Bayern

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26. September 2011 · 1 comment

Zur Feier des aktuell stattfindenden Oktoberfests möchte ich dieses alte Meisterwerk meines Ex-Kollegen Michael Obermeier mal wieder hervorkramen. Stammt aus dem Jahr 2007 oder so.

Herr Kaliban zitiert aus der Verfassung des Freistaates Bayern.

Vielleicht von Interesse für Menschen, die versuchen, des Wesen und Wirken der Bayern zu verstehen — hier ist der Artikel 131 der bayrischen Verfassung, der sich mit den Zielen der Schulbildung beschäftigt:

(1) Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden.

(2) Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewußtsein für Natur und Umwelt.

(3) Die Schüler sind im Geiste der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen.

(4) Die Mädchen und Buben sind außerdem in der Säuglingspflege, Kindererziehung und Hauswirtschaft besonders zu unterweisen.

So. Wow. Die “Ehrfurcht vor Gott” ist ein “Bildungsziel”. Jetzt seht ihr da im Norden mal, womit wir’s hier zun tun haben. Wenn Irland nicht wäre, könnte sich Bayern um den Ehrentitel “Iran Europas” bewerben.

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New Abgeordneter from Hell

12. September 2009 · 11 comments

Ich bin, zugegeben, ein aufmerksamer Betrachter von Wahlplakaten. Meine Faszination dafür ähnelt ein bisschen der von Leuten, die gerne Unfälle angucken — es ist eine Mischung aus Ekel und Grusel, hauptsächlich.

Beispiele für scheußliche oder doofe oder fehldesignte Plakate findet man gleichermaßen bei allen Parteien, aber meine besondere Aufmerksamkeit gilt den Kandidaten der CSU, die bringen da noch sowas Rübennasiges mit rein. Das beste Beispiel ist natürlich mein besonderer Freund Bernd Posselt, über den ich schon so viel geschrieben habe, aber auch Herbert Frankenhauser, MdB, legt sich schwer ins Zeug, wie dieses Plakat beweist:

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Wow. Da hat sich offenbar der Herr Frankenhauser geärgert, dass er auf keinem Foto gemeinsam mit Shootingstar von Guttenberg zu sehen ist. Aber ach, die moderne Technik wird’s richten, mag er sich dann gedacht haben — meine Sekretärin war doch neulich auf einem Photoshopkurs an der Volkshochschule. Schnell den Wirtschaftsminister reingebaut und fertig ist das Plakat.

Aber, hm, an der Schnittkante ist’s ein bisschen ungenau? Dann machen wir da eben noch einen Verwischeffekt rein. Der Baron hat weißere Zähne als der Kandidat? Das kann man reparieren, ein paar Klicks später leuchtet auch dem Herbert sein Gebiss. Nur noch ein Problem: Von Guttenberg hat gesunde, rosige Haut, während man dem Herrn F. die Stammtischweißbier durchaus ansieht — das Leben als Vorsitzender des Deutschen Instituts für Reines Bier e. V. hinterlässt eben seine Spuren. Aber Photoshop hat auch dafür eine Lösung: Dann bekommt der Minister eben auch ein bisschen Alkoholikerröte ins Gesicht.

So. Fertig. Jetzt bitte wählen.

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Kurz was zur Lage der Nation

9. Februar 2009 · 10 comments

michael glosOkay, Wirtschaftsminister Michael Glos ist also quasi weg. Auf eigenen Wunsch und vor der Zeit. Schon komisch, ich hätte doch gedacht, ein Ministeramt sei eine Ehre und eine Berufung, etwas, was man mit voller Kraft und ganzem Herzen im Dienste des Vaterlandes ausfüllt. Nichts, was man einfach aus Genervtheit weg-oskart. Oder zu dem man sich zwingen lassen muss. Gibt ja auch nicht allzu viele Politiker, die man nicht mit einem Rollkommando aus ihren Büros holen muss, wenn die Zeit abgelaufen ist. Aber nunja, Glos war nicht eben erfolgreich und hatte in der eigenen Partei nicht mehr viele Freunde — die Seehofer-CSU hat, so hört man, wohl alles getan, um ihren eigenen Berlin-Entsandten zu diskreditieren und zu frustrieren. Medien sprechen von einem “zerrütteten Verhältnis” zwischen Glos und Seehofer. Insofern kommt der Glos’sche Rücktritt für Beobachter der königlich-bayrischen Politik nicht so wahnsinnig überraschend.

Nachfolger wird der absurd benamste Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm(*) Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, landläufig und in Zeitungsschlagzeilen einfach “zu Guttenberg” genannt. Der ist jung, gut angezogen, adelig und gilt als ganz patent. Aber da er aus Franken kommt und mit Glos einen Franken ersetzt, liegt der Verdacht nahe, dass auch in diesem Fall die CSU-Granden mal wieder weniger auf Eignung und Neigung als vielmehr auf Landsmannschaft gesetzt haben.

