internet

Real life und so

by Gunnar on 20. August 2012 · 0 comments

Habe die Zeit in Köln genutzt, um einen alten “Internet-Freund” endlich mal persönlich auf einen Kaffee zu treffen: Jens Scholz. Bis auf den komischen Akzent war er auch genau so wie erwartet: nett, lustig, ein interessanter Gesprächspartner.

Ach, das Internet.

Zum Thema Gauck

by Gunnar on 21. Februar 2012 · 2 comments

Das Netz sprudelt derzeit über vor Kritik an Gauck, dem designierten Bundespräsidenten. Soviel, dass man’s schon wieder parodieren muss:

Anatol Stefanowitsch, Sprachwissenschaftler und Blogger, hat sich die Äußerungen von Gauck mal 17.272 Zeichen lang vorurteilsfrei angeschaut, hier ist seine lesenswerte Analyse:

Der böse Gauck und das Netz.

Fremdcontent: Es folgt das übersetzte Transkript von Cory Doctorows Vortrag The coming war on general computation auf der 28C3-Konferenz vom 27.12., hier veröffentlicht unter CC-Lizenz. Gefunden bei Christian Wöhrl. Das englische Original der Transkription liegt hier, einen Videomitschnitt gibt’s hier.

Ich poste das hier mal, weil der Vortrag, abseits einiger Fachwörter und Fachkonzepte, ziemlich allgemeinverständlich ist und einige sehr relevante Punkte anschneidet.

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Ad Blocker

by Gunnar on 15. Dezember 2011 · 33 comments

Herr R., ein Ex-Kollege von GameStar hat in seinem Blog eine lesenswerte und auch diskussionswürdige Abhandlung über das Thema “Ad Blocker” geschrieben.

Ich zitiere:

Je mehr Besucher eine Homepage hat, desto geringer wird der Anteil des Einzelnen. Solange, bis er gefühlt nichtig wird: Jeder Akteur denkt, der Inhalt werde unabhängig von seinem Besuch und seinem Beitrag bereitgestellt. Diese falsche Erkenntnis begünstigt jetzt Trittbrettfahrertum: Die Auszahlungen sind für das Individuum, den rational kalkulierenden Akteur, höher, wenn es aus dem impliziten Vertrag aussteigt, sprich: einen Adblocker installiert. Auszahlungen sind in diesem Fall gesparte Zeit, weil Seiten schneller laden oder nicht erst 30 Sekunden Werbespots angeschaut werden müssen. Geld wäre auch denkbar, wenn man per Volumentarif surft, erscheint aber in Zeiten der Flatrates nicht mehr von Bedeutung.
Der Einzelne profitiert so zunächst, weil die anderen Mitglieder des Kollektivs weiterhin für die Bereitstellung des Guts aufkommen. Das geht aber nur so lange gut, wie es ausreichend Akteure gibt, die für die Trittbrettfahrer mitbezahlen.

Mehr drüben, beim Weltraumer.

Ich würde gerne auch was sagen zu der Wikileaks-Klamotte, aber eigentlich hat (neben dem Spiegelfechter, natürlich) Don Dahlmann meine grundsätzlichen Gedanken zufällig bereits ganz gut zusammengefasst, in dem er einen Teil der offenen Fragen anspricht:

1. Wer ist eigentlich die wirkliche Quelle (und was ist die Motivation der Quelle)?
2. Warum konzentriert sich Wikileaks so auf die USA?
3. Lassen sich die Medien instrumentalisieren? Wer profitiert hier von wem?

Für des Dons Antwortversuche: Klickst du hier.

Die logische nächste Frage fehlt mir allerdings:

4. Hätt’s das gebraucht? Muss man das Zeug wirklich veröffentlichen?

Dass die Herren von Wikileaks im Sinne der Öffentlichkeit handeln, wenn sie Dokumente veröffentlichen, die Ereignisse aus einem mit massig Desinformation geführten Krieg aus dem Dunkel holen, sehe ich ein. Aber Dossiers mit Einschätzungen von Botschaftern? Das ist meinetwegen interessant für Historiker und oft ziemlich lustig, aber grundsätzlich erst einmal Privatpost und geht niemanden was an, auch nicht den SPIEGEL und seine Leser. Wie geht das weiter? Kommen noch die Liebesbriefe von Bill Clinton, die Kantinenpläne des Außenministeriums und Mitschriften von den Gesprächen auf der Herrentoilette des Weißen Hauses? Hätte sich Wikileaks einen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie bei “Cablegate” erst mal auf Dokumente aus den letzten 15 Jahren verzichtet hätten? Aber dann wär’s natürlich kein Mediencoup geworden und der SPIEGEL hätte kein Geld für die Exklusivrechte gezahlt. Tja.

