann tritt es einem nochmal auf den Fuß.</p>
<p>Naja.</p>
<p>Ich gebe mir Mühe. Ich mache halt die meisten Mini-Quests (die unter »Verschiedenes«) erst gar nicht, ich sage mir zwischendurch, wenn die Leute mir dumm kommen, immer wieder mein Mantra <i>Ich bin der Thane von Weißlauf und der Erzmagier der Akademie und Jesus wurde auch vom normalen Volk verkannt</i> auf. Ich rede nicht mit Wachen, ich passe auf meine Begleiter auf. Ich freue mich an Kleinigkeiten, an der Landschaft, am Laufen durch die Welt, an der Länge meines Schwertes. Ich spinne mir im Kopf eine eigene kleine Heldengeschichte zusammen, in der ich den Nonsense ausblende.</p>
<p>Denn eines muss man sagen, genügend Bausteine für diese Geschichte gibt mir Skyrim auf jeden Fall: Ich habe eine handfeste Schildmaid geheiratet und bin jetzt in den Dungeons als Ehepaar unterwegs; ich bin auf den höchsten Berg gestiegen und habe das Land, mein Land, unter mir ausgebreitet gesehen – nicht ohne einen wohligen Anflug von Heimatliebe zu empfinden. Ich bin mit klopfendem Herzen durch Zwergenruinen geschlichen, immer auf der Hut vor den Gefahren einer unbekannten Kultur. Ich habe Sonnenuntergänge in freier Natur erlebt, bin durch atmende Wälder gewandert, habe für mein Land gekämpft, habe Wunder geschaut.</p>
<p>Für all das bin ich dankbar. All das macht Skyrim dann doch zu meinem Spiel des Jahres, zu einem Blumenstrauß wunderbarer Momente, auch wenn ich hin und wieder mal ein paar Stängel Unkraut dazwischen herausklauben muss. Und Disteln. Und Brennnesseln.</p>
<p>Und übrigens, wenn der doofe Hund (<a href="http://www.xbox360cheats.com/The_Elder_Scrolls_V_Skyrim/Invincible_Dog_Companion/" target="_blank">dieser Cheater</a>) mich noch einmal in einem Verliesgang einsperrt, weil er, anders als andere Gefolgsleute, mir immer direkt auf der Pelle hockt und nicht auf’s Schubsen reagiert, werfe ich die DVD aus dem Fenster, verdammt!</p>
<p><a href="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/12/skyrimmap1.png"><img src="http://kaliban.de/wp-content/uploads/2011/12/skyrimmap1.png" alt="" title="skyrimmap1" width="600" height="438" class="aligncenter size-full wp-image-13412" /></a></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13399&amp;md5=1bfff106dca72d81873dc80b506cbd38" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/12/fear-and-loathing-in-skyrim/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leben in Himmelsrand</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/12/leben-in-himmelsrand/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=leben-in-himmelsrand</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/12/leben-in-himmelsrand/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 22:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altherrenweisheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[EA]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[GameStar]]></category>
		<category><![CDATA[Immersion]]></category>
		<category><![CDATA[MMO]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Warhammer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=13230</guid>
		<description><![CDATA[Mythic Entertainment, das ist eine MMO-Firma aus Fairfax (Virginia, USA), die später zu EA Mythic, dann wieder zu Mythic Entertainment und schließlich zu Bioware Mythic wurde. Aber das ist eine lange Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Besagte Firma also besuchte ich mal, Anno 2006, es ging um einen Artikel über Warhammer Online, den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mythic Entertainment, das ist eine MMO-Firma aus Fairfax (Virginia, USA), die später zu EA Mythic, dann wieder zu Mythic Entertainment und schließlich zu Bioware Mythic wurde. Aber das ist eine lange Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.</p>
<p>Besagte Firma also besuchte ich mal, Anno 2006, es ging um einen Artikel über Warhammer Online, den ich zu schreiben hatte. Ich verbrachte einen schrecklichen Tag in Fairfax, weil ich schwer erkältet ankam (aber das ist noch eine andere Geschichte). Am Rande des Besuchs traf ich das freundliche Team von Dark Age of Camelot, Mythics bekanntestem Titel (das Online-Rollenspiel von 2001, ihr erinnert euch), und führte ein nettes Gespräch mit einem der Entwickler. Der Herr sagte eine Sache, die mir eigenlich instinktiv klar war, die ich aber bis dahin so nicht hätte benennen können — bei Rollenspielen, besonders aber MMOs, findet ein wesentlicher Teil des Spielens abseits vom PC statt. Oder anders: Rollenspiele sind, trotz Charakteridentifikation und Story und ausgefeilter Welt, Spiele, in die man nicht einsinkt, wie in ein Action-Adventure oder einen Ego-Shooter.</p>
<p>Rollenspiele lebt man.</p>
<p>Ein Vergleich, um es zu verdeutlichen: Wenn ich, sagen wir, Crysis 2 spiele, so ist das eine intensive Erfahrung, wie bei einem Kinofilm — ich bin in jeder Sekunde angespannt und voll dabei, ducke mich instinktiv unter den Kugeln weg und darf nicht gestört werden, sonst geht mein Erlebnis kaputt. Wenn ich aber aufhöre, ist es erstmal vorbei. Wenn ich, was Gott verhüten möge, World of Warcraft spiele, so ist das eigentliche Spielen weniger wichtig, ich kann beim Spielen auf dem zweiten Monitor Mails checken, eine Pizza essen und mich mit der Katze unterhalten. Aber in meinem normalen Tag ist das Spiel ständig präsent: Ich denke über meine nächsten Wege nach, über Skillungen, über Orte, die ich besucht habe. Und ich rede mit Freunden über meine Taktiken, meine Erlebnisse, meinen Charakter. Es gibt ja so vieles, mit dem man sich beschäftigen kann.</p>
<p>Klingt jetzt einigermaßen trivial, aber der Gedankenansatz erklärt zum Teil die dauerhafte Faszination von (Online-)Rollenspielen. Mir fiel das alles gerade wieder ein, weil mich Skyrim jetzt schon einige Zeit so begleitet, wie andere Leute das von WoW kennen. Naja, nicht ganz so, aber es geht in die Richtung. Ich bin sogar so weit gegangen (was ich seit Fallout 3 nicht mehr getan habe), die Hauptquest abzubrechen und systematisch Nebenquests zu suchen. Weil ich nicht will, dass das Spiel endet.</p>
<p>Ach, es ist schon schön in Himmelsrand.</p>
<p>Am Rande: Der Typ von Mythic nannte Rollenspiele &#8220;beardy games&#8221; (und machte dabei die Geste des sich nachdenklich am Bart Kratzens). Nett. Ich glaube, wir bezeichneten früher, zu Warhammer Tabletop-Zeiten, die überehrgeizigen Regelfetischsten als &#8220;beardy&#8221;. Keine ganz falsche Analogie.</p>
<p><span style="color: #888888;">[Dies ist eine minimal aktualisierte Neufassung <a href="http://kaliban.de/2008/12/mein-leben-unter-mutanten/"><span style="color: #888888;">eines alten Blogposts</span></a>.]</span></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13230&amp;md5=3c39047e8257afe7e83bed966ccc7109" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/12/leben-in-himmelsrand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Skyrim-Momente</title>
		<link>http://kaliban.de/2011/11/skyrim-momente/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=skyrim-momente</link>
		<comments>http://kaliban.de/2011/11/skyrim-momente/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 13:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kaliban.de/?p=13094</guid>
		<description><![CDATA[

