Google

Das personalisierte Internet

by Gunnar on 11. Januar 2012 · 3 comments

I am so disenchanted with the internet. I don’t want a “Personalized” internet experience, and I don’t want to share my location, contacts, height, weight and blood type, either. I feel like I’m being sqeezed into someone else’s hole and it doesn’t fit. Please Google, open the internet back up – let me search globally, not locally. Don’t invade my phone and force me to have the same contacts in all my communication tools, and funnel all my social media usage into one basket. Don’t tell me what I want from the internet — let me tell you. Then we’ll both be happy. I promise.

And PLEASE… don’t scan pictures for my face. That is creepy and stalkerish. shiver

… sagte gestern Apple Scott (auf G+, ausgerechnet) über Googles neue “soziale Suche”.

Und wo wir schon beinahe beim Thema sind: Kathrin Passigs Kritik an der Kritik an Suchalgorithmen aus der Samstags-SZ ist seit gestern endlich online.

Das Blog im Mittelpunkt aller Dinge

by Gunnar on 7. Dezember 2011 · 10 comments

Herrn Kaliban zerfällt die Welt.

Es fängt im Eins-zu-Eins-Kontakt an: Ich schreibe eine Mail und erhalte die Antwort zwischendurch im Skype. Ich werde auf Facebook um das Ausleihen eines Buches gebeten und schicke daraufhin ein Postpaket. Ich stelle eine Frage im Jabber, als Reaktion teilt mir jemand einen Link innerhalb von Google+. Ich schreibe einen Blogartikel, das löst drei Mails mit privaten Nachfragen aus. Und eine SMS von meiner Frau, die sich beschwert, warum ich schon wieder nicht erwähne, dass meine brillante Idee eigentlich von ihr ist.

Man fragt bei alledem ziemlich oft “Hast du meine Nachricht bekommen?”.

Irritierend, aber das soll heute nicht das Thema sein, das ließe sich ja mit Disziplin lösen, vermutlich.

Mir geht’s heute um die Einer-an-viele-Kommunikation, da wird’s nämlich nicht besser, eher schlimmer: Beim alltäglichen Surfen kommen mir Kommentare zum Alltagsgeschehen in den Sinn, ich finde Seiten, Videos, Texte im Netz – all das verarbeite ich auf hier im Blog (wenn’s für die Sonntagslinks oder einen eigenen Beitrag taugt), auf Twitter (wenn’s sich auf 140 Zeichen verdichten lässt), auf Facebook (wenn ich’s interessant genug für meine Freunde finde), auf Google+ (wenn, huh, warum eigentlich?). Das ist kein Crossposting, wohlgemerkt; meine “Streams” sind auf allen Plattformen einigermaßen unterschiedlich. Und dann hat der eine da was gelesen, der andere dort, manche antworten sofort, manche nehmen den Gedanken auf und kommentieren ihn anderswo.

Das hat natürlich alles so keinen Sinn, mein Hirn fragmentiert.

Ich habe keine Ahnung, wie man das ganze Kommunikationsding halbwegs zusammenhalten soll. Ich könnte es natürlich einfach lassen, ‘s zwingt mich ja keiner, die Attention Whore zu spielen und auf allen Kanälen zu kommunizieren. Ich könnte auf ein, zwei, drei Optionen verzichten, könnte mich konzentrieren. Ich könnte mir ein universelles Format ausdenken und alle Energie darauf bündeln. Aber ach, es macht ja auch Freude, tausend “Follower” hie und zweitausend “Freunde” da zu haben.

Am schönsten wär’s, wenn mein zentrales Lieblingswerkzeug, dieses Blog, im Zentrum aller Aktivität stünde und alle Kanäle zusammenfassen würde. Warum kann ich nicht einen kompletten Facebook- oder G+-Beitrag (mitsamt aller Kommentare) im Blog abbilden? Warum kann ich nicht automatisch meine Tweets formatiert als Mini-Post einlaufen lassen (und nicht nur als Widget abbilden)? Ich könnte all diese Probleme sicher irgendwie lösen, Tweets händisch posten, ein Plugin schreiben (lassen), das irgendwie die Google+-API abfragt, whatever. Warum aber gibt’s sowas nicht schon fertig, bei all den Abertausenden WordPress-Bloggern, die auf Abertausende vorgebauter WordPress-Templates Zugriff haben? Es müssten doch viele Leute dieselben Wünsche haben wie ich? Das ist doch nicht nur ein spezifisches Ego-Blogger-Problem, das würde sich doch auch auf monothematische Blogs anwenden lassen: Präsenz in allen Kanälen mit kanalspezifischem Content, aber halt gespiegelt im Blog für alle.

