Blogosphäre

Indexed

by Gunnar on 29. Juni 2010 · 2 comments

Herr Kaliban trägt Eulen nach Athen, vermutlich.

Ich habe das Blog Indexed schon 2006 empfohlen (und eigentlich steht’s ja auch rechts in der Blogroll), falls es aber trotzdem jemand noch nicht kennt, möge er rasch mal ‘rübersurfen. Jessica Hagy, Autorin aus Ohio, veröffentlicht alle paar Tage neue kleine Grafiken, meist Koordinatensysteme mit absurden Kurven oder Schnittmengen. Immer clever, fast immer lustig, oft verblüffend. Ausgewählte Diagramme gibt’s auch als Buch.

Tief eingegraben und schädlich.

Innerer Reichsparteitag?

by Gunnar on 14. Juni 2010 · 22 comments

Neues aus der Abteilung “Stürme in Wassergläsern”.

Halten wir fest: In der Pause vom Fußballspiel Deutschland gegen Australien wollte die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein ein bisschen locker sein und sagte über den Nationalspieler Miroslav Klose, das mit seinem Tor zum 2:0 sei sicher ein “innerer Reichsparteitag” für ihn gewesen.

Reflexhaft setzten die ersten Medien noch am Abend den üblichen Empörungskreisel in Gang: Die diensthabenden Klickstreckenbauer der WELT etwa, ansonsten für Entgleisungen nach rechts außen sonst nicht so sensibel, nennen die Sache “einen schweren Patzer”, erinnern gleich noch an Carmen Thomas (“Schalke 05″) und spielen die wohlfeile Karte des Eva-Hermann-Vergleichs. Das wiederum ruft den diensthabenden Journalismus-Überwacher auf den Plan, Stefan Niggemeier nämlich, der die ganze Aufregung um die “alltägliche Redewendung” nicht verstehen kann und den WELT-Leuten gleich noch en passant eine Copyright-Verletzung nachweist.

Und seither tobt die Schlacht zwischen den “Hey, ich sage das auch dauernd, das ist doch nicht schlimm”-Abwieglern und den “Das, das, das ist doch lupenreiner Nazi-Jargon!!111″-Hyperventilierern und den “Hey, habt ihr gestern das Tor von Klose gesehen? Das muss ja eine innere Maidemo für ihn gewesen sein…”-Veralberern(*).

Seufz.

Dabei ist das alles ganz einfach:

1. “Nazi-Jargon” oder ein Indikator für eine rechte Gesinnung ist die Floskel natürlich nicht, im Gegenteil: “Es war ihm ein innerer Reichsparteitag” sagt man normalerweise eher über ein Arschloch, das Grund zur Schadenfreude hat. Sowas wie “Dass er den Konkurrenten in den Ruin treiben konnte, war ihm natürlich ein innerer Reichsparteitag” oder so. Ist also eher ein Anti-Nazi-Spruch.

2. Unpassend ist die Äußerung aber allemal. Und Witzchen mit Nazi-Anklängen hat man sich in der öffentlichen Rede zu stecken, finde ich.

Update: Jens bringt’s auf den Punkt.

Kaliban.de ist ein Gaming-Blog?

by Gunnar on 8. Juni 2010 · 10 comments

Soeben habe ich erfahren, dass ich mit Kaliban.de ein Gamingblog veranstalte. Dabei dachte ich immer, dies hier sei ein gewöhnliches Ich-Ego-Nabelschau-Blog.

