kaliban.de

Kaliban per Mail

by Gunnar on 7. Januar 2012 · 0 comments

Liebe Leser,

ich habe Mitte/Ende 2010 mal Anmeldungen gesammelt, für einen Newsletter zu den Sonntagslinks. Nun haben wir 2012 und wir müssen der Wahrheit in’s Auge sehen: Herr Kaliban ist zu faul dafür. War auch vielleicht eine anachronistische Idee. Naja wurscht, es gibt adäquaten Ersatz, denn das letzte Update von Jetpack für WordPress hat ein brauchbares Newsletter-System eingeführt: Man kann sich für Varianten wie 1-Mail-pro-Post, 1-Mail-pro-Tag oder 1-Mail-pro-Woche entscheiden und das Abo selber managen.

So sieht das aus in der Inbox:

Das Anmeldeformular findet sich rechts unten in der Widget-Leiste: einfach Adresse eintragen und “Klick!” klicken, dann gibt’s eine Mail, die erklärt, wie’s weitergeht. Außerdem gibt’s ein Anklickfeld unter der Kommentarbox, das kann man auch nehmen.

Man kann natürlich aber auch weiterhin den RSS-Feed verwenden.

10 Jahre Bloggen!

by Gunnar on 5. Januar 2012 · 21 comments

Herr Kaliban will ein bisschen feiern.

Irgendwann, so Anno 2000, fiel mir auf, dass so wahnsinnig hippe und technologieaffine Leute wie ich unbedingt eine eigene Webseite brauchen. Ich hatte dann erstmal caliban.de angemeldet, habe damit aber nie was Richtiges gemacht. Ende 2001 programmierte ich mir dann eine persönliche Seite zusammen, die ich unter gunnar.lott.com ablegte. Dort fing ich dann am zweiten Januar 2002 an zu “bloggen”, will sagen, ich änderte im Quelltext die Startseite, um die eine oder andere Begebenheit mitzuteilen, selbstverständlich vollständig unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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Das kalibanische Jahr

by Gunnar on 2. Januar 2012 · 5 comments

Bisschen Statistik zum abgelaufenen Jahr in diesem Blog.

Generelles: Dieses Blog wurde in 2011 knapp 500.000 mal besucht. War insgesamt ein schwaches Jahr, weil ich ja, ahem, die erste Hälfte des Jahres nicht gebloggt habe. Es gab 154 neue Posts, damit vergrößerte sich das Archiv auf gut 2.300 posts. Mit 9.332 Besuchern war der 10. Oktober der stärkste Tag des Jahres. Die Zahl der Kommentare kann man sicher auch irgendwo ablesen, ich weiß aber nicht wo. Dürften so grob 1.500 gewesen sein, denke ich.

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Das Blog im Mittelpunkt aller Dinge

by Gunnar on 7. Dezember 2011 · 10 comments

Herrn Kaliban zerfällt die Welt.

Es fängt im Eins-zu-Eins-Kontakt an: Ich schreibe eine Mail und erhalte die Antwort zwischendurch im Skype. Ich werde auf Facebook um das Ausleihen eines Buches gebeten und schicke daraufhin ein Postpaket. Ich stelle eine Frage im Jabber, als Reaktion teilt mir jemand einen Link innerhalb von Google+. Ich schreibe einen Blogartikel, das löst drei Mails mit privaten Nachfragen aus. Und eine SMS von meiner Frau, die sich beschwert, warum ich schon wieder nicht erwähne, dass meine brillante Idee eigentlich von ihr ist.

Man fragt bei alledem ziemlich oft “Hast du meine Nachricht bekommen?”.

Irritierend, aber das soll heute nicht das Thema sein, das ließe sich ja mit Disziplin lösen, vermutlich.

Mir geht’s heute um die Einer-an-viele-Kommunikation, da wird’s nämlich nicht besser, eher schlimmer: Beim alltäglichen Surfen kommen mir Kommentare zum Alltagsgeschehen in den Sinn, ich finde Seiten, Videos, Texte im Netz – all das verarbeite ich auf hier im Blog (wenn’s für die Sonntagslinks oder einen eigenen Beitrag taugt), auf Twitter (wenn’s sich auf 140 Zeichen verdichten lässt), auf Facebook (wenn ich’s interessant genug für meine Freunde finde), auf Google+ (wenn, huh, warum eigentlich?). Das ist kein Crossposting, wohlgemerkt; meine “Streams” sind auf allen Plattformen einigermaßen unterschiedlich. Und dann hat der eine da was gelesen, der andere dort, manche antworten sofort, manche nehmen den Gedanken auf und kommentieren ihn anderswo.

