Mail

Die heißen Haare des Herrn D.

by Gunnar on 8. Mai 2012 · 5 comments

Gerade eine Mail verschickt und Folgendes als Abwesenheitsbenachrichtigung erhalten:

Dear sender,

I’m now out of the office. While sitting at my desk my head started to get really hot. I decided to leave early. I also drank some cold water, but it didn’t do nothing. So I laid in the bathtub for a while, but then I realized that it was my hair that was making my head hot. So I went into my kitchen and I shaved it all off. I don’t want anyone to see. I’ll be back Tuesday.

In dieser Spielebranche, da arbeiten nur Verrückte.

Klicks gegen den Weltfrieden

by Gunnar on 21. März 2009 · 4 comments

Früher, da war das alles besser — niemand hat Mit Verlaub, Herr Chef, Sie sind ein egozentrischer Schimpanse mit Haarausfall und den Manieren eines Tasmanischen Teufels mit dem Füller auf ein Blatt Papier gekratzt und es dann in einen Umschlag gesteckt, auf den er versehentlich die Adresse seines Chefs geschrieben hatte.

Wie gefährlich die moderne Kommunikation, wie prekär der Frieden unter den Menschen, wenn die ehrliche Antwort auf eine Mail nur ein paar Klicks weit entfernt ist.

Täglich werden Mails an Kunden weitergeleitet, ohne die Zeile Und wenn den Deppen dieser Entwurf nicht gefällt, dann können sie sich ihre paar Kröten den Darm hochschieben zu löschen, werden offene Meinungen über vermeintlich nahestehende Menschen in die verkehrten ICQ-Fenster getippt, werden kompromittierende Anmerkungen in Word-Dokumenten gelöscht, aber nicht entfernt. Und so weiter.

Es ist ein Wunder, dass wir alle überhaupt noch miteinander reden.

Wir müssen zurück zu Tinte, Papier und Feder, ehe Schlimmeres geschieht. Oder, vielleicht, darauf bauen, dass Google den Weltfrieden rettet.

Mail! Mich! An!

by Gunnar on 14. Februar 2009 · 5 comments

Notiz an mich selber: Ehefrau beim allabentlichen Abrufen von Mails nicht mehr über die Schulter schauen lassen.

Grund: Spam-Sendungen mit Frauennamen als Absender und verfänglichen Betreff-Zeilen führen zu unnötigen 20 Sekunden Peinlichkeit, bis sich die Sache aufklärt.

e-mail spam

Falls nicht sogar Gefahrstufe II eintritt und die Dame des Herzens nachhakt: “Warum kriegst du überhaupt solchen Spam? Ich bekomme nie Porno-Mails.” Uh. Äh.

An dieser Stelle gibt es keine Antwort, die nicht irgendwie nach Ausrede klingt, egal, wie wahr sie sein mag. Eine teuflische Gesprächsfalle. Besser also das Mailprogramm mit dem Körper abschirmen und zur Ablenkung das Weinglas vom Tisch stoßen.

Ach, wie gefährlich wir Männer leben.

Die E-Mail im Spiegel des Fortschritts

by Gunnar on 11. Juni 2007 · 17 comments

1997 hat man eine Mail geschickt und eine Stunde später angerufen, um zu fragen, ob der Adressat sie bekommen hat. Weil man der neuen Technik noch nicht traute.

2007 schickte man eine Mail und ruft eine Stunde später an, um zu fragen, ob der Adressat sie bekommen hat. Weil man dem Spam-Filter nicht vertraut.

2012 schickt man eine Mail und wird eine Stunde später angerufen, dass die Mail alle Sicherheitsbarrieren, Spam-Filter, Firewalls und persönliche Kontrollen passiert hat und jetzt auf dem Weg zum Sicherheitssystem des Adressaten ist.

2017 schickt man eine Mail und wird eine Stunde später von einem Systemroboter angerufen, der anhand der Stimmerkennung feststellen will, ob man wirklich der genannte Absender ist. Ursprung ist das Weltgestetz 2013-17-22AGE, in dem bestimmt wurde, dass es keine anonymen Postfächer mehr geben darf.

2022 schickt man eine Mail und wird eine Stunde später korrekt darüber informiert, in welchen Datenbanken man eingetragen wurde. Dieser Schritt wird als Maßnahme der Transparenz verstanden. Und als Schritt zur Beruhigung der wegen des Datensammelwahns der Telekommunikationsunternehmen verstimmten Bevölkerung. Durch staatliche Intervention sind allerdings die Datenbanken von BKA, BND und allen LKAs nicht mehr in der Liste vertreten.

2027 schickt man eine Mail und wird eine Stunde später festgenommen wegen Benutzung terroristischer Infrastruktur.

Update: Mashup meines eigenen Beitrags mit dem Kommentar von Christopher.