gold

Dominory

by Gunnar on 15. Dezember 2010 · 8 comments

Herr Kaliban verliert immer in Spielen mit dem Goldkindtm.

Meine Tochter und ich spielen neuerdings zuweilen Dominory, ein selbst erfundenes Spiel, das Domino ähnelt, aber mit Memorykarten gespielt wird.

Es geht so: Eine Karte wird in die Mitte gelegt, jeder nimmt eine Karte von Stapel. Das Goldkind fängt an, legt ihre Karte an. Dazu gibt die Dame beiläufig ein kurzes Statement ab, etwa “Der Elefant geht in das Haus” oder “Das Flugzeug landet auf dem Elefanten”, um den (eigentlich selbstverständlichen) Zusammenhang beider Karten zu erklären. Dann bin ich dran, aber meine Karte passt nie. Sagt das Goldkind. Auch Hinweise wie “Die Katze würde gut zum Hund passen” oder “Hey, ich habe ein Schiff, das gehört bestimmt zum anderen Schiff” fruchten nicht; sie bleibt unbeugsam in ihrer Rolle als Hüterin und einzige Kennerin der komplexen Regelmechanik. Dann muss ich meine Karte sie abgeben, sie ist automatisch dran und legt die Karte (die dann plötzlich passt) an. Dann werden wieder Karten gezogen, ich kann wieder nicht anlegen, gebe meine Karte ab, das Goldkind legt an und so weiter. Bis die Karten alle sind und das Goldkind in triumphales “Ich habe gewonnen! Marleen vor, noch ein Tor!”-Geschrei ausbricht.

Surreal. Das kann noch was werden.