GameStar

Die Sonntagslinks, Herr Kalibans liebevoll zusammengeklickte Web-Tour, erscheinen jeden Sonntag, außer bei Schneestürmen oder Naturkatastrophen. Dann erscheinen sie montags, heißen aber trotzdem Sonntagslinks. Komischerweise. Aber egal. Los jetzt. Vielen Dank an MrLuzifer, der ein paar Links beigesteuert hat.

VIDEO: Kollege Weins zeigt, wie man mit der Radeon Eyefinity (argh! der Name!) und drei Monitoren gleichzeitig spielt. ###

VIDEO: Irrer Chinese baut eine Stadt aus 72.000 Keksen. Was Leute so tun, die zuviel Zeit haben. ###

VIDEO: Paper Mario Bros. 3 — eine hübsche Animation im Legetrick. ###

VIDEO: Sebastian Krämer singt ein schönes Lied über, äh, Deutschlehrer. ###

VIDEOS: Noch mehr hübsche Legetrick-Animationen gibt’s im Youtube-Channel von PES. ###

VIDEOS: Ein Haufen Muppet-Mashups, praktisch zusammengestellt. ###

BILDER: Hübsche Plakate für Leute, die Zombies UND Star Wars mögen. ###

BILDER: Elliot Burford malt nette Bilder zu Zeilen aus Spam-Mails. ###

BILDER: Was für eine ruhige Viertelstunde: Mit dem Vintage Ad Browser auf Entdeckungsreise durch alte Werbemotive gehen. Sehr cool. ###

BILDER: Hier gibt’s Kunstwerke mit Motiven aus Masters of the Universe. Ja genau. ###

BILDER: Eine Sammlung abgefahrener Magazin-Cover aus Japan, aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Schön. ###

BILDER: Es gibt da diesen Typen, der die ganzen ausgedachten User-Interfaces für Filme wie die Bourne-Reihe macht. Und dies ist seine Webseite. ###

BILD: 26-Gigapixel-Foto von Dresden. Wow. ###

BILD: Wie man korrekt Sushi isst. Eine Anleitung in Bildern. ###

COMIC: Was für Fans: Es gibt eine neue Vertigo-Serie von Carey/Gross. Heißt Trade of the Unwritten. Erste Ausgabe kostenlos online: hier. ### http://arm.in/9BL

BILD: Die unterschiedlichen Typen von Twitter-Usern und was man mit ihnen machen muss. ###

BILD: Wie der Plot zu dem Film Avatar entstanden ist. ###

TEXT: Der Blogwart der taz rechnet zusammen, was das Blog-Engagement von Kai Diekmann schon gekostet hat. ###

TEXT: Der Fabian hat mal sehr hübsch aufgeschrieben, wie man das Gefühl, ein Baby zu haben, auch ohne Kind leicht zuhause nacherleben kann. ###

TEXT: “Indonesien ist der größte Exporteur essbarer Frösche” und 99 andere Fakten, die keiner wissen wollte. ###

TEXT: Jetzt mal ganz ehrlich — Matrix, Star Wars, Harry Potter und Star Trek sind doch nur Geschmacksausprägungen ein und desselben Films, oder nicht? ###

TEXT: Huh? Sollten etwa die Alten Griechen lange vor Paschitnow Tetris erfunden haben? ###

QUIZ: Welches Kabel heißt wie? Nur für Nerds empfohlen. ###

TWITTER-ZEUG: Ich habe jetzt auch ein, äh, Tweetbook. ###

DING: Das EINE Geschenk, dass euer komischer Freund (der, der “schon alles hat”) sicher noch nicht sein eigen nennt. ###

DING: So was ähnliches wie eine Fliegenklatsche, nur eben ein bisschen cooler. ###

Und zum Ende der Reise noch ein besonders schönes VIDEO, wie immer:

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Stürme in Wassergläsern

26. November 2009 · 51 comments

Ach, es sind lustige Tage derzeit für Leute, die Spielemagazine und Blogs lesen. Der einschlägig bekannte Herr Boris S. aus M. steht im Mittelpunkt eines kleinen Wirbelstürmchens aus Meinung und Gegenmeinung. Ich fasse die Geschehnisse mal rasch zusammen, okay? Also:

Erst schießt meinungsfreudige Herr Luibl, Chefredakteur eines bedeutenden Spielemagazins, eine Polemik in die Welt, in der es um “Embargos” geht, wobei Embargo hier für die Auflagen von Copyright-Inhabern steht, was den Veröffentlichungstermin von Informationen angeht. Boris Schneider-Johne, seines Zeichens Produktmanager für die Xbox 360 (und verdienter Ex-Chefredakteur lang vom Winde verwehter Spielemagazine), fühlt sich angesprochen, erklärt in einem Blog-Beitrag, warum er nicht Luibls Meinung teilt und impliziert am Rande etwas grobschlächtig mangelnde Professionalität (“Wieso seit Ihr schlau und die PR-Leute doof? Welche von diesen beiden Gruppen arbeitet professioneller und hat seinen Job wirklich in einer Ausbildung gelernt?“). Was wiederum den Herrn Luibl vergrätzt, weswegen er in den Kommentaren unfein sein Gemächt schwenkt (“Im Gegensatz zur dir, der damals wie heute im Stile eines jungen Klempners textet, besitze ich [... ] einen Magister Artium germanistischer Prägung plus journalistische Ausbildung”).

Sensationell.

Wollte mich gerade popcornkauend im Sessel niederlassen, um den fortschreitenden Glaubenskrieg zu verfolgen, da legt Boris, offenbar befeuert durch die Debatte, nach und veröffentlicht eine längliche Anklage gegen Spieletests an sich, insbesondere aber die Praxis der Wertungsvergabe in Prozenten. Ich zitiere: “I am not a number! sollte jedes Videospiel schreien. Dummerweise hat man sich aber ein Publikum rangezüchtet, das nur auf diesen Wert schaut. Das Internet kann sich um die Leute, die die Zahlen sehen wollen, viel besser, aktueller und unprofessioneller kümmern. Denn die Journalisten, die nicht nur Elektronen verschicken, sondern echtes Papier bedrucken wollen, sollten doch an sich selbst den Anspruch haben, was besseres abzuliefern als die ganzen Webseiten.” Dazu hat der Herr Luibl auch was zu sagen und tut das in den Kommentaren, zusätzlich springt die Frau Fröhlich, Chefredakteurin eines anderen Spielemagazins, in die Bresche und entgegnet Boris in einer gefällig verfassten Kolumne, Spiele seien anders als Filme und bräuchten Wertungen wegen der vergleichbaren “Features”: “Das Feature unterscheidet Spiele von Theaterstücken, TV-Serien, Kinokomödien und Romanen. Es umgibt uns, es durchdringt uns. Es hält die Galaxis zusammen. Und es ermöglicht Einordnung und Bewertung. Wertungen haben seit jeher die fantastische Eigenschaft, dass man die Hosen runterlassen und sich festlegen muss – besser als x, schlechter als y. Und zwar um so-und-so-viel. Das gilt für Bundesligaspielernoten in der Bild am Sonntag genauso wie eine prozentgenaue Spielspaß-Wertung. Zu einer Dragon-Age-Bewertung im sensiblen Bereich zwischen 75 und 95 Punkten gehört Spielzeit, Erfahrung und Mut – erheblich mehr Mut jedenfalls als für die Aussage “MIR macht das Spiel Spaß”. Oder: “Für MICH ist das nix”. Populärwissenschaftlich formuliert: keine Wertung, keine Eier.”

Woah.

Mir brennen die Kommentare auf der Zungenspitze, da ich weder Boris noch Petras Meinung teile, verzichte aber auf eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Auseinandersetzung mit den Texten der Kollegen. Ich möchte allerdings trotzdem eine (grundsätzlich private, von den Meinungen meines geschätzten Arbeitgebers unabhängige) Zeugenaussage zur Sache machen:

