Beruf

Berufsgeheimnisse: alles neu!

by Gunnar on 29. August 2009 · 18 comments

berufsgeheimnisse logo

Mein kleines Nebenprojekt Berufsgeheimnisse (wurde hier schon ein, zwei Mal erwähnt) ist eine Internetseite, die lustige Tricks und “Geheimnisse” aus Berufen sammelt, in die man sonst nicht so recht Einblick hat.

Das Projekt ist grundsätzlich ein ganz nette Sache, aber, wie mein Freund P. neulich sagte, “so ein typisches Gunnar-Ding — gute Idee, halbherzig durchgeführt, dann sträflich vernachlässigt“. Ahem. Nun. Da hat er nicht unrecht. Das passiert mir zuweilen. Aber nun wird bestimmt alles besser, denn:

Berufsgeheimnisse.de ist ge-relauncht und sieht jetzt aus wie ein richtige Webseite, nicht mehr wie ein nebenbei aufgesetztes Blog. Das ist auch nötig, denn (surprise!) es wird zu den Berufsgeheimnissen ein Buch geben, Ende 2010 oder Anfang 2011 vermutlich. Und da man mit den vierzig bis fünfzig Einträgen, die bislang auf der Site sind, allenfalls einen Bierdeckel füllen kann, brauche ich ein bisschen Hilfe:

Es wäre also nett, wenn jeder der Mitlesenden, der die Grundidee ausreichend okay findet, mal in seinem Alltag wühlen würde, um zu schauen, ob sich da nicht ein druckfähiges Berufsgeheimnis verbirgt. Verlinkungen könnten auch helfen und ein bisschen Reklame bei Bekannten mit interessanten Berufen (“Hey, Dein Schwager ist doch Förster, oder? Der kennt bestimmt ein Berufsgeheimnis für den netten Herrn Kaliban”) ebenfalls. Selber aufschreiben ist übrigens nicht nötig — ich rufe auch gerne an und lasse mir das Geheimnis erzählen. Oder skype an. Oder icqe an. Oder so. Ganz ohne Lohn ist die Sache auch nicht — für eine abgedruckte Einsendung gibt’s zum Erscheinungstermin ein signiertes Exemplar und eine namentliche Erwähnung im Buch. Immerhin.

Vielen Dank schon mal für’s Mitmachen oder wenigstens drüber Nachdenken,

Herr Kaliban

P.S. Zur Anregung schnell ein hübsches kleines Geheimnis:

Kameramann: » Blaues Flackern «
Heutztage filme ich fürs Fernsehen oft Leute, die an Bildschirmen sitzen oder arbeiten — Journalisten, Werber, Manager, Fahnder, Designer, Programmierer, Gamer et cetera. Aus dieser Situation vernünftige Bilder zu zaubern, ist ziemlich schwer. Ich mache immer nach ein paar Sekunden Bildschirm einen Gegenschnitt auf Gesicht oder Augenpartie des Menschen am Rechner, aber das sieht oft nicht besonders aus, weil heutige Bildschirm nicht flackern wie Fernseher und zudem auf dem Monitor meist nicht Spektakuläres passiert, das einen Widerschein werfen könnte.
Also bitte ich den Kameraassistenten, mit einer Minitaschenlampe (die dank eines davor geklebten Stücks blaue Folie blaues Licht wirft), im Gesichtes des Subjektes herumzuleuchten.
Und schon haben wir ein schönes blaues Flackern, das der Szene ein bisschen Lebendigkeit gibt.
[Autor: anonym]

Hobby-Berufe

by Gunnar on 3. November 2008 · 14 comments

Was mir immer mal wieder auffällt — es gibt nicht wenige Leute, die das, was sie beruflich tun, auch noch als Hobby betreiben. Der Journalist, der privat bloggt oder Romane schreibt oder poetry slammt, ist das offensichtlichste Beispiel. Es gibt aber auch den Studiomusiker, der am Mittwoch abend noch mit seiner Tom-Waits-Coverband auftritt und den Web-Designer, der als Hobby nebenbei eine aufwändig gepixelte Webseite über, sagen wir, die Plakatkunst des 20. Jahrhunderts unterhält. Nicht zu vergessen natürlich der Spieleredakteur, der auch privat viel spielt und Spiele sammelt.

Mein Lieblingsbeispiel ist E., der im richtigen Leben Chef einer Firma ist und in seiner Freizeit in Eve Online eine Corporation führt. “Ich mache eben, was ich am besten kann” sagt der, wenn man ihn fragt, ob er nicht irgendwann keinen Bock mehr auf Buchhaltung und so’n Zeug hat.

Sind das eigentlich Ausnahmen, die sich in meinem Bekanntenkreis einfach häufen, weil ich natürlich hauptsächlich Medienfuzzis kenne? Oder neigen viele Leute, die im Beruf Fertigkeiten einsetzen, die sich auch gut für Hobbys eignen, dazu, die eben zitierte Meinung des Eve-Spielers zu teilen?