Bankenkrise

Einer muss es ja sagen

by Gunnar on 13. Januar 2009 · 4 comments

Dem Herrn Kaliban sein Beitrag zur Wirtschaftskrise und so:

2009 ist jetzt schon scheiße

Der Flow und das Fall und das Ende

by Gunnar on 23. Dezember 2008 · 2 comments

Wenn ich das richtig beobachte, ist die vorherrschende Emotion bei all diesen glorios vor die Wand gefahrenen Bankern und Fondsjongleuren einfach nur blinde Verwunderung. Die sind nicht getroffen, die sind nicht schuldbewusst, die ärgern sich nicht über sich selber, die können einfach nur immer noch nicht begreifen, dass Dinge ein Ende haben, dass Werte auf Null fallen können, dass man die Welle nicht ewig reiten kann.

Die haben einfach gedacht, es gäbe keine Abrechnung, es wäre alles immer nur 5.2 Prozent Plus hier und 4.3 Prozent Minus hier und Swappen und Wetten und Tauschen und alles ständig in Bewegung, Bewegung, Flow.

Dabei hat doch der verehrungswürdige Philosoph Richard B. Riddick schon vor Jahren dieses Phänomen auf den Punkt gebracht: “It’s not the fall that gets you. It’s the sudden stop at the bottom.”

Donnerstagslinks

by Gunnar on 16. Oktober 2008 · 7 comments

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### Wer sich für die Hintergründe der aktuellen Finanzkrise interessiert und gut Englisch kann, sollte sich mal The Money Meltdown angucken. ###

### John Cleese, der Meister, nennt Sarah Palin einen Papagei. Und womit? Mit Recht. ###

### Plakat an der Rennstrecke: Barack Obama kauft In-Game-Werbung in Burnout Paradise (Xbox 360). ###

Hängt sie höher

by Gunnar on 18. September 2008 · 10 comments

Damals, in den Achtzigern, habe ich es durchaus nicht für völlig ausgeschlossen gehalten, dass wir alle eines schönen Morgens von den Sirenen geweckt werden und die Welt in einem Atomkrieg verbrennt.

Ist bislang nicht passiert, okay, und irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass Fallout doch nicht mehr Realität wird. Ich halte es aber ganz und gar nicht für ausgeschlossen, dass, sollten die Finanzmärkte am Ende noch vollständig zusammenbrechen (die Ersparnisse von Kleinbürgern vernichten), doch noch die Revolution kommt. Nicht so geordnet wie man sich das einst vorstellte, mit Räten und Diskussionen und gezielter Gewalt, sondern ungerichtet und verzweifelt. Denn, wie mein Freund Niklas einst hellsichtig konstatierte, rettet nur die halbwegs gleichmäßige Verteilung des Wohlstandes und die Quasi-Illusion der Möglichkeit des sozialen Aufstiegs die Herren in den Armanianzügen davor, am nächsten Laternenmast aufgeknüpft zu werden. Das wird von den Masters of the Universe* an der Wallstreet gerne vergessen. Und nicht nur von denen — auch der ostentative Reichtum der Rohstoffrussen oder der chinesischen Oberschicht wird nach meiner bescheidenen Einschätzung nur toleriert, solange es allen besser geht als früher.

Ich sage, wir sollten vorsorglich ein paar Banker auf die Guillotine schicken. Nur so, als Zeichen an die Bevölkerung, dass Raffgier nicht ungestraft bleibt. Sollte doch ein konsensfähiger Vorschlag sein.