Diese Debatte um Sinn und Unsinn von Wertungen geht meines Erachtens in voller Fahrt am Kern der Sache vorbei — bis auf eine kleine, vokale, forenerfahrene Minderheit von Hardcore- und Ex-Hardcore-Gamern ist, das zeigen Gespräche mit echten Spielekäufern und Magazinlesern, niemand so wirklich daran interessiert, ob Heft X oder Webseite Y nun eine 89 oder eine 8.7 vergeben hat, auch wenn man die 100er Skala* an sich grundsätzlich schätzt. Die Wertung ist letztendlich bloß eine Art Wasserstandsmarke, um sich abzusichern, dass das betreffende Werk generell zum Kreis potenziell kaufenswürdiger Dinge gehört. Und ein bisschen auch eine Konsistenzprüfung für das vergebende Medium — wer abseits gängiger Kriterien und unnachvollziehbar wertet, mag irgendwann von der Abteilung “relevant” in die Schublade “kurios” wandern. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Die “EDGE” hat’s auch überlebt, dass sie Baphomets Fluch 3 10 von 10 Punkten gegeben hat. Jedenfalls zeigt die Erfahrung, dass Wertungen oder meinetwegen Metawertungen im Wesentlichen von Redakteuren und Pressevertretern und Trollen ernst genommen werden, wobei “ernst nehmen” hier im Sinne von “Anlass für eine potenzielle Flamewar-Kriegserklärung” verwendet wird. Viele Leute kaufen, das ist der Fluch eines gereiften Marktes, eh nur noch die Top 5 der Charts, da bekommt man eigentlich nie ein so richtig schlechtes Stück Software. Die Frage, die man in Wirklichkeit von einem Spieletest beantwortet haben möchte, ist: Ist dieses Spiel was für mich? Dazu muss man, da hat Petra nicht unrecht, schon die Features aufarbeiten und einordnen. Dazu muss man aber auch, da hat Boris nicht unrecht (“Erzählt, was das Spiel mit Euch angestellt hat. Welche Emotionen es auslöst, wie euer Bauch und euer Kopf reagierten. Beschreibt die Technik, in Relation zur Handlung, aber nicht als lange Frameratenoptimierungswüste.”) versuchen, die Seele des Spiels zu erfassen und die eigene emotionale Erfahrung als Richtwert mitzuliefern.

Letzteres gelingt den einschlägigen Medien nicht immer, denke ich. Ist auch eine Frage von Skill. Aber hey, meine Meinung ist auch nur ein weiterer Flötenton im dissonanten Konzert der “Insider” — schließlich bin ich wie Boris ebenfalls nur ein Ex-Spielemagazinchefredakteur. Mich würden diesbezüglich die Ansichten der geschätzten Mitlesenden interessieren: I declare this bazaar open.

* Nachtrag: Anders als gerne behauptet wird, ist die böse 100er-Skala keine Erfindung der deutschen Spieleredakteure, sondern wird auch in anderen Bereichen eingesetzt, die nicht leicht zu objektivieren sind: Filme wären zu nennen. Oder, und das ist das schönere Beispiel, die breit akzeptierte TWA-Wertung von Wein, wo die Tester übrigens auch den mathematischen Durchschnitt nicht ausschöpfen, sondern sich auf den interessanten Bereich von 80+ konzentrieren.

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Sonntagslinks, jupphidei

15. November 2009 · 27 comments

Die beliebten Sonntagslinks, handverlesen von Herrn Kaliban. Diesmal sogar relativ pünktlich am Sonntagnachmittag, dafür ziemlich Videospiele-lastig. Mit Dank an die freundlichen Zulieferer. Tipp für Seltenvorbeikommer: eine Linkliste der Linkliste gibt’s übrigens hier.

VIDEO: GameStar und GamePro mit der großen Call of Duty-Retrospektive. ###

VIDEO: Deutscher Geheimdienst ist ein ausgesprochen amateurhaft gemachter interaktiver Film. Aber irgendwie lustig. Wenn man den Vorspann ohne Hirnschlag übersteht. ###

VIDEO: Was man sieht, wenn man den Fall eines Wassertropfens auf eine Wasseroberfläche in 2000 Bilder pro Sekunde zerlegt. ###

VIDEO: Ninjai ist die (als Animation erzählte) Geschichte eines kleinen Ninjas. Hübsch. ###

VIDEO: Oh. Es gibt eine Art XKCD-Fanvideo. Mit Musik. Hübsch. ###

VIDEO: Die fliegende Fliegenwerbung des Eichborn-Verlags. Erstaunlich. ###

VIDEO: Ein Ballett aus 300.000 Vögeln. Wacklige Aufnahme, trotzdem beeindruckend. ###

BILDER: 25 klassische Videospiele als aus Papier gebaute Dioramen. Wow. ###

BILDER: Computerkeyboard-Design oder: Kissen mit CTRL-ALT-DEL-Beschriftung. ###

BILD: R2D2 auf der Säule — ein Indiana Jones-Easteregg. ###

PROJEKT: Braucht die Welt tatsächlich ein 3D-Remake von Maniac Mansion? ###

TEXT: Michael Abbott von Brainy Gamer über Dragon Age: It’s an RPG thing. ###

TEXT: Konrad Lischka von SpOn, der eine unfassbar Nerd-Vergangenheit haben muss, schreibt über Spielbücher. ###