Fabu (der gutaussehende Betreiber des tollen Blogs Superlevel) hat es geschafft, bei den Listenführern von Wikio ein (Relevanz-)Ranking der deutschen Gaming-Blogs zu etablieren. Das ist methodisch grundsätzlich sauber, weil’s auf Verlinkungen aus dem Content anderer Blogs basiert, wirkt aber in der jetzigen Form noch ein bisschen roh. Macht mir aber nichts, denn so liegt Kaliban.de vorerst den ganzen Juni durch auf einem gloriosen 2. Platz, nur geschlagen von Superlevel selber:

Platz 2 bei Gaming ist natürlich viel schöner als Platz 43 bei “Lifestyle”:

Wikio - Top Blog - Gaming Wikio - Top Blog - Life

Und das nahezu ohnezu Gaming-Content. Nett. Wobei sich die Platzierung sicher noch verschlechtert, wenn wenn weitere Blogs dazu kommen. Wer den Abstieg von Kaliban.de beschleunigen möchte, kann relevante Blogs übrigens hier eintragen.

Wobei man nicht die Augen vor der Tatsache verschließen sollte, dass es nicht gerade ein Zeichen für die Vitalität der deutschen Blogs zum Thema Spiele ist, wenn das Ich-Blog des Herrn Kaliban (das mit so um die 2.000 Besucher pro Tag ja nun nicht gerade zur ersten Liga der deutschen Blogosphäre zählt) so hoch im Ranking liegt…

Herr Kaliban gibt an und ab

by Gunnar on 28. November 2009 · 8 comments

blogcharts

Oh. Ich bin war ja in den Blogcharts von PONS (zuletzt auf Platz 57) und hab’s gar nicht gemerkt. Schmeichelhaft, denn bei den Wörterbuchverlegern von PONS ging’s nicht um Traffic, Verlinkungen oder Feedleser — dort zählte nur die Rechtschreibsicherheit. Das Projekt ist allerdings seit Oktober abgeschlossen, daher ist es jetzt ein bisschen peinlich, noch damit anzugeben.

Aber hey, was soll’s ist ja mein Blog hier. Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich diese Woche noch gar keine Musikempfehlung abgegeben habe. Here goes: Porcupine Tree mit “Sentimental”.

Die Blogosphäre ist weitläufig und unübersichtlich, selbst die deutsche. Da ich mich beruflich mit dem Internet zu beschäftigen habe — und wir alles, alles messen, süchtig nach Daten –interessiert mich seit langem, wie groß welche Blogs sind. Leider gibt es dafür kein wirklich nachvollziehbares Ranking.

[click to continue…]

Polizeigewalt gegen Nerds

by Gunnar on 13. September 2009 · 80 comments

Falls jemand das Wochenende unter einem flachen Stein oder in Niederbayern verbracht hat, dokumentiere ich die Sache hier auch noch mal kurz: Am vergangenen Samstag, auf der Demonstration für Datenschutz in Berlin, gab es einen Zusammenstoß zwischen, nun, einem einzelnen unmaskierten Demonstranten und einem Rudel Polizisten, in dessen Verlauf der Demonstrant verletzt wurde, ein paar Umstehende erlitten Kollateralschäden.

Ich kann mir nicht wirklich ein abschließendes Urteil erlauben, da ich nicht dabei war, aber das Video vom CCC (auf’s Bild klicken) zeigt meines Erachtens ziemlich eindeutig eines: Dass der Mann, der laut Aussage der Polizei für “massive Störungen der polizeilichen Maßnahmen” (laut Presseerklärung der Polizei) mitverantwortlich sein soll, nichts weiter wollte, als von den Polizisten Namen und Dienstnummer erfahren. Damit er sie anzeigen kann, was grundsätzlich sein gutes Recht als Staatsbürger ist. Und überdies schon dabei war, sich zu entfernen, als er von den Herren in Uniform nochmal zurückgezerrt wurde — erstaunlich, wie dreist die beteiligten Beamten dabei vorgehen, mitten in einer Menge von Menschen mit Fotoapparaten und Kameras. Offenbar fühlen sie sich ganz schön sicher, können sie ja auch, weil es normalerweise nie gelingt, Polizisten wegen Gewalt im Einsatz zu verurteilen.