Das hat natürlich alles so keinen Sinn, mein Hirn fragmentiert.

Ich habe keine Ahnung, wie man das ganze Kommunikationsding halbwegs zusammenhalten soll. Ich könnte es natürlich einfach lassen, ‘s zwingt mich ja keiner, die Attention Whore zu spielen und auf allen Kanälen zu kommunizieren. Ich könnte auf ein, zwei, drei Optionen verzichten, könnte mich konzentrieren. Ich könnte mir ein universelles Format ausdenken und alle Energie darauf bündeln. Aber ach, es macht ja auch Freude, tausend “Follower” hie und zweitausend “Freunde” da zu haben.

Am schönsten wär’s, wenn mein zentrales Lieblingswerkzeug, dieses Blog, im Zentrum aller Aktivität stünde und alle Kanäle zusammenfassen würde. Warum kann ich nicht einen kompletten Facebook- oder G+-Beitrag (mitsamt aller Kommentare) im Blog abbilden? Warum kann ich nicht automatisch meine Tweets formatiert als Mini-Post einlaufen lassen (und nicht nur als Widget abbilden)? Ich könnte all diese Probleme sicher irgendwie lösen, Tweets händisch posten, ein Plugin schreiben (lassen), das irgendwie die Google+-API abfragt, whatever. Warum aber gibt’s sowas nicht schon fertig, bei all den Abertausenden WordPress-Bloggern, die auf Abertausende vorgebauter WordPress-Templates Zugriff haben? Es müssten doch viele Leute dieselben Wünsche haben wie ich? Das ist doch nicht nur ein spezifisches Ego-Blogger-Problem, das würde sich doch auch auf monothematische Blogs anwenden lassen: Präsenz in allen Kanälen mit kanalspezifischem Content, aber halt gespiegelt im Blog für alle.

Die grundsätzliche Technologie dafür ist doch schon da, es fehlt nur die Anwendung, oder nicht?

Also, ihr Template-Bauer da draußen, baut mir was.

Update: Hm. Möglicherweise erfüllt dieses Plugin ein paar der Anforderungen. Mal gucken.

Update 2: So, verwende das Social-Plugin jetzt seit einer Weile. In der Tat löst es ein paar der Probleme, leider aber nicht sehr elegant.

* Ich habe keine Ahnung, wie hoch die Überschneidungen bei meinen Lesergruppen sind, schätze aber den Kern derjenigen, die mehr oder weniger regelmäßig irgendwas von mir mitlesen oder -hören auf 3.000 bis 4.000 Menschen ein. Das ist jetzt nicht grad Lobo-Niveau, aber auch nicht ohne. Ich bekomme immerhin hinreichend Feedback, dass es Spaß macht und ich mir gemocht vorkomme. Und das ist ja schon mehr als die meisten Leute über ihre Hobbys sagen können.

Brauserkriege

by Gunnar on 5. Dezember 2011 · 10 comments

Man hört ja so viel über den Siegeszug von Chrome, den Niedergang von Firefox und die relative Stärke des Internet Explorer, der immer noch nicht verschwunden ist.

Hier, im ordentlichen Kaliban-Land ist von noch alledem kaum etwas zu merken: Man fährt hier korrekt im halbwegs aktuellen FF vor, der IE noch liegt hinter Opera. Und Chrome wächst rasant, liegt aber noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, trotz des zweiten Platzes im Gesamtklassement. Safari herrscht, wenig überraschend, über MacOS und iOS (dessen Anteil am Traffic wächst), verliert aber bei MacOS an Boden.

P.S. Was wäre, wenn Browser wie berühmte Schauspieler wären?

Elf Tage Irland

by Gunnar on 13. Oktober 2010 · 25 comments

Herr Kaliban hat was ausgebrütet. Sozusagen.