Nachtrag I: Interessant übrigens in all der Aufregung: Spreng sagt, die Depeschen bewiesen nur, dass US-Diplomaten Zeitung lesen können.
Nachtrag II: Oh, der Traveller sieht’s ganz ähnlich wie ich.

Spiele, Raubkopien und Porno

by Gunnar on 20. Oktober 2010 · 25 comments

Herr Kaliban regt sich mal wieder sinnlos auf. Und erhält einen Einblick in die fremde Welt der Web-Filter.

Neulich, da verbrachte ich einen freien Tag mit dem Macbook im Café des Hugendubel. Der Hugendubel hat, netterweise, für seine Kunden ein kostenloses, anmeldefreies WLAN aufgestellt. Und er hat, praktischerweise, Kunden, die das nicht zu schätzen wissen, weshalb ich in der Regel der einzige WLAN-Nutzer im Café bin.

Unpraktischerweise möchte die Firma Hugendubel nicht, dass mit ihrem WLAN, das vermutlich auch die Mitarbeiter nutzen, Schindluder getrieben wird. Daher haben sie bei der Firma Bluecoat einen Filter eingekauft, der eine Reihe von Seiten sperrt, vornehmlich Porno, Filesharing und ähnliche Unappetitlichkeiten, aber auch Online-Games. Ist natürlich nicht so schlimm, man braucht derlei Dinge in respektablen Buchläden ja auch nicht zu betreiben. Als Affront empfand ich es allerdings, dass die Firma Bluecoat alle redaktionellen Seiten zum Thema Videospiele gleich mit in den Games-Filter gepackt hat — GameStar.de war also nicht zugänglich, ebensowenig die bucklige Konkurrenz. Jörg Langers Projekt Gamersglobal war gleich gar wegen Spielen UND Pr0n-Verdacht verboten:

Da ich eigentlich Wichtigeres zu tun hatte, begannen natürlich gleich die Synapsen im Prokrastinationsareal meines Hirns wild zu feuern, und ich verfasste eine Beschwerdemail an Bluecoat. Folgender Dialog entfaltete sich:

Ich: GameStar.de ist eine renommierte, mehrfach ausgezeichnete Nachrichtenseite mit dem Thema Computerspiele, aber auch anderen Themen. Spiele kann dort nicht spielen. Bitte klassifizieren Sie die Seite neu.

Blue Coat: Vielen Dank, dass Sie http://www.gamestar.de/ an das Blue Coat WebFilter Team zur Beurteilung eingereicht haben. Wir freuen uns über die Gelegenheit, Ihnen das Ergebnis unserer Bewertung zur Verfügung zu stellen. Nach sorgfältiger Prüfung des eingereichten Webinhaltes hat ein Webinhalts-Analyst die Einstufung dieser URL beibehalten als Spiele.

Ich: This is nonsense. Similar information can be obtained from the game-sections of mainstream news-sites ( http://www.spiegel.de/netzwelt/games/ is unblocked). It’s understandable that your clients want online-games blocked, but putting journalistic sources into the same category is biased.

Blue Coat: Thanks for bringing the lack of uniformity to our attention. I’ve seen to it that http://www.spiegel.de/netzwelt/games/ is now classified as GAMES. Please contact your admin if you want to access GAMES-sites.

Ich: I encountered your system while surfing an open hotspot in a bookstore. Therefore I have no admin to turn to. And that’s the problem: While I believe that it is clever for a hotspot owner to ban downloads and online games, it’s not really in his best interest (and that of his customers) to ban harmless news sites because of topic.

Blue Coat: On that we can agree. Being an avid gamer myself I understand bandwidth concerns versus simple dissemination of gaming news/reviews, etc. I sit on the category committee that is weighing the value of rating such content differently. With your permission I would like to present your email as evidence of why such an action is warranted.

Ich: Please do so.

