Games

Diablo-isches zur Mitternacht

by Gunnar on 15. Mai 2012 · 16 comments

Die Ex-Kollegen von der GameStar, in Gestalt des geschätzten Herrn Gameovermeier, waren gestern Nacht unterwegs.

Mich lässt dieses Diablo-Ding ja relativ kalt, aber damit bin ich wohl ein Außenseiter.

Liebe Mitlesende, habt ihr schon zugeschlagen? Seid ihr gar schon durch? Gefällt’s denn überhaupt nach all dem Hype und Anti-Hype?

Okay, okay, es ist billig, sich über automatische Übersetzungen von Produkttexten auszulassen, aber dieser hier ist so besonders schön:

Aber das tollste ist die mit dem Pfeil markierte Stelle, an der der ausfüllende Mensch verschämt darauf hinweist, dass die Übersetzung im Spiel besser sei als diese Update-Notes. Schön.

Age of Aggression

by Gunnar on 3. Januar 2012 · 2 comments

We’re the children of Skyrim, and we fight all our lives
And when Sovngarde beckons everyone of us dies

Ah, es ist erstaunlich, wie viel Zeit ich schon in Skyrim investiert habe. Und nicht nur im Spiel selber, ich habe halbe Enzyklopädien durchgelesen, um herauszufinden, ob es eine bessere Entscheidung wäre, die Sturmmäntel oder die Imperialen im Bürgerkrieg zu unterstützen. Ich bin sogar so weit gegangen, eine Art Wahl-o-Mat zu bemühen. Derzeit schiebe ich die Entscheidung vor mir her und mache erst alle anderen Aufträge, obwohl mein Nord-Charakter drauf brennt, für Ulfric zu kämpfen. Ahem. Ich hör’ mich an wie ein Super-Nerd.

Stay Forever, Folge 6

by Gunnar on 22. Dezember 2011 · 3 comments

Drüben, bei Stay Forever, ist ein neuer Podcast vom Herrn Kaliban und seinem Freund Chris erschienen. Die Herren besprechen ein ziemlich altes und ziemlich unbekanntes Spiel, das aber beiden sehr am Herzen liegt. Wer eine Stunde seiner Zeit opfern möchte, um zwei nostalgischen Nerds zuzuhören, könnte ja mal hinschauen.

Fear and Loathing in Skyrim

by Gunnar on 21. Dezember 2011 · 13 comments

Der folgende Text wurde als Gastbeitrag für den Adventskalender von Polyneux geschrieben und sollte, so war der Plan, hier einfach nochmal veröffentlicht werden. Dann gefiel er mir nicht mehr, irgendwie, und ich fing an, an Sätzen und Abschnitten herumzubasteln. Jetzt erscheint er hier in einer deutlich veränderten Fassung. Texte sind eben eine Baustelle, ich drücke jetzt auf »Publish«, ehe ich nochmal von vorne anfange..

Ich habe dieses Problem mit virtuellen Welten.

Für mich funktionieren sie nicht, meistens.

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Das Spiel mit den Pflanzen

by Gunnar on 12. Dezember 2011 · 21 comments

Herr Kaliban und das Goldkindtm fahren mit der S-Bahn.

Goldkind: Papa, wollen wir zuhause was spielen?
Herr Kaliban: Klar.
Umsitzende Bahnfahrer: (lächeln freundlich)
Goldkind: Das Spiel mit den Pflanzen?
Herr Kaliban: Hm.
Umsitzende Bahnfahrer: (lächeln freundlich)
Goldkind: Papa?
Herr Kaliban: Nein, das hatten wir heute morgen schon.
Umsitzende Bahnfahrer: (lächeln verständnisvoll)
Goldkind: Aber Papa, ich WILL das spielen!
Herr Kaliban: Nein, das hatten wir heute morgen schon.
Umsitzende Bahnfahrer: (lächeln verständnisvoll)
Goldkind: (doppelte Lautstärke) Aber Papa, ICH LIEBE ZOMBIES! ICH WILL DIE ZOMBIES!
Herr Kaliban: Pssst. Nicht so laut.
Umsitzende Bahnfahrer: (schauen entsetzt)
Goldkind: ZOMBIES! ZOMBIES! ZOMBIES!
Herr Kaliban: Komm, wir müssen raus. (steht auf, zieht das Goldkind hinter sich her)
Umsitzende Bahnfahrer: (blicken irritiert in die Runde)