Ich hoffe mal, die Sache hat diesmal ein entsprechendes Nachspiel, schließlich kann man die Übeltäter anhand des Videos ganz gut erkennen — auf einer Nerd-Demo hat man eben HD-Kameras dabei. Die übliche Strategie des “Jaja, es war sicher einer von Einheit X, aber wir wissen nicht wer, also müssen wir alle freisprechen”, dürfte diesmal nicht funktionieren”. Mehr zu der ganze Sache bei Fefe (wo sonst?), bei Adrian (einem Augenzeugen) und auch in den Massenmedien, etwa bei SpOn.

video hinter dem klick

Soviel dazu. Auf der anderen Seite ist es, wie auch einige der hier Kommentierenden anmerken, natürlich ein bisschen fragwürdig, wenn Datenschutzaktivisten wie die Jungs vom CCC Videos des Geschehens ohne Anonymisierung von Tätern, Opfern und Passanten breit streuen.

Fragen statt Manifestieren

by Gunnar on 11. September 2009 · 2 comments

Ich wollte das totgeborene Internet-Manifest eigentlich nicht weiter kommentieren, aber da sich mittlerweile weitere schlaue Leute dazu geäußert haben, will ich diesen Leuten wenigstens rasch zustimmen, um selber schlau zu erscheinen. Oder so.

Also. Felix Schwenzel, den ich nicht persönlich kenne, den man für sein Blog Wirres.net aber nicht genug loben kann, schreibt zum leidigen Thema :

[…] setzen wir mit manifesten, die den eindruck erwecken über jeden zweifel erhaben zu sein, der rückwärtsgewandten hybris der verleger und internetfeinde nicht einfach nur eine anders geartete hybris entgegen? wäre es nicht wichtiger zu fragen, statt zu manifestieren, zu zweifeln, statt rumzubehaupten, neugierde zu entfachen, statt klugzuscheissen?
wo bleibt die demut? ich glaube, klugscheissern, die hamburger erklärungen oder heidelberger appelle verfassen, sollte man nicht mit weiterem klugschiss antworten. sondern demut, neugier, vorsichtige und aufmerksame beobachtung der realität und offenheit predigen. überzeugen. argumentieren. begeistern. nicht rumbehaupten. […] (Quelle)

True. Viel besser kann man es nicht sagen. Ende der Diskussion. Eigentlich. Obwohl, Don Alphonso, den ich auch nicht persönlich kenne, dessen Haltung mich aber normalerweise abhält, irgendwas von ihm zu lesen, hat eine lustige Theorie zum möglicherweise geplanten zweiten Schritt nach dem Manifest aufgestellt:

Niemand schreibt sowas, setzt sich als Erstunterzeichner drunter und ist froh, wenn er es mal gesagt hat. So ein Manifest ist immer nur der erste Schritt. […] Kommunistisches Manifest -> Parteigründung. Internet-Manifest -> schön, dass wir darüber geredet haben? Bei den Teilnehmern, die grösstenteils mit Journalismus wenig, aber mit Internetkommerzialisierung zu ihren eigenen Gunsten sehr viel zu tun haben? […] Es ist ja sicher keine schlechte Idee, so ein Konzept mal zu testen und sich dann, wenn alle JA! schreien, sich auf das Schild heben zu lassen. Zumal der Ruf nach einer Standesvertretung ja auch kein ganz dummer ist, und Medien in einer Debatte auch Ansprechpartner wollen. […] Aber wenn man sowas schon als Hintergedanken hat, kann man das auch mal zugeben. (Quelle)

Ach, und wenn ich schon mal dabei bin — die grandiose Übersetzung der englischen Manifest-Fassung in lesbares Englisch (verfasst von Benji Lanyado, einem Journalisten des Guardian) darf nicht unerwähnt bleiben, ich zitiere mal im Volltext:

