Herr Kaliban erlaubt sich, auf die großartige Arbeit von Murray Goat hinzuweisen. Der Herr erschafft mit feinem Strich Comic-Kunstwerke, darunter dieses hier:
Kunst
Dies ist wirklich ein sehr, sehr schönes Bild. Würde ich mir an die Wand hängen.
Gefunden im Flickr-Stream von James McKelvie, dem Comiczeichner.
[via]
Der Künstler Tim Schwartz hat eine Anwendung geschrieben, welche die Datenbank der New York Times durchsucht und ausgibt, welche Begriffe im Laufe der Jahre wie oft in Artikeln verwendet worden sind. Hier ein hübsches Beispiel:

Sehr schöne Spielerei. Besonders in der Form als Installation. Überhaupt lohnt sich ein Besuch auf der Seite von Schwartz, da der noch viele weitere wahnwitzige/wunderschöne Ideen hat.
Natürlich glauben wir, wie alle Eltern, dass unser Erstgeborenes, das Goldkindtm, neben dem Literaturnobelpreis auch noch Ehrungen für die von ihm geschaffenen Kunstwerke sowie Goldene Schallplatten (heißt das heute noch so?) entgegennehmen wird. Aber in beiden Elternfamilien sind Rhythmusgefühl und Melodiesicherheit allenfalls schwach ausgeprägt; auch die Felder Zeichnen und Malen haben die ansonsten verdienstvollen Stämme der L. aus Niedersachsen und der westfälischen H. durchschnittlich nicht über Viertklässlerniveau geskillt.
Also wird dieser Glaube, natürlich, in Kürze an der Realität zerschellen.
Vielleicht.
Vielleicht besteht aber noch Hoffnung. Folgendes Kunstwerk warf meine 20 Monate alte Tochter neulich en passant aufs Papier:

Ein Strich. Ohne abzusetzen. Comic-Connaisseure erkennen natürlich sofort die idealisierte Version der Betonmöve Dipo von Mœbius (Jean Giraud). Sensationell. Picasso-esk.
Mild irritierend ist allerdings, dass sie ansonsten bloß Krikelkrakel malt. Und nach Vollendung der Möve gehörig überrascht wirkte und “Ente! Ente! Ente!” rief.
Naja. Es reicht ja vielleicht auch, wenn sie Fantasie hat.

Oben: ein großartiges Buchcover. Thema perfekt getroffen, witzig, ein Hingucker.
Unten: ein grotesk missratener Umschlag, mit Schriftenwirrwarr und Bildsprache ohne Sinn und Verstand.

Aber das Cover ist nicht alles, das obere Buch (Das kann ich auch!) erweist sich nach lustigem Beginn als Blender, hält nicht, was der Untertitel verspricht und versinkt in der zweiten Hälfte in geschwätziger Beliebigkeit. Das untere (mit dem blödsinnigen Namen Wer bin ich – und wenn ja wie viele?
) ist hingegen eine nahezu perfekte Einführung in die Philosophie, ohne viel Historie oder hochtrabendes Gewäsch. Unbedingt zum Kauf empfohlen.
So viel zu der Aussagekraft von Titelseiten — das Philosophiebuch hätte ich niemals gekauft, weil es so billig aussieht. Gottseidank hat man es mir geschenkt…
Die Duckomenta, eine kleine und, nun ja, ziemlich Enten-zentrische Kunstausstellung, ist noch bis zum 9.3. in München. In der Whitebox. Wollte ich nur mal angemerkt haben, es gibt ja den einen oder anderen, der angenehme Jugenderinnerungen an die Entenhausener Gesellschaft hat.
Unten sollten eigentlich Bilder stehen — falls das Plugin spinnt, einfach hier klicken. Falls unten Bilder angezeigt werden, bitte diesen Hinweis ignorieren. Ahem.