Ah, und wieder einmal haben wir das Leben unserer Mitmenschen einen Tick surrealer gestaltet. Und dabei waren sie gar nicht dabei, als wir neulich im Kaufhaus an einem lebensgroßen Kaktus vorbeiliefen und das Goldkind fragte, ob der auch die roten Stacheln habe, um damit die Ballonzombies abzuschießen. Wir spielen nämlich, wie das popkulturell vorgebildete Publikum dieser Webseite schon geahnt hat, zuweilen Plants vs. Zombies! Wir machen das immer gemeinsam, sie sammelt die Sonnen und verbrennt Untote mit Paprikas, ich mache den Rest. Ich hab’s noch nicht über mich gebracht, ihr zu erzählen, dass Zombies Hirn essen, daher sage ich immer, wenn einer durchkommt, dass der ins Haus ginge, um da “Sachen kaputt zu machen”. Was dann wieder dazu geführt hat, dass ich komische Blicke geerntet habe, neulich bei Freunden im Garten, als das Goldkind auf die Terrassentür deutete und mit funkelnden Augen ankündigte, dass sie jetzt ein Zombie sei, ein böser obendrein und jetzt reinginge, um drinnen alles kaputt zu schlagen.

Naja, noch schauen sie, aber wenn die Zombiekalypse kommt, habe ich eine Tochter, die weiß, was zu tun ist.

Leben in Himmelsrand

by Gunnar on 10. Dezember 2011 · 7 comments

Mythic Entertainment, das ist eine MMO-Firma aus Fairfax (Virginia, USA), die später zu EA Mythic, dann wieder zu Mythic Entertainment und schließlich zu Bioware Mythic wurde. Aber das ist eine lange Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Besagte Firma also besuchte ich mal, Anno 2006, es ging um einen Artikel über Warhammer Online, den ich zu schreiben hatte. Ich verbrachte einen schrecklichen Tag in Fairfax, weil ich schwer erkältet ankam (aber das ist noch eine andere Geschichte). Am Rande des Besuchs traf ich das freundliche Team von Dark Age of Camelot, Mythics bekanntestem Titel (das Online-Rollenspiel von 2001, ihr erinnert euch), und führte ein nettes Gespräch mit einem der Entwickler. Der Herr sagte eine Sache, die mir eigenlich instinktiv klar war, die ich aber bis dahin so nicht hätte benennen können — bei Rollenspielen, besonders aber MMOs, findet ein wesentlicher Teil des Spielens abseits vom PC statt. Oder anders: Rollenspiele sind, trotz Charakteridentifikation und Story und ausgefeilter Welt, Spiele, in die man nicht einsinkt, wie in ein Action-Adventure oder einen Ego-Shooter.

Rollenspiele lebt man.

Ein Vergleich, um es zu verdeutlichen: Wenn ich, sagen wir, Crysis 2 spiele, so ist das eine intensive Erfahrung, wie bei einem Kinofilm — ich bin in jeder Sekunde angespannt und voll dabei, ducke mich instinktiv unter den Kugeln weg und darf nicht gestört werden, sonst geht mein Erlebnis kaputt. Wenn ich aber aufhöre, ist es erstmal vorbei. Wenn ich, was Gott verhüten möge, World of Warcraft spiele, so ist das eigentliche Spielen weniger wichtig, ich kann beim Spielen auf dem zweiten Monitor Mails checken, eine Pizza essen und mich mit der Katze unterhalten. Aber in meinem normalen Tag ist das Spiel ständig präsent: Ich denke über meine nächsten Wege nach, über Skillungen, über Orte, die ich besucht habe. Und ich rede mit Freunden über meine Taktiken, meine Erlebnisse, meinen Charakter. Es gibt ja so vieles, mit dem man sich beschäftigen kann.