Wiewohl es nachgerade bizarr wäre, wenn man in Zeiten der Wirtschaftskrise eine so zentrale nationale Position nach regionaler Herkunft besetzt hätte.

Aber so ist das in Bayern.

P.S. Aber ich bin ja durchaus gespannt, wie sich einer wie Guttenberg auf einem richtigen Posten außerhalb der heimischen Lande schlägt, bislang hat der ja einen allzu glatten Lebenslauf: Reich geboren, Abi, Wehrdienst, Jurastudium, nebenbei schon in der Familienfirma unterwegs, nach Abschluss dann Geschäftsführer in der Guttenberg GmbH, adelige Heirat, zwei Kinder, nebenbei ein bisschen Parteikarriere, Bundestag mit einem sicheren Mandat, Generalsekretär und jetzt, ziemlich plötzlich, Wirtschaftsminister. Wow.

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Schöner rauchen in Bayern

21. Januar 2009 · 9 comments

Jürgen Koch aus München ist Gastronom und Schatzmeister des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur, einer lokalen Kampfgruppe gegen das Rauchverbot.

Herr Koch trat bei der letzten Landtagswahl für die FDP an und liess kryptische Plakate wider das bayrische Rauchergesetz kleben. Auch Nichthistoriker wissen, wie es ausging: Mittlerweile haben wir ja eine schwarzgelbe Regierung hier im Süden, das Rauchverbot ist ein Stück weit gelockert — Herr Koch hat also sein Ziel erreicht und darf jetzt in seinem “Café Atlas” das Rauchen wieder einführen.

Doch ach, nun will er nicht mehr: Jetzt, nach einem Jahr faschistischer Anti-Raucher-Restriktionen, hat sich das Café Atlas, wie Koch zugibt, eher “zum Speiselokal entwickelt”. Diese schöne Wendung möchte er nicht gefährden und lässt die Raucher weiterhin auf seiner Terrasse schmoren.

Ganz schön flexibel, der Herr. Dabei sah er sich im Wahlkampf noch auf unerträgliche Weise in seiner “unternehmerischen Freiheit eingeschränkt”.

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Sonntagslinks

7. Dezember 2008 · 4 comments

SITE: Wissen ist Macht, sagte mein Stiefvater zuweilen, aber der Spruch ist irgendwie outdated, seit es das Internet gibt und jeder Vollpfosten alles mögliche jederzeit nachschlagen kann. Wissen-wo-was-steht ist Macht, so sollte es heutzutage heißen. ###

SITE: Spaß für Eingeborene: Der Sprachatlas von Bayern zeigt regionale Aussprachen, mit Soundbeispielen. ###

PRODUKT: Was der Welt gefehlt hat, sind Handschuhe mit Knöpflein an den Fingerspitzen, damit man damit unfallfrei das iPhone bedienen kann. Uh. ###

BILDER: Hongkiat hat eine hübsche Sammlung origineller 404-Seiten. ###

BILDER… von nackten Frauen gibt’s bekanntlich genug im Web, aber die erotischen Fotostrecken, die Stern.de tief im Inneren seiner überladenen Seitenstruktur versteckt, gehören zu den besseren. ###

TEXT: Der Kollege Mobermeier von GameStar.de erklärt Fachbegriffe aus dem Spielejournalismus. ###

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Kleine Unterschiede

15. Oktober 2008 · 3 comments

Hübsch finde ich, dass die norddeutsche Postille Der Spiegel den neuen Vilsmaier-Film Die Geschichte des Brandner Kasper (der auf einem bayrischen Schwank basiert) vage angeekelt als “derber Spaß” und “grobschlächtig” beschreibt, während die Süddeutsche Zeitung vor allem die klamaukige Harmlosigkeit im Vergleich zum Original und die zu positive Darstellung des einzigen vorkommenden Preußen beklagt.

Irgendwie habe ich zuweilen das Gefühl, im Ausland zu leben.

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Die Freiheit steckt in der Fluppe

22. September 2008 · 8 comments

Kleiner Nachschlag zum Beitrag Plakatschämen 2008.

Dieses geklebte Machwerk ärgert mich gleich auf drei Arten:

1. Der erste Blick — “die Freiheit in Bayern ist bedroht”?. Ah. Uh. Bisschen hohes Register. Jaklar, wir haben hier die schnüffelfreudigste Landesregierung überhaupt, aber… …ob die FDP dem Einhalt gebieten würde, ist mehr als fraglich. Das Abstimmungsverhalten der FDP unterscheidet sich in der Rückschau nicht maßgeblich von dem anderer Parteien — in der Opposition gegen Einschränkungen der Bürgerrechte, in der Regierung dafür.