Die grundsätzliche Technologie dafür ist doch schon da, es fehlt nur die Anwendung, oder nicht?

Also, ihr Template-Bauer da draußen, baut mir was.

Update: Hm. Möglicherweise erfüllt dieses Plugin ein paar der Anforderungen. Mal gucken.

Update 2: So, verwende das Social-Plugin jetzt seit einer Weile. In der Tat löst es ein paar der Probleme, leider aber nicht sehr elegant.

* Ich habe keine Ahnung, wie hoch die Überschneidungen bei meinen Lesergruppen sind, schätze aber den Kern derjenigen, die mehr oder weniger regelmäßig irgendwas von mir mitlesen oder -hören auf 3.000 bis 4.000 Menschen ein. Das ist jetzt nicht grad Lobo-Niveau, aber auch nicht ohne. Ich bekomme immerhin hinreichend Feedback, dass es Spaß macht und ich mir gemocht vorkomme. Und das ist ja schon mehr als die meisten Leute über ihre Hobbys sagen können.

Nochmal Streetview

by Gunnar on 22. November 2010 · 13 comments

Gastbeitrag des Kaliban-Lesers Styg, der mir in seiner Aufdenpunktigkeit zu sehr gefällt, um ihn in den Kommentaren meines Streetview-Beitrags* versauern zu lassen.

München-Bogenhausen: "All energy to forward shields!"

München-Bogenhausen: Mr. Data, all energy to forward shields!

Bei aller geistigen Überlegenheit derjeniger, die aufgrund ihrer Technik-Affinität offenbar die Deutungshoheit über Street View & Co. besitzen: Meine Oma hat mit ihren 83 Jahren Angst vor der Sache. Sie ist ein einer anderen Zeit aufgewachsen, hat andere Ängste, versteht nicht, worum’s hier geht. Ihr hat’s auch niemand erklärt, auch ihr überstudierter Enkel (ich) nicht. Ist die Frau deswegen kleinkariert* oder spießig*? Hinter der ganzen schäumenden Wut der Street View-Fans in den Blogs scheint mir dieselbe Geisteshaltung zu stecken, die Leute dazu veranlasst, ihre Hütten zu verpixeln. Es gibt kein User-Recht auf unverpixelte Spaziergänge in fremden Wohnvierteln. Die Abbildung des öffentlichen Raumes in einem Medium ist nicht der öffentliche Raum selbst – das ist ein fundamentaler Unterschied.

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Unsere Daten sollt ihr raten

by Gunnar on 18. November 2010 · 44 comments

Herr Kaliban wundert sich über die Streetview-Verweigerer.

Seit heute nacht ist Streetview für eine Handvoll deutscher Städte live, darunter auch München. Und unsere Nachbarn haben es den Voyeuren an den PCs und den Helfershelfern von Google ganz schön gezeigt:

Schade nur, dass ich trotzdem weiß, wie eure Fassade aussieht, Leute:

Da’s über Sight Walk keine Debatte im großartigen deutschen Qualitätsjournalismus und unter unseren sensationell kompetenten Volksvertretern gab, sind dort die Häuser natürlich unverpixelt zu sehen. Da hat sich der Aufwand ja gelohnt.

Und von Bing Maps wollen wir gar nicht anfangen, so einer sympathischen Underdog-Firma wie Microsoft vertraut man seine Fassade ja gerne an, inklusive Innenhof:

Und dann ist da noch iHood, wo’s keine Gebäudefotos gibt, darüber aber frei zugängliche Infos über den sozialen Status des Gebäudes, inklusive Ausländeranteil, Kaufkraftanalyse und vorherrschender PKW-Marke:

Seufz.

P.S. Vielleicht noch eine Anmerkung: Ich finde durchaus, dass Menschen, insbesondere Eigentümer von Immobilien, das Recht haben, Google das systematische Fotografieren ihrer Fassaden zu verbieten. Genauso wie jeder das Recht hat, seinem Eintrag ins Telefonbuch zu widersprechen. Die alberne Hysterie, die Politiker und Journalisten um Streetview entfacht haben, ist aber nichtsdestotrotz lächerlich. Wo waren denn die verwortungsvollen Medien, die ihren Lesern die Sache mal gründlich erklärt und dabei auf Fassadenfotos in Bing, Sightwalk oder die Immobilien-Datensammelei von Direktmarketingfirmen wie Schober hingewiesen hätten?

