Comedy

Evil animals

by Gunnar on 19. Oktober 2012 · 2 comments

Weil’s mir gerade einfällt: Man kann nicht genug Eddie Izzard hören/sehen.

Ich dokumentiere hier mal eine komplette Facebook-Diskussion von älteren Herren aus meinem Bekanntenkreis, weil’s so hübsch bizarr ist. Ist anonymisiert, sicherheitshalber. Wir schreiben das Jahr 2011, nur zur Erinnerung.

Amigajünger 1: das einzig gute am ST war die tastatur, die sah ganz cool aus. der rest… *würg*
Atari-ST-Verteidiger: Moooment, der ST war ein Super Computer. Allein der 70 Hertz S/W-Monitor war Gold wert. Und das zu Zeiten, als Commodore nicht mehr als den +berteuerten Amiga 1000 zu bieten hatte. Wer spielen UND arbeiten wollte, kam um den ST nicht herum. Allein schon wegen Signum. Und dann die beiden Midi-Buchsen…
Amigajünger 1: toll wenn man 2 midi buchsen hat aber kein multitasking um auch beide anzusteuern ;)
Amigajünger 1: jedenfalls war midi maze das einzige spiel auf ST, das es nicht in besser auf Amiga gab.
Atari-ST-Verteidiger: äh, wie meinen? Das sind Midi In und Out. Und klar kann man beide gleichzeitig ansteuern. Hat Steinbergs “24” ganz hervorragend hingekriegt. Multitasking am Amiga habe ich trotz vier Jahre in [ANONYMISIERT] nicht einmal gesehen…
Atari-ST-Verteidiger: nö, da gab es noch ne ganze Menge. Starglider, Gunship und so ziemlich alles von Microprose. Gerade bei Polygondarstellung war der ST nun mal schneller.
Amigajünger 2: Was nur daran lag das der ST paar Khz mehr CPU power hatte …
Atari-ST-Verteidiger: ist ja egal warum…
Amigajünger 1: dafür hatte Starglider auf dem Amiga eine geile gesampelte Titelmusik. das hat der ST mit seinem Yamaha soundchip nicht gekonnt. ätsch
Amigajünger 2: Mehr wars aber auch nicht am ST. CPU, RAM, MIDI. Deswegen war er nur in D so populär :p
Amigajünger 2: Ach und was Multitasking angeht, das ganze OS war Multitasking. Blind.
Atari-ST-Verteidiger: der Soundchip war tatsächlich die einzige echte Schwäche die der ST hatte. Und das fehlende Hardwarescrolling…
Amigajünger 1: und auf die disketten ging weniger drauf, weil TOS
Amigajünger 2: Und mit SW Monitor lief dann gar nix mehr außer … serious Anwendungen omg
Atari-ST-Verteidiger: ‎@Amigajünger 2: wie meinst du das? Waren wir Deutschen zu dumm, um die Überlegenheit des Amigas zu erkennen? CPU und RAM sind doch die Kennziffern, die einen Rechner, vor allem damals, auszeichneten. Aber ich führe schon wieder dieselben ollen Diskussionen wie mit den gazen anderen Amigajüngern in der Redaktion. Später war für die dann der PC der Hauptfeind, bis Commodore endlich den Bach runter gegangen war…
Atari-ST-Verteidiger: eben, es gab auch Leute, die arbeiten wollten. Da warste am Amiga völlig aufgeschmissen
Amigajünger 2: Atari ging doch eher den Bach runter? Amiga war erfolgreicher, von dem redet heute noch jeder. Atari ST verwechseln die meisten mit nem VCS.
Amigajünger 2: Amiga war das bessere Arbeitsgerät … wer ein ST hatte war nur zu arm sich ein Mac zu kaufen
Atari-ST-Verteidiger: nee, den hatten nur so Schüler die Raubkopien tauschten. Geh man an ne Uni, da lobt man den ST heute noch. Atari hat leider viele Dummheiten gemacht und mit dem TT eine Katastrophe als Nachfolger geliefert.
Amigajünger 1: Also nen Atari ST emulator für iOS sehe ich jedenfalls keinen ;)
Amigajünger 1: ‎(um mal zum topic zurückzukehren)
Atari-ST-Verteidiger: das bessere Arbeitsgerät? Wofür denn? Und nen Mac hatte seinerzeit absolut niemand. Da gabs auch nur ein Ubootspiel drauf… hat sich bis heute wenig dran geändert.
Amigajünger 2: Der Amiga war seiner Zeit weit vorraus. Kann man vom ST nicht sagen. Und Unis, richtig, Studenten ohne Geld. Die laufen heute mit Macs rum.
Amigajünger 2: Ich bin also ein niemand. Mein SE/30 wird beleidigt sein über solche Aussagen.
Atari-ST-Verteidiger: ich rede von wissenschaftlichen Abteilungen. Am Amiga gabs nicht mal ne naturwisenschaftliche Textverarbeitung. Und womit war er seiner Zeit voraus? Mit seinen sperrig programmierbaren Extrachips?
Atari-ST-Verteidiger: Kannst dich beglückwünschen, wahrscheinlich warst du tatsächlich der Einzige.
Amigajünger 2 Wurden nicht alle eure Magazine auf Mac layoutet weil der PC das nicht konnte? Und für Photoshop die dolle Speicher Grenze dem in Weg stand? Egal.
Atari-ST-Verteidiger: Wurden nicht alle Spiele auf dem PC gespielt, weil sie auf dem Amiga gar nicht mehr rauskamen?
Amigajünger 1: wobei ich Videobearbeitung durchaus als “seriöses Arbeiten” verbuchen würde…. Videotoaster… Scala… jaja
Amigajünger 2: ‎”gab es noch nicht mal …” kann man sich immer was feines suchen was es nicht gab am anderen Gerät gelle? Wissenschaftliche Textverarbeitung. GROßE Zielgruppe.
Amigajünger 1:ausserdem ist das gelogen, es gab sehr wohl TeX. das hatte ca 20 disketten
Amigajünger 2: TeX, genau, so hieß das. Zudem gabs DPaint, der Urvater vom Photoshop :p Und gute Compiler, Editoren & Basteleien. Golem Erweiterung z.b. :)