Ich stehe meinen Texten, wie die meisten Leute, die schreiben, eher distanziert gegenüber: vieles erscheint mir in der Rückschau als zu kurz gesprungen, zu hastig formuliert, zu halb durchdacht. Viele Blogtexte habe ich, Jahre später, stillschweigend überarbeitet, wohl wissend, dass das niemals jemand bemerken würde — es ging mir nur um den Text an sich. Naja. Was mir hingegen immer noch ganz gut gefällt, ist mein Irlandtagebuch, eine kleine Sammlung von Blogposts, die ich auf einer eher langweiligen Irlandreise Anno 2005 verfasst habe. Und weil ich die Sachen immer noch mag, habe ich sie für ein kleines Experiment ausgewählt: mein erstes Hörbuch.

Okay, »Hörbuch« ist dabei vielleicht ein etwas hochfliegender Begriff: Aber immerhin, die Textsammlung gibt es jetzt, gelesen von Andreas Fingas, auf iTunes unter dem Titel »Elf Tage Irland« zu kaufen. Läuft so 20 Minuten, kostet leicht überteuerte 2,97 Euro (auf Amazon ist’s mit 2,31 ein bisschen billiger.).

Es geht mir dabei nicht darum, eventuell Kohle mit der Sache zu verdienen; ich wollte nur mal ausprobieren, wie das so funktioniert, mit iTunes und Amazon und und Self-Publishing und so. Und, tatsächlich, es ist alles sehr easy: Ich habe für einen fairen dreistelligen Betrag den Sprecher auf Bodalgo.de rekrutiert, dem freundlichen Herrn den Text und ein paar Takte rechtefreie Irland-Musik geschickt, binnen eines Tages ein paar fertig gesprochene und abgemischte Audio-Files zurückbekommen, einen Account auf Tunecore eröffnet, das Zeug hochgeladen, ein hastig gemachtes Bildchen dazugestellt, knapp 45 Dollar Gebühr bezahlt, fertig. Drei Wochen später war das »Album« dann bei iTunes und Amazon live.

Ah, teh mad Power of teh Intarwebs. Everybody can be an Artist!

P.S. Okay, es ist natürlich sinnlose Geldverschwendung, weil ich die Kosten für Sprecher und Tunecore niemals wieder rauskriege (dazu müsste sich das Ding über 150 Mal verkaufen), aber das ist mir der Spaß wert. Und hey, irgendein eitles Hobby muss man als Mann haben. Dafür sammle ich nichts, nicht mal Videospiele, Briefmarken oder Oldtimer.

Neues Theme, neues Glück

by Gunnar on 12. Oktober 2010 · 31 comments

Oder so. Jedenfalls hatte ich irgendwie, plötzlich, den alten Look dieser Seite satt. Keine Ahnung, warum, eigentlich hat es ganz gut funktioniert. Wurscht. Weg ist weg. Das WordPress-Theme ist weiterhin Thesis, aber diesmal mit einem Skin, Feedpop heißt der. Es knirscht noch ein bisschen, derzeit, aber ich bin guter Hoffnung, dass ich die Problemchen (die Breite der Hauptspalte beispielsweise) noch ausgebügelt bekomme.

Geld verdienen im Internet (Update)

by Gunnar on 2. September 2010 · 12 comments

Herr Kaliban weiß nicht mehr, wohin mit dem Geld. Quasi.

Ich hatte ja schon ein, zwei Mal* meine Einnahmen mit diesem Blog offengelegt, als Mahnung für nachfolgende Generationen, sich ein einträglicheres Hobby zu suchen und nicht nur das Internet vollzuschreiben.

So sieht’s aktuell aus: Die Einnahmen schwankten in den letzten drei Monaten zwischen 80 und 100 Euro, wobei sich allerdings die Anteile der vier Einnahmequellen (Flattr, Amazon Affiliate, Google Adsense, Linklift) stark verschoben. War im Juni noch Linklift der Hauptgeldgeber, ist es im August Amazon (vielen Dank an alle, die über Links auf dieser Seite Bücher oder TV-Serien gekauft haben!). Flattr war schwach im August, aber ich habe auch nicht viel Aufsehenerregendes gebloggt, zugegeben.

Ist ja schon ganz ordentlich. Jetzt noch um den Faktor 50 skalieren, dann kann ich meinen Job kündigen.

Wieso eigentlich »Kaliban«?

by Gunnar on 31. August 2010 · 6 comments

Herr Kaliban erklärt das dem K-Wort nochmal, für die Leser, die seit 2006 dazugekommen sein mögen.