Die Bosheit von Google

by Gunnar on 30. August 2010 · 16 comments

Herr Kaliban hat auch eine Meinung zu Google Streetview.

Zum Thema Streetview ist schon vieles gesagt, die c’t fasst aber den aktuellen Stand der Diskussion nochmal launig in ihrem aktuellen Editorial zusammen. Auszug:

[... ]sprangen Politiker aller Bundestagsfraktionen mutig vor Googles allgegenwärtige Augen, die heimlich hilflose Hausfassaden abfotografiert hatten [...]. Niemals würde unsere Regierung zulassen, dass so private Informationen über die Landesgrenzen hinausdringen. Außer beim SWIFT-Abkommen, aber da geht es ja nicht um Fotos, sondern um Kontodaten – was ist das schon gegen das Risiko, dass ein Passant beim Brötchenholen oder ein Autokennzeichen versehentlich der automatischen Verpixelung entgehen könnte? Das wäre ja fast, als stünde man vor anderen splitternackt da, wie etwa bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen.

Vielleicht spielt da das Alter der betreffenden Politiker auch eine Rolle. Die clevere Frau Passig sagt ja ganz korrekt, dass es leicht ist, Technologien zu schätzen und zu nutzen, die einem mit 25 oder 30 Status- und Wissensvorsprünge verschaffen. Wenn es einige Jahre später die eigenen Pfründen sind, die gegen den Fortschritt verteidigt werden müssen, wird es schwieriger (Quelle).

Aber lohnenswerter als sich über die Doofheit von Politikern aufzuregen ist es vielleicht, sich mal die alte Ermittlerregel “Follow the Money” anzugucken — die in der modernen Variation so klingt: “Wenn jemand Moral oder Bürgerrechte im Munde führt, schau’ erstmal nach den wirtschaftlichen Zusammenhängen”.

Was Google da tut, ist nämlich nicht primär eine Frage der Preisgabe von Privatsphäre; unsere Daten liegen interessierten Parteien schon in besserer Form vor. Nein, Google zerstört da gerade live und mit einiger Konsequenz einen Markt. Ebenso wie Google Maps andere Kartendienste ins Abseits drängt und Handyanbieter zum Verschenken ihrer Navigationssoftware gezwungen hat, wird auf absehbare Zeit niemand mit der 3D-Kartografierung von Städten Geld verdienen. Google schaltet ja nicht einmal Werbung daneben. Das Vorgehen entzieht nicht nur kleinen Konkurrenten die Geschäftsgrundlage, das trifft auch die großen Datenschacherer und, ja, auch Behörden.

Diese Verbindung von Wirtschaftsinteressen mit einem leicht instrumentalisierbaren Bild in den Köpfen der BILD-Leser (“Die wollen meine Frau im Badeanzug fotografieren! Spanner!”) ist, davon kann man ausgehen, der eigentliche Grund für die allgegenwärtige Hysterie.

Update: Bonmot von, nunja, Hendryk M. Broder zum Thema: “Dieselben Leute, die unser Leben in eine „Truman-Show“ verwandelt haben, wollen uns und unsere Privatsphäre nun vor Google beschützen. Das ist, als würden Repräsentanten der Alkohol-Lobby das Verbot von Mon-Chéri-Pralinen fordern.” (Quelle) Kann Broder nicht leiden, aber das ist hübsch gesagt.

Google: Rückzug aus Deutschland

by Gunnar on 25. März 2010 · 11 comments

Heute Morgen hat der Internetsuchdienst Google seinen Dienst in Deutschland eingestellt und leitet Suchanfragen über die deutsche Google-Adresse ins benachbarte Holland weiter. Grund dafür war ein langjähriger Streit mit den deutschen Behörden über die Filterung bestimmter Suchergebnisse, die gegen deutsche Gesetze verstoßen. Neben Inhalten, die nach Meinung der Machthaber in Berlin gegen den Jugendschutz verstoßen, trifft die deutsche Internetzensur – “Digital Berlin Wall” – vor allem politische Inhalte. So werden die Thesen rechtsextremer Dissidenten und sogenannter Holocaustleugner in Deutschland per Gesetz verfolgt. Bislang kooperierte der Suchmaschinengigant Google mit den deutschen Behörden und enthielt deutschen Internetnutzern Suchergebnisse vor, die auf entsprechende Seiten verweisen. In den benachbarten Niederlanden existieren derlei politische Zensurmaßnahmen nicht. Es bleibt abzuwarten, wie die deutschen Behörden auf Googles Kampfansage reagieren. [...]