ARTIKEL: Das voll funktionsfähige, unter die Haut implantierte Keyboard-Tattoo. ###

BLOG: Das Succeedblog ist sozusagen die positive Version vom Failblog. ###

BLOG: Worst things ever ist ein Blog, dass sich schlimmen Dingen widmet. In Bildern. ###

BLOG: Click Nothing ist das Blog des Far Cry 2-Designers Clint Hocking. Clint ist jemand, der weiß wovon er redet. ###

LISTE: Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke, von 1960 bis heute. ###

SITE: Quizpedia ist ein simples Ratespiel mit Artikelfetzen aus der Wikipedia. ###

SITE: Diesen Service kann man vielleicht mal gebrauchen, wenn man sich irgendwo anmelden aber seine Mailadresse nicht rausrücken will: Wegwerf-E-Mail. ###

SITE: Die Printsociety verkauft Kunstdrucke von unbekannten Künstlern. Sehr schön. ###

GAME: Der Beweis, dass alles explodieren wird. Eine Art Spiel von Jason Nelson. ###

DING: Wenn jeder einen Piyo Piyo Hina Chocobo hätte, dann wäre mehr Liebe in der Welt. Bestimmt. ###

DING: Wenn man in seiner Wohnung keinen Kamin hat, aber gerne einen haben möchte, könnte man auch 24 Dollar bei Urban Outfitter’s anlegen und das hier kaufen. Vielleicht. ###

Als Abschluss das schöne Assassin’s Creed Lineage-VIDEO. 35 Minuten. Wow. >>

P.S. Eine Nachfrage in eigener Sache — ich will die Sonntagslinks bei Gelegenheit mal zu Meta-Listen zusammenfassen. Sollte ich die dann nach Themen ordnen (also: Gaming, Fails, Kunst etc.) oder lieber nach Art des Contents (Bilder, Videos, Blogs etc.)? Anmerkungen erwünscht.

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Wege in die Spieleindustrie

29. September 2009 · 17 comments

Altersweiser Ratschlag: Wer sich um eine Stelle in der Spieleindustrie oder den angrenzenden Feldern bewirbt, der darf ruhig ein bisschen forscher sein. Mit Standardanschreiben nach Lehrbuch fällt man in der Masse nicht auf.

Also, jedenfalls erzähle ich auf Nachwuchsveranstaltungen immer angehenden Spiele-Entwicklern, dass sie sich in ihren Bewerbungen was trauen sollen. Und nehme als Beispiel immer meine eigene Geschichte: Ich hatte mich bei GameStar und ein paar anderen Heften Anno 1997 erfolglos beworben und die Karriere im Spielejournalismus schon nahezu abgeschrieben. Da kam plötzlich der PC-Player-Redakteur Volker Schütz in den Spieleladen in Kassel, in dem ich damals jobbte. Ich fasste mir ein Herz und fragte den jungen Mann, was wohl mit mir falsch sein könnte, da mich die Spielepresse nicht einstellen wolle. Volker entgegnete: »War deine Bewerbung originell?« Ich musste zerknirscht einräumen, dass ich ziemlich gestelzten Bewerbungsquatsch verfasst hatte. Wie ich halt dachte, dass man es machen müsse. Wegen Seriösität und so.

Kurzum, mehr war nicht nötig — ich versuchte es bei der nächsten Gelegenheit nochmal, legte dem seriösen, aber halbwegs flott formulierten Anschreiben einen “Test” bei, der im typischen Spielehefte-Layout gestaltet war und mich (mit allerlei Witzchen) bewertete, als sei ich ein Spiel. Und zack! gab es zwei, drei Zusagen. Ich entschied mich für GameStar und dann begann meine Karriere. Bei meinem Freund Niklas war es nicht unähnlich: Der schickte als Bewerbung auf einen Praktikumsplatz eine aufwändig gestaltete Medikamentenpackung mit der Aufschrift »Praktikant Forte — einzusetzen bei innerbetrieblicher Überlastung« an eine Werbeagentur und wurde vom Fleck weg engagiert.

Ich nehme an, dass dieses Prinzip zumindest für alle Medienberufe gilt — wenn man sehr mutig oder originell daherkommt, wird man zumindest eingeladen, weil der Personaler oder Manager einfach wissen will, was das für ein Typ ist, der sich da bewirbt. Und sei es nur zur Abwechslung und wegen des Kuriositätswertes, denn langweilige Bewerbungsgespräche mit ängstlichen oder oder pseudocoolen Aspiranten hat man genug.