Vor vielen, vielen Jahren, da spielte ich das grandiose Weltraumspiel TIE Fighter von LucasArts. Eines der ersten Male in meiner Spielehistorie, dass ich für die böse Seite, in diesem Falle das Imperium, antrat. Dafür brauchte ich einen neuen Kampfnamen, die sonst verwendeten [Gun], [Lord_Mord] oder, ahem, [GuLo] passten nicht so recht. Nach kurzem Studium klassischer Werke und nordischer Mythologie kam ich auf Caliban. Klingt ein bisschen böse, geht leicht von der Zunge und, hey, er hat intellektuell was zu bieten — Caliban ist der fiese bucklige Sklave in Shakespeares »The Tempest« (»Der Sturm«). Außerdem eine der faszinierendsten Figuren, die Shakepeare überhaupt erschaffen hat, Sohn der Hexe Sycorax und des Gottes (Teufels?) Setebos. Von Shakepeare ambivalent angelegt, einerseits als komische Figur, andererseits hat er aber auch eine gewisse natürliche Wildheit*. In späteren Jahren wurde er als Symbol für den die unterdrückte Urbevölkerung zu Zeiten des Kolonialismus genommen, was Shakespeare natürlich nicht beabsichtigt haben konnte.

Caliban ist ein überdies hübsch sprechender Name, hat Anklänge an Cannibal, Kannibale, und »calibaun« ein Zigeunerwort, das »schwarz« bedeutet. Ich benutze den Namen seither in fast jedem Spiel, für gute wie böse Charaktere, bin allerdings vor einigen Jahren auf Kaliban mit K* gewechselt, weil der Name seltener verwendet wird. Dennoch: Gerade Engländer und Amis nutzen das Wort auch gerne, ob mit K oder C. Mein Xbox-Gamertag ist daher nur »Herr Kaliban«, der Rest war belegt. Und die Domain caliban.de habe ich irgendwann zugunsten von kaliban.org (früher) und kaliban.de aufgegeben, weil mir die ständigen Nachfragen nach der gleichnamigen Band auf die Nerven gegangen sind. Hat nur so mittel geholfen, weil’s natürlich auch Musiker und Bands mit dem Namen Kaliban gibt, aber naja.

So. Jetzt wisst ihr’s.

Geld verdienen im Internet

by Gunnar on 3. Juli 2010 · 10 comments

Herr Kaliban wird, man kann es nicht anders sagen, immer noch reicher.

Wie es zum guten Ton in der Blogsphäre gehört, lege ich mal die Einnahmen offen, die ich mit diesem Blog im letzten Monat (Juni 2010) erzielt habe. Also, es gibt theoretisch fünf Geldquellen:

Linklift: 76,93
Google Adsense: 9,98
Flattr: 6,07
Amazon Affiliate: 0,96
Tradedoubler: 0,00

Alle Beträge in Euro. Anmerkungen: Tradedoubler ist, zugegeben, auf der Seite fast nirgendwo mehr vertreten; Amazon steigt deutlich, wenn ich Bücher empfehle (was ich im Juni kaum getan habe); Adsense liegt sonst ein paar Euro höher; Linklift zahlt derzeit gutes Geld, aber der Höhepunkt ist, zumindest für Kaliban.de überschritten. Die Überraschung ist Flattr — dreieinhalb mal mehr Einnahmen als im Monat davor, Durchschnittspreis pro Klick 34 Cent. Kleingeld bislang, aber Kaliban ist mit seinen 40.000 Visits auch kein sehr großes Blog. Und hey, immerhin User-Revenue. Große Sites, die den Button überall einbauen, haben damit auch schon mittelhohe dreistellige Beträge erziehlt, sagt Carta. Eine Kurzanalyse dazu hat Enno Park geschrieben, drüben beim Yucca Tree. Schau’n mer mal, wie sich das noch entwickelt.

Nichtsdestotrotz ist diese Seite natürlich keine kommerzielle Veranstaltung. Wenn ich auf’s Geldverdienen aus wäre, würde ich die Sache ganz anders angehen. Ich sehe das mit den Bannern und den Links und den Buttons eher als Experiment.

Kaliban.de ist ein Gaming-Blog?

Juni 8, 2010

Oh. Kaliban.de ist das am zweithäufigsten zitierte Gamingblog in Deutschland?

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Wo kommen SIE eigentlich her?

Januar 7, 2010

Man möge mir meine Neugier verzeihen, aber ich würde euch, geschätzte Mitlesende, gerne mal was fragen, was mich schon lange brennend interessiert.

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