Ach, man könnte die ganze Zeit, in der man nicht Skyrim spielt, auf Youtube Skyrim-Videos angucken. Selbst die Glitches sind eine reine Freude.

Und hey, wenn wir schon mal dabei sind, hier sind noch drei hübsche: Der Riese und Lydia / Amazing Horse!!1 / Der lange, lange Fall vom Berg

Wie tolerant man doch mit Bugs ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><iframe width="590" height="330" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/MTMwjYgJsFQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ach, man könnte die ganze Zeit, in der man nicht Skyrim spielt, auf Youtube Skyrim-Videos angucken. Selbst die Glitches sind eine reine Freude.</p>
<p>Und hey, wenn wir schon mal dabei sind, hier sind noch drei hübsche: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=o-hKxOhOQ3U">Der Riese und Lydia</a> / <a href="http://www.youtube.com/watch?v=awm6lNOpGq8" target="_blank">Amazing Horse!!1</a> / <a href="http://www.youtube.com/watch?v=F5-kO_iIzhU" target="_blank">Der lange, lange Fall vom Berg</a></p>
<p>Wie tolerant man doch mit Bugs ist, wenn das Spiel drumherum brillant ist. Bei Gothic seinerzeit wehte der Wind rauer, wenn man sich entsinnt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kRKVaGZ6OzM" target="_blank">Chris gleitet durch Gothic 3.</a></p>
<p>Ein Wort noch zum Spiel: Bin in Skyrim erst Level 11 oder so, möchte aber jetzt schon anmerken, dass es vermutlich mein Spiel des Jahres ist. Andererseits habe ich das bei Oblivion seinerzeit bis zur Spielstunde 18 auch gedacht, und dann hab&#8217; ich&#8217;s in die Ecke gefeuert und nie wieder angeschaut. Diesmal erscheint mir aber die Welt interessanter zu sein, und die Freiheit erschlägt mich nicht so. Aber mal gucken. </p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://kaliban.de/?flattrss_redirect&amp;id=13094&amp;md5=6f26536e286f5f360e42e50e5c0f7105" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://kaliban.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kaliban.de/2011/11/skyrim-momente/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>17</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