Tim Schafer, LucasArts-Veteran und Designer von legendären PC-Spielen wie Day of the Tentacle, hat’s auch so gemacht, wie er auf seiner Webseite darlegt — er hat sich mit einer Art Beschreibung eines Adventure-Spiels beworben, komplett mit krude gezeichneten Bildchen. Lesenswerte Geschichte, angereichert mit Scans der vorangegangenen Ablehnungsschreiben.

tim schafer

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Eine Geschichte über zwei Konkurse

2. September 2009 · 14 comments

Auch, wenn’s nach Schleichwerbung für meinen Arbeitgeber aussieht — wer sich im weitesten Sinne für Spieleentwicklung interessiert, sollte den Bericht von Kollege Christian Schmidt über den Untergang der Firma Ascaron lesen.

Da wäre zunächstmal der Artikel selber, namens Die Akte Ascaron, der bei gamestar.de, aber auch in etwas lesbarerer Form in der letzten Ausgabe von GameStar veröffentlicht wurde. Im aktuellen Heft sowie online finden sich weiterhin Stellungnahmen der ehemaligen Ascaron-Mitarbeiter Marc Oberhauser sowie Peter Luber dazu, die ein paar Dinge nochmal aus anderer Richtung beleuchten (und nicht vollständig mit Christians Interpretation übereinstimmen). Und abschließend, quasi “online-exklusiv” gibt’s noch das Essay von Franz Stradal. Danach hat man ein ganz ordentliches Bild, auch wenn es natürlich über Ascaron noch mehr zu erzählen gäbe.

Christian hatte die knifflige Aufgabe, aus der dünnen verfügbaren Faktenlage (Verkaufszahlen, öffentliche Äußerungen, beobachtbare Ereignisse u.a.) und einer Reihe notwendigerweise subjektiv gefärbter Erzählungen Betroffener eine möglichst sachgetreue Innenansicht einer Firma zu basteln. Das Ganze ist nicht nur ein Glanzstück des Spielejournalismus, sondern auch ein Lehrstück über das Entwickeln von Spielen in Deutschland, über Eitelkeiten, Management-Unfähigkeit und die unzerbrechliche Liebe von Spielern.

Lesenswert.

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Fabian und Caro machen Comedy

1. September 2009 · 11 comments

Mein Kollege Fabian S. hat, aus Gründen, die mir nicht bekannt sind, mit unseren Freunden von bummfilm (das sind die liebenswerten Erfinder von Bernd das Brot) zwei Sketche gedreht. Und veröffentlicht. In teh intarwebs. Sowas.

Einer ist auf seine absurde Art ziemlich witzig, der andere funktioniert eher nicht so, wie er gedacht ist. Ich verlink’ sie trotzdem mal beide, für Humorforscher und Fabian-Fans:

Anmach-Lyrik und First Angelika

Jaja, ich weiß auch, dass Verlinken altmodisch ist, aber diese ansonsten internetweit ziemlich beliebte “Embed”-Funktion gibt’s bei Broken Comedy nicht. Albern. Web 2.0 und so.

Da ich dieses Jahr nicht in Los Angeles bin, ist mir die E3, diese Spielemesse, ihr wisst schon, die mit den Babes und dem Krach und all der heißen Luft, also diese E3, die ist mir eigentlich Wurscht. Naja, nicht Wurst wie Sack Reis in China, aber mein heißes Spielerherz fiebert nicht so mit wie früher, als ich bei den Pressekonferenzen noch mit Laptop und Handy in der dritten Reihe saß. Jaja Crysis 2, soso Project Natal, achje Modern Warfare 2. Und Alan Wake. Alles nett. Schau’n mer mal, wie’s am Ende ausschaut, wenn’s zuhause auf dem eigenen Bildschirm läuft.

Aber mit einer Sache haben sie mich alten Sack hartgesottenen Adventure-Fan doch gekriegt — ich freue mich wie ein Schneekönig* über DIESE Ankündigungen:

1. Telltale, die Erwecker von Sam & Max , setzen die Monkey Island-Serie fort! Jubilate!

2. Und, verwirrend gleichzeitig angekündigt: Sogar die Stiefmutter der Reihe, Mama LucasArts persönlich, investiert in ihr heimliches Kronjuwel noch ein ganz kleines bisschen Liebe. Und macht ein Remake des legendären ersten Monkey Island. Wow. Siehe beiliegendes Video (bisschen runter scrollen).