Seufz. Halbe Stunde verschwendet und alles, was ich erreicht habe, ist dass eine Subseite von Spiegel.de auch noch geblockt wird. Naja, vielleicht kommt das “category committee” ja noch zur Einsicht.

Die Sau auf der Dorfstraße, Teil 2

by Gunnar on 2. September 2010 · 37 comments

Herr Kaliban dokumentiert eine Art Gespräch, das zu führen er sich wider besseres Wissen hat hinreißen lassen. Schauplatz war ein, nun, soziales Netzwerk. Ist ein bisschen gerafft.

Horst*: Auf die Gefahr hin das manch einer das nicht gerne liesst, muss ich grösstenteils sagen das Sarrazins Gedanken durchaus ausgesprochen werden dürfen und sollten. Ich denke nicht das man von rassistischen thesen reden darf, das übertreibt die presse teils ja schon zu gerne und welche macht die printmedien haben, ist sicher kein geheimnis. Alles in allem spricht Sarrazin nur aus was viele Deutsche denken, und insbesondere die mangelhafte Integrationspolitik wird passend kritisiert. Ich wandere auch nicht nach beispielsweise America aus und weige mich dortige Sprache und dergleichen zu erlernen, sofern noch nicht getan. Darüber hinaus ist es erschrecken wie drastisch die Meinungsfreiheit (welche wir ja angeblich haben) beschnitten wird. Wenn man Menschen verbietet zu sagen was Sie denken…

Herr Kaliban: Seufz. Sarrazins Buch ist ein sicherer Bestseller, Spiegel und BILD drucken vorab Ausschnitte, Tausende von Medien berichten darüber, aber wenn ein paar Leute das nicht super finden, wird gleich “die Meinungsfreiheit beschnitten”.

Horst: Und ja ich spreche von Beschneidung der Meinungsfreiheit, wenn ich höre was Sigmar Gabriel für einen Dummfug von sich gibt, in Bezug auf Sarrazin, kann ich nur noch den Kopf schütteln. Wo ist das denn Meinungsfreiheit wenn man Menschen schlecht macht, weil Sie es wagen auszusprechen was Sie denken. Wo bleibt denn da die Toleranz? In unserem demokratischen Land möchte ich gefälligst auch aussprechen können was ich denke ohne gleich dafür verurteilt zu werden.

Herr Kaliban: Sarrazin diffamiert ganze Bevölkerungsgruppen, wird von der NPD dafür bejubelt, aber wenn sein Parteichef was dagegen sagt, ist das “intolerant”? Ich habe früher als Sozialarbeiter mit Flüchtlingen gearbeitet und durchaus eigene Erfahrungen mit muslimischen Migranten. Bestreite gar nicht, dass die schwierig zu integrieren sind, auch weil die Traditionen einiger Herkunftsländer mit unserer Gesellschaft nur schwer vereinbar sind. Daraus zu schließen, die seien genetisch dümmer, ist allerdings Blödsinn. Den Unsinn mit dem “jüdischen Gen” hat Sarrazin ja auch mittlerweile schon wieder zurückgenommen.

Freund von Horst: Du unterstellst Horst Meinungen, die er mit keinem Satz geschrieben hat, mal ganz abgesehen davon, das Deine Argumentation Quatsch ist. Niemand kann sich aussuchen, von wem er bejubelt wird.

Horst: schon interessant wie boniert manche menschen denken, ihre meinung steht über allem anderen…sehr bedenkliche sichtweise ..  p.s. was hat eine fremde kultur denn damit zutun, ob man bereit ist die sprache des landes zu lernen, in dem man lebt ?

Herr Kaliban: Die letzte Frage zeigt ganz gut, wie die ganze Debatte funktioniert. Viele Menschen, auch ich, sehen mit Sorge, dass hierzulande Nebengesellschaften entstehen, dass unsere Kinder in manchen Schulen gegenüber den Migranten in der Minderheit sind, fürchten die Aggression, die von manchen Gruppen ausgeht. Et cetera. Das alles ist unbestritten. Und das darf man auch sagen, im toleranten Deutschland. Man darf auch von migranten größere Integrationsanstrengungen fordern. Alles Teil einer komplexen Debatte: einerseits gibt es unbestritten Familien, die sich der libertären Gesellschaft verweigern und hier gerne einfach so weiterleben würden, wie in, um ein Klischee zu nennen, Ostanatolien, nur mit mehr Konsum. Andererseits sind die Deutschkurse für Einwanderer überfüllt, die Nachfrage übersteigt das Angebot weit. Das ist leider nicht die Art von Thematik, die man mit zwei, drei prägnanten Halbsätzen darstellen kann. Und wirklich problematisch wird ja es erst, wenn man versucht, mit wissenschaftlich unhaltbaren biologistischen Argumenten eine Art Unausweichlichkeit herbeizuargumentieren. Aus dem Letzteren rührt der Widerstand gegen Sarrazin, kein Mensch greift ihn an wegen der Forderung nach besserer Integrationspolitik.