[Text komplett geklaut beim Spiegelfechter, weiterlesen kann man dort. Lohnt sich.]

Pogorausch und die weinende Milch

by Gunnar on 15. März 2010 · 11 comments

Es ist einer dieser Texte, die ganz harmlos beginnen, mit einer schlichten Beobachtung, und dann irgendwie abdrehen. Ahem.

Nahezu jeden Morgen, wenn ich in der Autoschlange auf der Max-Joseph-Brücke einraste, steht ein paar Meter weiter auf der Geradeausspur ein weißer Lieferwagen mit der bedeutsamen Aufschrift:

Pogorausch Pralles Pils

Fühle mich irgendwie angesprochen, weiß aber nicht, was ich davon halten soll. Ist vielleicht eine unabhängige Biermarke, die von fünf alten Punks betrieben wird, die die alten Ideale hochhalten und nicht dieses ganze Kapitalistenbier aus den Bonzenbrauereien saufen mögen. Oder auch was ganz anderes. Müsste das mal googeln, kann mich aber nicht aufraffen. Obwohl, man sollte vielleicht nicht immer “googeln” sagen, wenn man “suchmaschinieren” meint, wer “googeln” sagt, kann sich hinterher, wenn Google die Weltherrschaft übernommen und Atombomben auf China geworfen hat, nicht mehr rausreden, er habe das alles nicht gewollt. Ich könnte vielleicht mal “bingen” sagen und damit den sympathischen Außenseiter Microsoft unterstützen. Ist aber natürlich hoffnungslos, denn wenn ich das so lese, wird mir klar, dass sich “bingen” niemals durchsetzen wird: Doofe Leute vermuten darin bestimmt irgendeine Art von sexueller Aktivität, und gebildete Leute müssen immer an die Heilige Sirene Hildegard von Bingen denken, was niemandem recht sein kann. Man muss doch auch mal an die gebildeten Leute denken, die haben’s auch nicht leicht dieser Tage und in diesem Land, wo normale Menschen Mario Barth für einen witzigen Typen halten. Wobei es sich gebildete Leute natürlich auch selber nicht leicht machen, nehmen wir mich als Beispiel, ich halte es in klassischer intellektueller Selbstüberschätzung für eine gute Idee mit meiner gerade zweijährigen Tochter auch mal komplexere Angelegenheiten zu erörtern anstatt wie so viele andere Eltern über Wauwaus, Winkewinke, die Heia und Schnappischnappi zu sprechen. Was habe ich davon? Das Kind redet wie ein Wasserfall, auch mit leblosen Gegenständen: “Musst nicht weinen, kleine Milch. Wird wieder gut. Ich tröste.” singsangt sie zuweilen, während sie ein Milchtetrapack durch die Wohnung trägt. Bizarr, wie da im Hirn offenbar zwei Programme durcheinander laufen.

Aber was soll’s es reden ja viele Leute mit Objekten, die nicht antworten: mit Computern, Goldfischen, verstockten Ehemännern und ihren Briefmarkensammlungen. Gibt es eigenlich überhaupt noch Leute, die Briefmarken sammeln? Das hat so was 50er Jahre-haftes, da muss ich immer an verschrobene hagere alte Männer denken, die mit riesigen Lupen bewaffnet in staubigen Läden stehen und auf Kundschaft warten. Aber da die Deutschen, anders als andere Völker zum überwiegenden Teil nicht aus Wegwerfern (wie mir) sondern Behaltern bestehen, stirbt dieses absurde Hobby sicher nicht aus. Wobei mir einfällt, dass ich bestimmt endlich reich würde, wenn es mir gelänge, endlich ein Produkt zu entwickeln, das Behalter anspricht, denn Produkte, die man denen verkauft, müssen ja nicht einmal funktionieren — der Behalter will sie ja eh nicht verwenden, nur aufheben, lagern, katalogisieren und verwalten. Wenn ich, sagen wir, die von mir letztes Jahr erfundene Good Old Game Boxtm endlich auf den Markt brächte, würde es reichen, an Behalter einfach ein leeres Gehäuse zu verschicken und gelassen die zwei Jahre Garantiezeit abzuwarten. Manche Leute kaufen nämlich, und das ist wahr, genauso gerne das Versprechen wie das Ding selber. Sehe das an mir selber: Die Putzfrau, die wir beschäftigen, funktioniert hauptsächlich als Drohung — in unserer Panik, von ihr als schmutzende Schlunzfamilie enttarnt zu werden, räumen wir vor ihrem Besuch gründlich auf und lassen sie dann nur Kleinigkeiten machen, “Ach, heute gibt’s nicht viel zu tun, weißt du”. Es wäre sinnvoller, wir zahlten ihr die Hälfte zahlen und sie käme nur halb so oft, würde uns aber im Dunkeln lassen, welche Termine sie auslässt und an welchen sie erscheint. Das Resultat wäre ungefähr gleich. Vielleicht sollte ich eine unzuverlässige Putzfrauenagentur gründen, das wäre noch eine Marktlücke.