Zwischen Jubelsturm und Freudentränen fällt mir ein, dass Monkey Island maßgeblich mitverantwortlich dafür ist, dass ich überhaupt Redakteur geworden bin — ich hatte mich damals, im Februar 1968 oder so, bei GameStar mit einem Test von Monkey Island 3 als Probetext beworben. Ich fand’ mich ziemlich genial, schließlich hatte ich Vortext, Fazit, Layout und Wertungskasten der GS liebevoll emuliert. Mir klingen daher heute noch die Worte von Jörg Langer, dem damaligen Chefredakteur, in den Ohren: Also, der Text ist natürlich nicht brauchbar, aber schau, du hast hier und hier zwei lustige Sätze drin, deswegen bist du überhaupt bis ins Vorstellungsgespräch gekommen. Huh. Und dann konnte ich von den keineahnungwievielen Endscreens von Fallout 2 nur fünf aufzählen. Und wusste nicht mehr, ob nun Erin Roberts oder Chris Roberts der Erfinder der Wing Commander-Spiele war. Naja, dank meines profunden Wissens über Warhammertm, des soliden Hintergrunds als nebenberuflicher Spieleverkäufer und meines gefälligen Äußeren hat’s dann ja doch gereicht, der Rest ist, uh, Geschichte.

* Am Rande: Was ist eigentlich ein “Schneekönig”? So eine Art Drogenboss? Und wieso freut der sich so?

Total OT: Wer keine RSS-Feeds mag und nicht immer mühsam hier vorbeisurfen möchte, kann die Beiträge von Herrn Kaliban auch im komfortablen, aber total kostenlosen und immens werbefreien E-Mail-Abonnement bestellen: Klick mich! Klick mich!

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Movie-Talk: Battlefield 2142

21. April 2009 · 5 comments

Absurde Impro-Comedy der GameStar-Kollegen. Schon was älter.

Hat nicht so richtig was mit Spielen zu tun. Ist auf eine vage irritierende Art trotzdem lustig, irgendwie.

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Oagriff Feindt Sibbe!

9. März 2009 · 4 comments

Die Kollegen von GameStar, immer bemüht, ihrem Ruf als Stiftung Spieletest gerecht zu werden, testen die Sprachsteuerung von Ubisofts Strategiedings Endwar mit Dialektsprechern. So ab Minute 3:45. Sehr hübsch.

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In Frankfurt was Sinnvolles tun?

26. Februar 2009 · 6 comments

mgtHatte ja neulich schon mal erwähnt, dass wir in Frankfurt am 2. Märzwochenende eine Art Konferenz für Leute veranstalten, die in die Spielebranche wollen. Das Format heißt Making Games Talents und geht über zwei Tage: Am Samstag stellen sich Ausbildungseinrichtungen vor, am Sonntag geht es um Entwicklerstudios als Arbeitgeber. Infos finden sich hier.

Ich hätte jetzt, so hier Menschen mitlesen, die sich für die Veranstaltung interessieren, 3 Freikarten für den Samstag zu verlosen. Wer die haben will, möge mir eine formlose Nachricht über das Kontaktformular schicken, bis spätestens Sonntag abend (1.3.09), 18:00.

Hier als Teaser noch rasch das Programm des Samstags, das vom Sonntag steht hier.

Making Games Talents | Samstag, 7.3.2009

10:00 Begrüßung und einleitender Vortrag “So funktioniert die Branche”
Gunnar Lott, Director New Business, IDG Entertainment

10:30 Keynote: “Die Zukunft der Games-Ausbildung”
Klaas Kersting, CEO Gameforge

11:15 Media Design Hochschule (Düsseldorf, München)

11:45 Games Academy (Berlin, Frankfurt)

12:15 SRH Hochschule (Heidelberg)

12:45 -14:00 Mittagspause

14:00 Quantm Institute (Berlin, München, Wien)

14:30 FH Trier

15:00 SRH Fachschulen (Heidelberg)

15:30 – 16:00 Kaffeepause

16:00 Die Arbeit in einem Entwicklerstudio
Florian Stadlbauer (Executive Director, Deck13) im Gespräch mit Heiko Klinge (Ltd. Redakteur, IDG Entertainment)

16:30 Fragen/Antworten mit Vertretern der anwesenden Schulen und Entwicklerstudios
Moderation: Gunnar Lott, Heiko Klinge, IDG Entertainment

18:30 Ende der Veranstaltung