Aus dem Off: Plinnnngg!

Horst: Blablaallesganzanders

Herr Kaliban: Neeblubbachwasneenee

Das vollständige “Gespräch” ging noch ein bisschen länger, fürchte ich. Ohne dass irgendwer irgendwen in seiner Meinung ins Wanken gebracht hätte. Ich muss irgendwann lernen, mich aus sowas rauszuhalten. Ich bin wie ein Usenet-Zirkuspferd, das sofort losläuft, wenn die, äh, Flamewar-Musik einsetzt. Oder so.

* Name geändert

Update: Rasch noch ein brillanter Beitrag zum Thema: 8 Thesen zur Migrationsdebatte (zeit.de). Auszug:

Wo das Leben nicht konkret wird, da entsteht Platz für Ideologien. Deswegen zeigen sich in der aktuellen Debatte noch die Frontlinien des vergangenen Jahrhunderts. Da standen auf der einen Seite ausländerkritische, auch ausländerfeindliche rechte Politiker, die daran glaubten, die Fremden seien hier nur zu Gast, sie warnten vor Überfremdung. Auf der anderen Seite standen die Linken, die einen regelrechten Selbsthass auf die spießigen, nach wie vor faschistoiden Deutschen verspürten, denen man als Gegengift gar nicht genug Ausländer ins Land holen kann. Beide Gruppen, Ausländerfeinde wie Deutschenfeinde, hegten kaum ein wirkliches Interesse an den Ausländern, sie dienten ihnen als politische Waffe.

Viel besser kann man das nicht sagen.

Geld verdienen im Internet (Update)

by Gunnar on 2. September 2010 · 12 comments

Herr Kaliban weiß nicht mehr, wohin mit dem Geld. Quasi.

Ich hatte ja schon ein, zwei Mal* meine Einnahmen mit diesem Blog offengelegt, als Mahnung für nachfolgende Generationen, sich ein einträglicheres Hobby zu suchen und nicht nur das Internet vollzuschreiben.

So sieht’s aktuell aus: Die Einnahmen schwankten in den letzten drei Monaten zwischen 80 und 100 Euro, wobei sich allerdings die Anteile der vier Einnahmequellen (Flattr, Amazon Affiliate, Google Adsense, Linklift) stark verschoben. War im Juni noch Linklift der Hauptgeldgeber, ist es im August Amazon (vielen Dank an alle, die über Links auf dieser Seite Bücher oder TV-Serien gekauft haben!). Flattr war schwach im August, aber ich habe auch nicht viel Aufsehenerregendes gebloggt, zugegeben.

Ist ja schon ganz ordentlich. Jetzt noch um den Faktor 50 skalieren, dann kann ich meinen Job kündigen.

Das universelle Geschäftsmodell

by Gunnar on 12. August 2010 · 14 comments

Herr Kaliban erinnert sich an eine grundlegende Regel.

Früher arbeitete ich, studiumsbegleitend, bei der Firma ViCo Multimedia in Kassel und Göttingen. Der einfallsreiche Name ViCo stand für Video- und Computerspiele — und das war es denn auch, was dort verkauft wurde. So richtig klassisch im Einzelhandel, Steam gab es ja noch nicht, und Amazon.de hieß noch Telebuch. Ich legte dort, im Fronteinsatz am Gamer, den Grundstein für meine spätere Karriere, indem mich mir durch ausdauerndes Ausprobieren der Ware die absurden Detailkenntnisse aneignete, mit denen ich dann Anno 1998 meinen späteren Chef im Vorstellungsgespräch beeindrucken konnte. Eine der Fragen damals war: “Auf wie vielen unterschiedlichen Screens stellt Fallout 1 am Ende des Spiels den Fortgang das weitere Schicksal der Welt dar?” Schlimm. Weiß auch gar nicht mehr, was ich geantwortet habe, aber das ist ja auch nicht Gegenstand dieser Beitrags, denn eigentlich wollte ich von der universellen Regel erzählen, die Ramin (mein Chef bei ViCo) seinerzeit aufstellte.

