Katzen

Tiger

by Gunnar on 29. Januar 2013 · 12 comments

tigerr

Wir nannten ihn Tiger und hatten ihn sehr lieb. Er wurde 13 Jahre alt.

Katzenprobleme

by Gunnar on 4. Januar 2013 · 10 comments

Herr Kaliban und das Goldkindtm sprechen über eine ernste Sache.

Herr Kaliban: Ich muss heute noch einmal mit der Katze zum Tierarzt.
Goldkind: Hm?
Herr Kaliban: Und, hörst du, es kann sein, dass sie sehr krank ist.
Goldkind: Hm?
Herr Kaliban: Es kann (kurzes Ringen um Fassung), es kann sein, dass das nicht heilbar ist. Und dass sie dann bald… stirbt.
Goldkind: Oh nein!
Herr Kaliban: Ja, es ist schlimm.
Goldkind: Aber du, Papa, es gibt doch so Läden, wo man Tiere kaufen kann.
Herr Kaliban:
Goldkind: Da könnten wir ja dann, wenn die Katze tot ist, einen Wellensittich kaufen. Das ging doch bisher immer nicht. Weil die sich nicht vertragen. Das wär’ doch dann kein Problem mehr.

Uh. Nun, offenbar gehen Kinder mit dem Tod von Haustieren, äh, UNVERKRAMPFTER um, als man gemeinhin denkt. Das, oder diese Frucht meiner Lenden ist einfach überdurchschnittlich materialistisch.

Abendkatze

by Gunnar on 4. August 2011 · 0 comments

Oh so tired

by Gunnar on 24. August 2008 · 8 comments

Ich liege auf dem Sofa, in einer Art Wachkoma, wie Treibsand hält mich diese tiefe Erschöpfung umfangen, die ich, wie jedes Jahr, zusammen mit 346 Visitenkarten und amtlichen Kopfschmerzen von der Games Convention mitgebracht habe.

Meine Gedanken wandern mit der Geschwindigkeit von Gletschern. Fetzen: Facebook nervt mit seinen Versuchen, mich zu Facebook-konformen Aktivitäten zu zwingen; Leipziger Taxifahrer sind offensichtlich kollektiv lebensmüde; die FDP-Wahlplakate für den Bayern-Wahlkampf sind peinlich, aber natürlich nicht so peinlich wie die der REPse, die den ihrer Klientel angemessen doppeldeutigen Slogan der Heimat zuliebe blau wählen auf ihre Aushänge drucken.

Uh.

Mein Arm ragt im Liegen über das Sofa hinaus, ich höre ein Mauen, dann schiebt die Tigerkatze ihren Kopf in meine Handfläche. Streichelt sich sozusagen selber. Ich bin aber zu kraftlos, um mitzumachen. Nach drei Versuchen gibt sie auf.

Ich sollte irgendwas tun, am Sonntag nachmittag — Spazierengehen mit dem Baby, endlich Braidtm weiterspielen, meinen Koffer ausfräumen* oder ein Geschichtlein für den kleinen Wettbewerb vom NZZ Folio schreiben. Es geht aber nicht. Mein Hirn kann allenfalls 4.5 Prozent meiner potenziellen Maximalleistung aktivieren, das reicht nicht für mehr als Sofakoma und sinnloses Gedankenkreisen. Mir fällt von irgendwoher ein, dass der Satz Cornelius parkte den SLK in der Garage, schaltete alle Lampen des Hauses auf Hangarbeleuchtung — bei schlechter Laune hasste er Dämmerlicht — und fütterte seine Kois mit Flocken aus feingemahlenen Hartz-IV-Empfängern eigentlich gut genug ist, um ihn für eine etwaige spätere Verwendung aufzuschreiben, doch irgendwas stimmt daran nicht. Fünfzehn Gletscherminuten später weiß ich es — in “Microserfs” kommt ein ähnlicher* vor. Ach Mist. Möglicherweise stammen die meisten meiner coolen Sätze aus Popliteraturbüchern und ich weiß es nicht mehr und halte mich für originell. Nunja.

Dieser Text führt nirgendwo hin. Demnächst Kohärenteres an dieser Stelle.