2. Klebt das auf einem Zigarettenautomat? Ach, die meinen KIPPE? Argh. Und dann? Wo steht auf der Kippe “die Freiheit”? Hä? Übler Kalauer, schwache Anspielung auf das bayrische Rauchergesetz. Über das man sagen kann was man will, aber… …uns ermöglicht dieses Gesetz, das Goldkind auch mal mit ins Café oder Restaurant zu nehmen. Bin in sofern jedem Abgeordneten dankbar, der zugestimmt hat. Der Kandidat Jürgen Koch ist übrigens, natürlich, Gastronom und vertritt hier im Wesentlichen erst einmal seine Eigeninteressen.

3. Die Hochrechnungen sehen die FDP bei 8 %, mehr als drei Mal so viel wie bei der letzten Landtagswahl. Argh. Die geföhnten Arschlöcher mit ihren Pünktchenkrawatten werden sich am Wahlabend auf die Schulter klopfen und denken, ihr großartiger Wahlkampf mit den frechen Plakaten und den Wahlblogs habe dazu maßgeblich beigetragen.

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Plakatschämen 2008

10. September 2008 · 13 comments

In Bayern herrscht Landtagswahlkampf, das wird man ja im Rest der Republik mitbekommen haben. CSU in unerhörter Panik (HOCHRECHNUNG: NUR 49 PROZENT!), Opposition grundlos euphorisch, das ist alles ausreichend in den bunten Blättern beschrieben. Ich halte mich aus der Politik raus, mich interessiert eher die surreale Poesie der Slogans und Ästhetik der flächendeckenden Plakatierung, neben Veranstaltungen offenbar die Hauptwaffe der Parteien.

Ich dokumentiere im folgenden eine eher zufällige Auswahl an Wahlplakaten (Bilder auf Klick vergrößerbar) aus dem aktuellen Wahlkampf, jeweils mit ein, zwei Sätzlein von mir. Und ein paar Anmerkungen von meinem Freund Niklas, seines Zeichens Berater in einer sensationell erfolgreichen Hamburger Kreativagentur, der als Werber einen eher professionellen Blick auf die Angelegenheit werfen kann.

Niklas sagt vorausschickend:

Wahlplakate sind eigentlich immer schrecklich, im besten Falle unauffällig (was eine zweifelhafte Ehre ist).

Kreativität ist kein demokratischer Prozess und ihr größter Feind ist der Kompromiss.

In Parteien ist das aus naheliegenden Gründen irgendwie anders. Zwar wurde mir persönlich (in einem “Screening-Gespräch” mit einer momentan farbenblinden Partei aus Hamburg) versichert, dass das am Ende der Vorstand selbst absegnet — aber mit Verlaub, der Vorstand einer Partei ist doch auch nur  ein mehr oder minder kondensierter Schnittmengenvertreter.

Ansonsten macht man es halt gerne so wie im letzten Jahr oder wie in Taka-Tuka-Land 2005, da hat das auch super mobilisiert… Und während weite Teile der übrigen Kommunikationsbranche bemüht sind, das Wahrhaftige wieder zu entdecken und Glaubwürdigkeit an erste Stelle zu setzen, sind sämtliche politischen Parteien offenbar bereit, mit reinstem Phrasendreschen, mit leeren Parolen und absurden Pseudozuspitzungen die politische Willensbildung des Bürgers nicht zu steuern, nein, schlicht zu verhindern.

Okay, nun zu den Plakaten. Wir beginnen natürlich mit der…

Christlich Soziale Union (CSU)

Gunnar: Schöne Kandidaten haben sie ja nicht. Und die ekelhafte Staubsaugervertreterpose mit dem Sakko über der Schulter — wirkt das auf 55jährige Hausfrauen dynamisch und anpackend? Und dann der Quatsch mit der Pendlerpauschale, deren Abschaffung die CSU bekanntlich vor kurzem noch zugestimmt hat. Lässig mit dem Kurzzeitgedächtnis des Wählers kalkuliert. Sensationell hingegen das linke Plakat: Bayern, stark, CSU. Komplett sinnfrei und doch die Kernaussage des christsozialen Wahlkampfes zusammen gefasst.
Niklas: Ein Dialog: “Wir haben die absolute Mehrheit, lass uns entsprechend auftreten.” “Klar, Thomas, aber ein paar populistische Themen brauchen wir auch.” “Na gut, aber nur wenn ich ein Plakat mit meinem Gesicht drauf kriege.” Naja.

