Musik

High 5: Heldengesang

by Gunnar on 28. Januar 2013 · 5 comments

Herr Kaliban und seine Tochter hören sich an, was Herrn Kalibans alte Freunde dieser Tage tun.

Die Ex-Kollegen von IDG betreiben mittlerweile, neben GameStar und so, den Youtube-Kanal High5. Das ist eine Art Internet-Fernsehen mit allerlei Formaten, unter der Führung des begabten Herr Siegismund, gestartet als Teil einer Youtube-Initiative. In High5 gelingt ihnen manches Gefällige; vieles bleibt aber auch, offenbar der avisierten Zielgruppe “männliche Teenager” geschuldet, auf der Ebene pubertärer Albernheiten stecken. In die letztere Gruppe gehört vor allem Hoppers, eine für denkende Menschen kaum anschaubare Sammlung an Furzwitzen und Pimmeljokes, notdürftig getarnt als Skyrim-Parodie. Interessant an Hoppers ist aber, dass dort Tommy Krappweis mitspielt, komödiantisches Allround-Talent und TV-Veteran. Krappweis und die Kollegen seiner Münchener Firma Bummfilm sind schon länger locker mit den GameStars befreundet, Tommy macht aus reinem Spaß an der Sache mit.

Langer Rede kurzer Sinn, die neueste Folge jedenfalls ist ein Song, geschrieben und gesungen von Krappweis unter Mitwirkung von Fabian Siegismund und Nino Kerl. Und der ist sehr hübsch gelungen, alle Beteiligten schaffen es, gut auszusehen und sich nicht zu blamieren — das ist ja bei Gesang nicht selbstverständlich.

Meine Tochter hat das Stück jetzt etwa dreiunddrölfzig Mal gehört, mit wachsender Begeisterung, machte dann aber eine verstörende Bemerkung:

Goldkind: Papa, warum sagst du immer, da sängen drei Männer?
Herr Kaliban:
Goldkind: Weil man sieht doch, es sind zwei Männer und eine Frau.
Herr Kaliban: Frau?
Goldkind: Schau doch, die links mit dem Rock.

2maenner

Herr Kaliban: Ah, du meinst Fabian? Haha.

Und in der Tat, wenn von drei Männern einer keinen Bart trägt und keine Hosen, dann liegt in der klaren Gender-Welt von Kindergartenkindern der Schluss nahe, dass es gar kein Mann ist. Für die demografische Gruppe der vierjährigen Mädchen empfehle ich einen Imagewechsel.

[Ach, und falls jetzt jemand noch das Lied hören will: Klick auf das Bild mit den 2 Kerlen.]

Warten auf Wind

by Gunnar on 29. Dezember 2012 · 0 comments

Entzückende Musik, vor allem aber ein sehr schöner Text. Gott, wenn ich so dichten könnte.

Musik zum Wochenende

by Gunnar on 5. Oktober 2012 · 1 comment

Oh, I for one may not shy,
Away from the fact that I’m sick,
And too tired to stand this,
It all seems contagious.
I know a few would back that up,
Can’t say a few is not enough,
To skip a beat in this motion sickness.
I’d second that emotion.

Our state,
Our state,
Our state of grace is gone.
Our state,
Our state,
Our state of grace is gone.

Oh, I for one don’t want to die,
Old and in the way from poison.
‘Cause I hate the taste of medicine,
We all hate the taste of medicine.
I know a few would back that up,
Can’t say a few is not enough,
To skip a beat in this motion sickness.
I’d second that emotion.

Our state,
Our state,
Our state of grace is gone.
Our state,
Our state,
Our state of grace is gone away.

Our state of grace is crumbling,
I fear we’re good for nothing,
And simply disintegrating into the terra firma.

Our state,
Our state,
Our state of grace is gone.
Our state,
Our state,
Our state of grace is gone.
May we combine tradition,
Science and innovation.
To benefit what’s ailing,
Our state of grace is gone.

Nun, keine Ahnung, was sie mir sagen wollen, aber es klingt cool.

Drinking with the Living Dead

by Gunnar on 27. Juli 2012 · 4 comments

Liebliche Musik zum Wochenende. Zombie-Country, sozusagen.

Die Band heißt Ghoultown, ist aus Texas und macht sonst eher Musik mit E-Gitarren. Die offizielle Musikrichtung heißt “tequila drinking hillbilly rock”.

Hardcore Saturday

by Gunnar on 26. Mai 2012 · 5 comments

Meine alten Helden, Hot Water Music, haben eine neue “Scheibe” aufgenommen, wie wir früher sagten. Hat natürlich heute nicht mehr so viel Sinn, der Ausdruck.

Anspieltipps ist State of Grace…

… obwohl mir normalerweise die Songs besser gefalllen, die Chris Wollard singt, der eine nicht ganz so kratzige Stimme wie Chuck Ragan hat.

Und wie so oft, wenn ich Hot Water Music höre, muss ich abschweifen, springe von Album zu Album und dann von Band zu Band — HWM haben mir nämlich einen ganzen Kosmos an Bands eröffnet, die ich nach und nach kennen lernte, als Vorbands von HWM, als Partner auf Split Records, über Youtube-Videos von gemeinsamen Auftritten.

Glaube nicht, dass da jemand von den geschätzen Leser Interesse dran hat, aber wer mag, kann mir ja auf eine kurze Reise folgen.