Oder gibt’s sowas schon? Muss ich mal bingen googeln suchmaschinieren.

Alles über Google

by Gunnar on 12. März 2010 · 8 comments

Hier ist eine hübsche Folge von “The Beast File”, das ist ein Format der australischen TV-Sendung Hungry Beast. Diesmal geht’s über die Allmacht von Google, die ja schon oft und gerade auch hierzulande angeprangert wird. Aber selten so wohlinformiert wie hier:

Für weitere hübsch aufbereitete Fakten zu Google siehe auch die hier schon mal verlinkte Pingdom-Infografik.

[via]

Aber Google ist doch böse, oder?

by Gunnar on 26. Januar 2010 · 1 comment

Ein sehr kurzer Beitrag, in welchem der Herr Kaliban eigentlich nichts anderes macht als auf ein andere Blogs zu verlinken. Das aber mit vielen Worten.

Weil’s ein bisschen zum gestrigen Thema passt, wollte ich mal kurz auf einen Artikel von Christoph Kappes hinweisen, drüben bei Carta. Wo der Herr Kappes das tut, was man eigentlich von unseren so genannten Qualitätsmedien erwarten würde, nämlich das ganze Google-Ding mal ohne ideologische Scheuklappen (*) aufzurollen und einzuordnen. Sehr brauchbar. Würde empfehlen, die Kommentare mitzulesen.

Schnelles Zitat vorab, damit keiner die, äh, Katze im Sack klicken muss:

Auf der politischen Diskussionsebene hat sich eine Lagerbildung unter den Diskutanten etabliert: hier die Fanboys, unkritisch und immer nach vorne gerichtet, dort die rückwärtsgewandten Kulturpessimisten, die weder die Technik verstehen noch Disruption erkennen. Ein sachlicher Diskurs ist aber schwer möglich, wenn die Motivation und Kompetenz der jeweiligen Gegenseite angegriffen wird. Die Spitzenvertreter beider Lager, die gerade sich selbst für besonders gute Kommunikationsprofis halten, sollten einmal darüber nachdenken, wohin das eigentlich führen soll.
Ursache dieses Klimas sind geradezu komplementäre Kompetenzen beider Lager: während es den einen neben sprachlicher Gewandtheit im Diskurs an medientheoretischer, marktpolitischer und rechtlicher Kompetenz mangelt, fehlen den anderen mitunter Kenntnisse über Chancen und Grenzen von Techniken und Geschäftsmodellen – und schlicht auch die Praxis.

P.S. Und weil wir gerade dabei sind, noch zwei Blog-Links: Michalis ereifert sich sehr lesenswert über den Relaunch des Focus; Chris ereifert sich über die Untaten der aktuellen Regierung.

Ach, Microsoft.

Ach, Microsoft.

Und jetzt: Wolfram|Alpha

Mai 16, 2009

Wolfram|Alpha ist eine “rechnende Wissensmaschine” (computational knowledge engine), eine neue Suchmaschine, sozusagen. Aber kein automatisiert erstellter Web-Index wie Google, eher der Versuch relevantes, objektives Wissen zu ordnen.

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Internetliteratur

April 15, 2009

Wäre ich Schriftsteller, ich suchte nicht nach Themen, ich läse einfach die Liste der Suchbegriffe, mit denen Google Menschen zu kaliban.de schickt. Dort fände ich Anregungen zu Krimis (Gehört die Flucht zum Test?), Sozialdramen (Psychos im Bus), modernen Beziehungsromanen (PC-Spiel Texteingabe Beziehung retten), Horrorstorys (Video mit plötzlich auftauchenden Gesicht) und, uh, anderen Literaturformen. Oder so. […]

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