Folgende Situation: Irgendwer, vermutlich Ramin, hatte ohne Remissionsrecht für das totgeborene Sega Mega CD allerlei Spiele und Zubehör eingekauft, die nunmehr in der Auslage verschimmelten. Viele Winter zogen ins Land, Kinder wurden geboren und starben als Greise, Gletscher wanderten meilenweit und noch immer lag das Mega CD-Zeug von den Kunden verschmäht im Regal. Da fasste ich mir ein Herz und reduzierte den Preis auf einen nur noch knapp zweistelligen Markbetrag, in der Hoffnung, damit die Brieftaschen der letzten Sega-Fans zu öffnen. Ramin pfiff mich zurück, hieß mich den Preis wieder nach oben setzen und sprach die denkwürdigen Worte:

“Gunnar, wir halten den Preis. Denn höre, jeden Morgen steht ein Idiot auf. Und wir hoffen eben, dass er heute zu uns kommt.”

Und so war es dann auch, beinahe: Ein paar Wochen später brachen ein paar Halbstarke nachts im Laden ein, bekamen die Kasse aber nicht auf und nahmen, vermutlich aus Unkenntnis, unser gut sortiertes und hoch bepreistes Mega CD-Sortiment komplett mit. Das wird die Versicherung nicht gefreut haben.

Mich begleitet Ramins Regel jetzt durch’s Leben — und hilft mir, das Geschäftsmodell vieler Internetangebote besser zu verstehen.

Geld verdienen im Internet

by Gunnar on 3. Juli 2010 · 10 comments

Herr Kaliban wird, man kann es nicht anders sagen, immer noch reicher.

Wie es zum guten Ton in der Blogsphäre gehört, lege ich mal die Einnahmen offen, die ich mit diesem Blog im letzten Monat (Juni 2010) erzielt habe. Also, es gibt theoretisch fünf Geldquellen:

Linklift: 76,93
Google Adsense: 9,98
Flattr: 6,07
Amazon Affiliate: 0,96
Tradedoubler: 0,00

Alle Beträge in Euro. Anmerkungen: Tradedoubler ist, zugegeben, auf der Seite fast nirgendwo mehr vertreten; Amazon steigt deutlich, wenn ich Bücher empfehle (was ich im Juni kaum getan habe); Adsense liegt sonst ein paar Euro höher; Linklift zahlt derzeit gutes Geld, aber der Höhepunkt ist, zumindest für Kaliban.de überschritten. Die Überraschung ist Flattr — dreieinhalb mal mehr Einnahmen als im Monat davor, Durchschnittspreis pro Klick 34 Cent. Kleingeld bislang, aber Kaliban ist mit seinen 40.000 Visits auch kein sehr großes Blog. Und hey, immerhin User-Revenue. Große Sites, die den Button überall einbauen, haben damit auch schon mittelhohe dreistellige Beträge erziehlt, sagt Carta. Eine Kurzanalyse dazu hat Enno Park geschrieben, drüben beim Yucca Tree. Schau’n mer mal, wie sich das noch entwickelt.

Nichtsdestotrotz ist diese Seite natürlich keine kommerzielle Veranstaltung. Wenn ich auf’s Geldverdienen aus wäre, würde ich die Sache ganz anders angehen. Ich sehe das mit den Bannern und den Links und den Buttons eher als Experiment.

Living in Cokespace

Juli 1, 2010

Herr Kaliban wundert sich über die seltsame Langsamkeit, mit der die Zukunft eintrifft.

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Altherrenweisheiten

Juni 16, 2010

Im Lichte aktueller Ereignisse und Entwicklungen und der ganzen Diskussion über Sinn und Unsinn des Internet möchte ich allen Anwesenden, vor allem aber auch allen Nicht-Anwesenden, einen alten Text von Douglas Adams ans Herz legen. Der wurde 1999 verfasst, handelt vom Internet und — ist immer noch wahr.

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