Wir beginnen da, wo es beginnen muss: Leatherface – I want the Moon (1991). Ohne Frankie Stubbs und seine Jungs wären die nachfolgenden Bands nicht denkbar.

Als nächste in der Folge: gleich Hot Water Music selber, Post-Punk, aber klar erkennbaren Wurzeln. Wir spielen mal ein Stück von A Flight and A Crash (2001) an: Remedy.

Jetzt ein bisschen härter: Dillinger Four kommen wie Hot Water Music aus Florida und beziehen sich stark auf Leatherface: Let them eat Thomas Paine von der Versus God (2000).

Zeitsprung in die nahe Gegenwart: In der Zeit, als Chuck Ragan hauptsächlich Solo-Projekte verfolgte, spielten die drei restlichen HWMs mit Ersatz-Gitarrist als The Draft. New Eyes Open, schöner Song vom einzigen Album “In a Million Pieces (2009).

Keine Ahnung, ob Against Me! in diese Aufzählung passt (und ob die was mit HWM zu tun haben), für mich gehören sie irgendwie dazu. Obwohl sie mir ein bisschen zu glatt und seicht sind. Naja, hier ist New Wave vom gleichnamigen Album (2009).

So, und jetzt Gaslight Anthem, die, E-Gitarren hin, Tätowierungen her, überhaupt nicht mehr nach Punk klingen, eher nach Bruce Springsteen: Bring it on aus American Slang (2010).

Ach, ich könnte endlos weitermachen, aber wir machen lieber noch einen kleinen Schwenk für die Leser, die lieber Folk als Punk mögen. All die oben genannten Herren Musiker machen nicht nur Krach mit E-Gitarren, sondern auch liebliche Akustikklänge. Wer mehr auf sowas steht, hier ist als Startpunkt eine Playlist von mir. Klicken und laufen lassen, tut nicht weh, versprochen. Mit dem Skip-Button (neben “play”) kann man durch die Liste springen .

Hardcore Heroes, acoustic (LIST):

Alternativ kann man sich natürlich auch die ganz fette Sahnetorte geben und Ragan, Andriano, Fallon, Hause drei Stunden lang auf der Bühne zugucken: drüben, beim Rockpalast.

Drive Darling (Boy)

by Gunnar on 18. Mai 2012 · 2 comments

Schöne Musik zum Wochenende und zur Feier eines überbrückten Tages.

Film Noir

by Gunnar on 26. April 2012 · 8 comments

Jaja, es ist nicht sehr originell, dass die Hälfte (gefühlt) der hier eingebetteten Musikvideos von Herr Kalibans aktueller Lieblingsband stammen. Aber hey, das Lied ist eben so besonders schön.

Gibt’s auch in einer längeren, ruhigeren Live-Version:

Sie kümmern sich um den Rock

by Gunnar on 14. April 2012 · 4 comments

Man kann ja über Die Ärzte sagen, was man will, sie halten sich ziemlich gut innerhalb eines stilistisch ja nun mal ziemlich begrenzten Feldes, ohne dabei allzu langweilig zu werden. Und es ist ein ziemlich bolder move (wie man heute in tightem Slang sagt), die komplette neue Scheibe auf Youtube einzustellen.

Außerdem sehen die Herren noch erstaunlich gut aus, für die Tatsache, dass sie stramm auf die 50 zugehen. Clever, diese Punknummer — wer sich schon mit 17 die Haare färbt, hat mit 40 keinen Rechtfertigungszwang.

Nix los hier

by Gunnar on 4. April 2012 · 6 comments

Hey, sorry für die Funkstille. Der Herr K. ist ein bisschen siech und nicht recht zu originellen Postings in der Lage. Wird wohl auch vor Ostern nix mehr werden. Wir hören nächste Woche voneinander.

In der Zwischenzeit ein bisschen leichte Musik:

Antonia Jane will rise again

by Gunnar on 8. März 2012 · 1 comment

Schöne Musik für die Mitte der Woche. Der großartige Brian Fallon (von Gaslight Anthem) interpretiert die kanadische Band Lightning Dust. Ein Herz aus Holz muss jeder haben, den das nicht im Innersten anfasst.

Das Original ist übrigens auch schon super, aber ich steh’ halt auf die Stimme von Brian. Ich würde mir möglicherweise auch das Gesamtwerk von Florian Silbereisen anhören, wenn er es singen würde. Also Brian, nicht der Silbereisen.

Ach, die Schönheit der Welt.

Gorilla Rodeo

Februar 23, 2012

Herr Kaliban muss jetzt mal ein bisschen Werbung machen. Vor neun Monaten, ungefähr, brachte mein Ex-Kollege Daniel Feith mit seiner Ingolstädter Band Gorilla Rodeo seine erste CD in voller Länge raus. Die Musik klingt, als hätte man Tom Waits mit einer Ska-Band zusammengespannt, also großartig. Die Scheibe begleitet mich seitdem durch mein Leben, und ich […]

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Behold the hurricane

Februar 7, 2012

Musik für gute Menschen, böse Menschen mögen weghören. Falls hier überhaupt böse Menschen vorbeisurfen. [Horrible Crowes: Behold the Hurricane, von der Debütplatte Elsie] Musik für gute Menschen, böse Menschen mögen weghören. Falls hier überhaupt böse Menschen vorbeisurfen. [Horrible Crowes: Behold the Hurricane, von der Debütplatte Elsie]

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