Klingt jetzt einigermaßen trivial, aber der Gedankenansatz erklärt zum Teil die dauerhafte Faszination von (Online-)Rollenspielen. Mir fiel das alles gerade wieder ein, weil mich Skyrim jetzt schon einige Zeit so begleitet, wie andere Leute das von WoW kennen. Naja, nicht ganz so, aber es geht in die Richtung. Ich bin sogar so weit gegangen (was ich seit Fallout 3 nicht mehr getan habe), die Hauptquest abzubrechen und systematisch Nebenquests zu suchen. Weil ich nicht will, dass das Spiel endet.

Ach, es ist schon schön in Himmelsrand.

Am Rande: Der Typ von Mythic nannte Rollenspiele “beardy games” (und machte dabei die Geste des sich nachdenklich am Bart Kratzens). Nett. Ich glaube, wir bezeichneten früher, zu Warhammer Tabletop-Zeiten, die überehrgeizigen Regelfetischsten als “beardy”. Keine ganz falsche Analogie.

[Dies ist eine minimal aktualisierte Neufassung eines alten Blogposts.]

Skyrim-Momente

by Gunnar on 22. November 2011 · 17 comments

Ach, man könnte die ganze Zeit, in der man nicht Skyrim spielt, auf Youtube Skyrim-Videos angucken. Selbst die Glitches sind eine reine Freude.

Und hey, wenn wir schon mal dabei sind, hier sind noch drei hübsche: Der Riese und Lydia / Amazing Horse!!1 / Der lange, lange Fall vom Berg

Wie tolerant man doch mit Bugs ist, wenn das Spiel drumherum brillant ist. Bei Gothic seinerzeit wehte der Wind rauer, wenn man sich entsinnt: Chris gleitet durch Gothic 3.

Ein Wort noch zum Spiel: Bin in Skyrim erst Level 11 oder so, möchte aber jetzt schon anmerken, dass es vermutlich mein Spiel des Jahres ist. Andererseits habe ich das bei Oblivion seinerzeit bis zur Spielstunde 18 auch gedacht, und dann hab’ ich’s in die Ecke gefeuert und nie wieder angeschaut. Diesmal erscheint mir aber die Welt interessanter zu sein, und die Freiheit erschlägt mich nicht so. Aber mal gucken.

Crowdsourcing: Fußball und Flashgames

by Gunnar on 21. November 2011 · 13 comments

Kurze Meldung in eigener Sache:

Ich möchte in nächster Zeit, ergänzend zu den Sonntagslinks, ein paar thematische Linklisten veröffentlichen, namentlich

a) eine mit tollen Browserspielchen für zwischendurch (ich denke an Perlen wie Canabalt)

und

b) eine mit Blogs, Podcasts und generell interessanten Seiten zum Thema Fußball (sowas wie das hier).

Vielleicht auch noch weitere, wenn’s gefällt. Aber erstmal eben diese beiden.

Vorschläge, anyone?

——

Skyrim Skillshot

by Gunnar on 19. November 2011 · 3 comments

Wenn all der Ehrgeiz, den Spieler bei Spielen entwickeln, nur in, sagen wir, Straßenreinigung umzuleiten wäre, man könnte in Karlsruhe-Südstadt sein Frühstück vom Asphalt essen.

Stay Forever, Folge 5: Pirates!

November 18, 2011

Kurzmeldung: Die fünfte Folge unseres kleinen Retrogames-Podcasts Stay Forever ist live.

Es geht um Piraten, Ausrufezeichen, virtuelle und echte Tänze, das Beeindrucken von Gouverneurstöchtern, die Schlaftablettigkeit bekannter Gurus, das Kartenzeichnen in Rollenspielen, die Zeit vor der Erfindung der Soundkarte und vieles mehr. Reinhören!

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Schnittmeister, Psychologen, Anti-Betrugsingenieure

November 16, 2011

Stellenausschreibungen in der Spiele-Industrie sind meist erstaunlich langweilig zu lesen, obwohl’s ja eine kreative Branche ist. Überall werden, mit den immergleichen Formulierungen, Grafiker gesucht und Programmierer und Game-Designer und ein paar Leute für’s Marketing und die Administration und so. Creative dies, Executive das, Lead jenes.

Bei Valve auf der Webseite hingegen sucht man Leute wie …

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