1) The internet is different to newspapers. Deal with it.
2) You don’t have to be Billy Big Paper to do journalism any more, anyone can do it.
3) Billy Big Paper should get into Facebook and stuff. The kids love it.
4) Note to Russia and China: Enough blocking the internet already.
5) There is loads of stuff on the internet.
6) On the internet you can change stuff after you’ve written it. Which is great.
7) Link to stuff, it’s really good when you do that.
8 ) Same as above. And by the way, Google is God.
9) There are lots of people on the internet. Talk to them.
10) See rule 2)
11) Quantity is an excellent thing. Make lots of things and put them on the internet.
12) Your old business model is rubbish. Change it.
13) Don’t charge for content.
14) See rule 12)
15) Don’t delete things.
16) Quality is king. Forget what we said in 11)
17) A good journalist listens as well as talks, despite the fact that no crowdsourcing was involved during the making of this declaration.
18) Dum de dum de daa bla bla antidisestablishmentarianism bla bla and so on and so forth la la la. [Oops, I added one at the end.]

Mehr dazu? Weitere Anmerkungen und Links gab’s hier.

UPDATE: Stefan Niggemeier probiert’s jetzt mal mit Vorwärtsverteidigung.

Als hätten wir nicht genug Manifeste

by Gunnar on 7. September 2009 · 14 comments

Och. Nun. Ja. Jetzt haben wir also auch noch ein Internet-Manifest. Welches aber dann doch kein Internet-Manifest ist, sondern eine Art Thesensammlung zum Onlinejournalismus. Verfasst von einer Handvoll Blogger und freier Journalisten, mehrheitlich wohnhaft in Berlin.

Grundsätzlich wegen der Signalwirkung lobenswert, sowas mal in die Welt zu setzen. Ich stimme mit den meisten Sachen auch so grob überein — die Punkte 12./14. standen erst neulich bei mir im Blog auch sehr ähnlich, wenn auch vielleicht ein bisschen weniger flappsig formuliert.

Das Formulieren ist überhaupt das Problem — die “Thesen” lesen sich so dahingefaselt, ohne rechten Griff und sinnvollen Aufbau. Alles sehr jaja und kennenwirschon und werhatwasanderesgesagt. Zudem ist der Text an vielen Punkten auch ein bisschen weltfremd oder verallgemeinernd, denn, bei aller Liebe, das Netz ist (noch?) nicht das Zentrum aller Dinge. An dieser Hybris leidet auch die (teilweise mitunterzeichnende) deutsche A-Blogger-Szene, was in my humble opinion einer der Gründe ist, warum es in Deutschland mit den Blogs nicht recht vorangeht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nachgerade ärgerlich ist aber natürlich, dass da Leute vom “Qualitätsjournalismus” reden, die dann so Schwachsinnssätze wie “Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet” verbrechen — ein bisschen mehr Gegenlesen hätte da ganz gut getan. So wird das nix mit der Qualität, meine Herren.

Und irgendwie könnte ich die ganze Sache ernster nehmen, wenn sie nicht von einer kleinen elitären Gruppe im stillen Kämmerlein zusammengebastelt worden wäre, sondern man sich irgendwie der Techniken dieses Internets bedient hätte, um möglichst viele Journalisten an der Entstehung zu beteiligen. Man hätte auch mal versuchen können, Wege zu einer besseren Zukunft aufzuzeigen. Man hätte versuchen können, dezidiert Gegenpositionen zu denen der Verlage aufzuschreiben. Aber man hat sich damit begnügt, ein paar Allgemeinplätze in Werbetextersprache zusammenzuklopfen, um zu zeigen, wie wahnsinnig Avantgarde man selber ist und wie gestrig die anderen sind. Schade nur, dass ich jetzt meine Meinung über ein paar Leute revidieren muss, namentlich Stefan Niggemeier, die ich bislang für schlaue Köpfe gehalten habe.

Zum Weiterlesen: vielleicht hier oder hier oder hier oder hier.