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 3/5

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (Bayern-SPD)

Gunnar: Der Kandidat links sollte mal über seinen Schnurrbart nachdenken. Ansonsten: schöne Plakate, eigentlich. So mit Aussage und so. Obwohl der Slogan des mittleren an Wählerbeschimpfung grenzt. In keinem anderen Bundesland trägt die SPD übrigens den Namen des Landes im Logo. Das ist nur in Bayern notwendig. Sonst gerät man bekanntlich in den Verdacht, eine Bande von vaterlandslosen Halunken zu sein.
Niklas: Das mittlere Plakat vertritt die Einstellung “Die Zielgruppe hat keine Ahnung” — eine auch in Marketingkreisen beliebte Haltung. Das rechte kann nur entstanden sein, weil da einer einen Sohn mit Photoshop auf dem Rechner hat — “Das kommt voll lustig, und Bio ist doch ein Trend, oder?”

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 2/5

Die Grünen

Gunnar: Ich muss mich entschuldigen, das spektakulärste Grünen-Plakat habe ich nicht fotografiert: Ludwig für Bayern. Absurd, oder? Direkt noch absurder als das andere (gemalte!) Ludwig-Hartmann-Plakat, obwohl das auch schon… ach, egal. Ego-Wahlkampf vom Herrn Hartmann, sinnbefreit und ohne Aussage. Aber der Maibaum (Mitte) ist ganz nett.
Niklas: Das linke Plakat hat bestimmt ein Mann entworfen, um die armen Frauen zu diskreditieren. Der Schurke. Die Gestaltung ist so schlimm.

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 3/5

Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)

Gunnar: Huh. Die Gestaltung ist natürlich abstoßend, aber die Sache mit den Zahlen spricht mich an. Zahlen gehen immer. Wirken so seriös. Finde es auch hübsch, dass der Kandidat Umweltplaner von Beruf ist.
Niklas: Was macht der Löwe da? Soll das ein Angebot einer Autowerkstatt sein oder ein Wahlplakat? Immerhin liebt Herr Lott die Zahlen (Journalisten…)

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 3/5

Freie demokratische Partei (FDP)

Gunnar: Schlimm, schlimm, schlimm. Weiß gar nicht, was mich mehr aufregt — die absurde Abgrenzung zur CSU (“der deutlichste Kontrast zu Schwarz”), das Abfeuern von Pharmalobby-Positionen oder das alberne Logo Dr. Be! unten links, was sozusagen das hippe Signet von Dr. Bertermann sein soll. Argh.
Niklas: Hmm, ist “Bertermann und “Bulfon” wichtiger als das Thema?

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 5/5


Freie Wähler (FW)

Gunnar: Ja. Äh. Gähn. Die einzige Aussage scheint Wir sind nicht wie die anderen zu sein. Bisschen wenig. Aber die FW sind die Helden der Kommunalpolitik, die werden schon wissen, was sie tun.
Niklas: Freie Wähler, talentfreie Gestalter. Das sieht man.

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 4/5

Republikaner (Rep)

Gunnar: Unfassbar bekloppter Slogan: blau wählen. Wusste übrigens gar nicht, dass Blau deren Signaturfarbe ist. Ansonsten: ziemlich mild. Steht nix drauf, was nicht auch bei anderen Parteien stehen könnte.
Niklas: Das kann man auch nur blau ertragen. Aber: schöner Vintage-Look links…

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 5/5

Bayernpartei (BP)

Gunnar: Albern-populistisch, vor allem das Motiv mit dem Benzinpreis. Aber immerhin auch eine halbwegs klare Forderung, wobei mir nicht klar ist, was die mit dem Landtagswahlkampf zu tun hat. Cool ist das altmodische Plakat mit dem Wappen, das hätte ich mir früher sicher als ironisches Statement in die WG-Küche gehängt.
Niklas: Das ist mir als Hamburger zu absurd.

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 3/5

Die Linke

Gunnar: Auch die Linke kann nicht ohne das B-Wort. Ganz vernünftige Plakate, die übrigens schwer zu finden waren — sogar die Bayernpartei war in meiner Gegend präsenter.
Niklas: Gestalterisch kann man das machen.

Als-Stammwähler-würde-ich-mich-schämen-Faktor: 2/5

Nachsatz: So. Vielen Dank für’s Bis-hierhin-Lesen. Ich halte für das Protokoll fest, dass mich keines der Plakate so weit überzeugt hat, dass ich in Erwägung ziehen würde, die jeweilige Partei zu wählen. Die Fotos gesammelt gibt es übrigens hier. Fast alle sind allerdings im 300-Meter-Radius um meine Wohnung entstanden und ergeben daher kein repräsentatives Bild.
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