Und damit faserte es aus. Nochmal: Da geht es darum, welcher Computer besser gewesen ist, damals vor 20 Jahren, der Commodore Amiga* oder der Atari ST*. Absurd.

Andererseits: Ich bewundere die Herren durchaus für ihr Gedächtnis; ich hatte auch jahrelang einen Amiga und weiß nicht mal mehr, wie der Startbildschirm aussah, geschweige denn könnte ich einzelne Programme aufzählen.

Die Probleme der Watchmen

by Gunnar on 23. Juni 2009 · 0 comments

Warnung: Dieses Video ist nur witzig, wenn man Watchmen, also den Film, ihr wisst schon, gesehen hat. Vielleicht reicht’s auch, den Comic gelesen zu haben. Naja. Egal. Und so.

Franz Kafka International Airport, Prag

by Gunnar on 27. März 2009 · 1 comment

Komme gerade nicht zum Bloggen. Ideen verhanden, Lebenszeit nicht. Schnell ein Video als hingeworfener Happen, Zwischencontent sozusagen.

Hm. Die bisherigen Folgen von Sixtus vs. Lobo fand ich eher so mittel, die hier (zum Thema Serious Games) ist aber sehr hübsch. Auch wenn sie kein richtiges Ende hat.

Am Rande: Kann mir jemand mit tieferer Verankerung in der Bloggerszene mal erklären, was viele so an dem Lobo hassen? Ich meine, ja, der ist offenkundig arrogant und narzisstisch (aber wer ist das nicht?) und ich find’s auch mild absurd, seine Twitter-Follower-Zahl durch re:publica-Partys zu boosten oder mit großartiger Geste Blogger-Vermarktungsnetzwerke zu gründen, aber was er macht, ist doch durchgängig unterhaltsam, oder nicht? Und er hat mit der großartigen Frau Passig dieses wirklich witzige Buch geschrieben. Das ist doch schon mehr, als die meisten anderen von sich sagen können.