Der Frischblogfreitag

by Gunnar on 4. September 2009 · 13 comments

blogblogWir machen heute mal was anderes: den Frischblogfreitag nach dem Vorbild des #followfriday bei Twitter. Geht ganz einfach, ich stelle einfach fünf frische* Blogs vor, ihr schaut sie euch an. Die Vorstellung erfolgt anhand von sehr subjektiv ausgewählten Textauszügen. Ohne weitere Erklärung. Huh, Abenteuer pur.

Nr. 1 ist offenbar irgendwas mit Games: “Abgesehen davon, dass alte Witze nur dann eine Daseinberechtigung haben, wenn sie exzellent erzählt sind, und das sind sie im Falle von Tales of Monkey Island nicht, ist diese Form des Humors in allererste Linie eines: eine Kapitulation vor der Beschränktheit des Genres. Sie entspricht in etwa dem Gebaren einer Band, die aus absoluten Amateuren besteht, ihre Instrumente nicht beherrscht und sich daher zwischen den Songs für ihren Auftritt entschuldigt. Für diese Band gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten: entweder man tritt gar nicht erst auf oder man geht auf die Bühne und verteidigt sein Ding. Die apologetische Variante ist etwas, das sich nicht schickt.” (Klick)

Nr. 2 ist wohl was über Technik: “Hätte ich als Jugendlicher in die Zukunft sehen können, die Gegenwart hätte mich in den Wahnsinn getrieben. Es waren die 80er, eine Zeit mit viel Neon, vor allem aber eine Zeit, in der das Wort Handy noch nicht als Substantiv gebraucht wurde. Dabei wäre für keinen ein Mobiltelefon geeigneter gewesen als für mich. Ich war bekannt für meine Unpünktlichkeit, und gerade weil ich dafür bekannt war, verschwand in meinem Freundeskreis mit zunehmender Adoleszenz die Bereitschaft, an vereinbarten Treffpunkten auf mich zu warten. Mir wäre mancher „Wetten, Dass..?“-Abend erspart geblieben, hätte ich schon damals per Handy herausfinden können, auf welche Party, in welche Disko, in welchen Kinofilm die Pünktlichen gezogen waren.” (Klick)

Bei Nr. 3 geht es um Glühbirnen: “Ein starkes, inneres Glühen hat mich erfaßt, und so leicht gebe ich, und kampflos schon gar nicht, nicht auf. Meine Kellerfluchten, seit Jahren mit Schokolade und Nylonstrümpfen für die Zeit danach™ gut gefüllt, habe ich in den letzten Tagen in klandestinen Einkaufsaktionen und an den argwöhnischen Schergen europäischer Quecksilberbefürworter vorbei, um Glühbirnen der Sorte matt und 100 Watt bereichert.” (Klick)

In Nr. 4 schreibt eine Frau, oder? “Ich liebe mein Sofa. Es ist häßlich, es ist kaputt, es hat eine unmögliche Farbe und ist für die neue Wohnung ebenso zu groß wie es das, uneingestanden, für die alte war. Das bordeauxrotviolett ist an vielen Stellen abgescheuert oder gar eingerissen, die Federn sind teilweise gesprungen und nur dank des Improvisationstalentes des Karpaten nicht zu spüren, die Schlaffunktion haben wir nie ausprobieren können und einige Nähte spreizen sich bedenklich. Aber ich liebe mein Sofa, ich wollte es vom ersten Augenblick an haben.” (Klick)

In Blog Nr. 5 geht’s um Berlin: “In einigen Punkten kann ich Ihr Tun und Treiben allerdings nur verurteilen. So werfen Sie Straßenmusikanten immer wieder etwas in den Hut. Beispielsweise die Zwei-Personencombo, die gestern wieder vor dem Mao Thai stand, bis die Kokosmilch flockte, gäbe endlich Ruhe, behielten Sie Ihr Geld für sich, und auch die Frauen, die Hein spielt so schön auf dem Schifferklavier auf der Zieharmonika intonieren, gehören abgeschafft und nicht entlohnt. Geben Sie besser möglichst geräuschlosen Bettlern milde Gaben, die einfach so dasitzen. Das wird eine erzieherische Wirkung auf Straßenmusikanten ausüben.” (Klick)

* “Frisch” verwende ich im selten gebrauchten Sinne von “die ihr hoffentlich noch nicht kennt oder wenigstens schon wieder vergessen habt und eigentlich schon immer mal wiederlesen wolltet”.

Sonntags…, äh… Montagslinks

by Gunnar on 10. August 2009 · 13 comments

VIDEO: Der Fernsehturm in Berlin ist, nun, weg. Echt jetzt. ###

VIDEO: Das Filmchen von der absurden Wasserrutsche ist bestimmt ein Fake. Aber ganz schön cool, meine Herren. ###

VIDEO: Jibjab und Weird Al Jankovic haben ein Musikvideo über, nun ja, Charles Nelson Reilly gemacht. Den kennt man hier nicht so, das Video ist aber trotzdem super. ###

BILD: Schon die Ägypter haben Michael Jackson verehrt. Beweis hier, bei Boingboing. ###

BILD: Die größenwahnsinnige Klopapierrolle. Uh. ###

BILD: Mobs. Und Menschen. Und Fokusgruppen. ###

BILDER: Aliens überfallen die Postkarten von Opa. ###

BILD: Der Spiegel könnte das Netz bunt finden. Aber er findet’s doch lieber gefährlich. ###

BILD: Die CDU hat mehr zu bieten. Mehr Titten? Siehe auch hier. ###

BILDER: Ein hübscher Spaziergang durch Seattle. Mit interessantem Text von Matthew Baldwin. ###

BILDER: Schöne Sammlung von Remixen des unsäglichen Schäuble-Plakats. ###

COMIC: Was mit dem frühen Vogel irgendwann passiert. ###

COMIC: Vier Seiten von Kieron Gillen über das, was Schrecken ausmacht. ###

LISTE: Zehn PR-Stunts, die fehlgeschlagen sind. ###

LISTE: Die zehn dümmsten Entscheidungen von Spielehelden. ###

LISTE: Fünf Dinge, die man über Ikea vielleicht nicht weiß. ###

SERVICE: Wenn ich eine Garage hätte, würde ich sie vielleicht auch stylen lassen. ###

SITE: Erotik in Oberbayern. Ahem. Mit Dirndln und so. ###

SITE: Wer gerne Autoren beim Lesen zuguckt, könnte sich hier informieren. ###

SITE: Ihr dachtet, wir würden es nicht bemerken… ###

SITE: So not Berlin will “München gegenüber dem schier endlosen Hype um Berlin rechtfertigen”. Aha. Dabei mag doch gar keiner Berlin. ###

GAME: Seven ist ein sehr niedliches Flash-Spiel. Aus Japan. ###

Die blöde Huffington Post und andere Vorurteile

Oktober 16, 2008

Eigentlich sollte dieser Beitrag ein Teil der Donnerstagslinks von heute morgen werden, er ist aber ein bisschen länger geraten und hat eine eigene Überschrift verdient. Es geht um diesen Artikel von Prof. Dr. Michael Haller, der in der Journalistenzeitschrift Message über die Blogosphäre schreibt. Ich zitiere mal zum Einstieg das Intro: Viele Blogger sehen sich […]

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Sonne und Alphablogger und Twitter und all das

April 20, 2008

Gottseidank, der Frühling ist da. Erstmal wenigstens. Man vertraut ja den Frühlingen nicht so, auch die Jahreszeiten waren früher besser. Egal, zu einem komplett anderen Thema: Wenn man so die Medien beobachtet, die die Blogosphäre (echtes iiiehh-Wort) beobachten, als wäre sie eine Industrie oder ein Markt oder sonstwas wichtiges, jedenfalls nicht nur eine Ansammlung von […]

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