Retro

Stay Forever, Folge 6

by Gunnar on 22. Dezember 2011 · 3 comments

Drüben, bei Stay Forever, ist ein neuer Podcast vom Herrn Kaliban und seinem Freund Chris erschienen. Die Herren besprechen ein ziemlich altes und ziemlich unbekanntes Spiel, das aber beiden sehr am Herzen liegt. Wer eine Stunde seiner Zeit opfern möchte, um zwei nostalgischen Nerds zuzuhören, könnte ja mal hinschauen.

Stay Forever, Folge 5: Pirates!

by Gunnar on 18. November 2011 · 0 comments

Kurzmeldung: Die fünfte Folge unseres kleinen Retrogames-Podcasts Stay Forever ist live.

Es geht um Piraten, Ausrufezeichen, virtuelle und echte Tänze, das Beeindrucken von Gouverneurstöchtern, die Schlaftablettigkeit bekannter Gurus, das Kartenzeichnen in Rollenspielen, die Zeit vor der Erfindung der Soundkarte und vieles mehr. Reinhören!

Stay Forever #2

by Gunnar on 10. September 2011 · 10 comments

Etwas eher als geplant ist die zweite Folge von Stay Forever fertig, dem Retro-Games-Podcast von Christian Schmidt und Gunnar Lott. Das Thema ist “Ion Storm!”, wir reden über Warren Spector und Deus Ex.

Das Gespräch dauert eine dreiviertel Stunde; und wir verlieren kein Wort darüber, wie Spielekritik sein sollte. Gottseidank.

Vielleicht mag’s sich ja jemand anhören, ein Klick auf das Bild bringt euch hin:

Wir freuen uns über nette Worte, Feedback, Verlinkungen und Empfehlungen. Auf iTunes gibt’s das Ding auch, natürlich. Der direkte Feed für Podcatcher ist hier.

For the Win!

by Gunnar on 1. September 2011 · 6 comments

Oh. Christians und mein bescheidenes Erstlingswerk in Sachen Podcasting, hochnostalgisch Stay Forever genannt, steht seit gestern an der Spitze der deutschsprachigen Podcast-Charts von iTunes. Erstaunlich. Das kann natürlich in einer Stunde wieder vorbei sein, keine Ahnung, wie iTunes da taktet, daher habe ich’s mal für die Nachwelt festgehalten:

Weiß nicht, ob das irgendwie aussagekräftig ist, vermutlich haben wir einfach ein Fenster erwischt, in dem gerade nicht so wahnsinnig viele deutschsprachige Podcasts ‘runtergeladen wurden, (»Im flachen Wasser kann man leicht stehen«, kommentierte mein Freund Pascal das). Oder das System zieht einen Durchschnittswert aus den Folgen, wodurch man als bislang nur einfolgiger Cast natürlich ganz gut aussieht. Oder sonstwas. Ach egal, Ruhm & Ehre kann man nie genug haben.

Das gibt mir Gelegenheit, an dieser Stelle mal rasch allen zu danken, die beim Bekanntmachen des Podcasts mitgeholfen haben, darunter vor allem (aber nicht nur) Boris, Chris, Chris, Fabian und Martin von GameStar, Anym auf Gamersglobal, sieben aus dem GSPB und Fabu von Superlevel.

Außerdem danken wir allen, die in den Kommentaren Feedback gegeben und Themenvorschläge gemacht haben. Und den Bewertern auf iTunes. Und allen, die man hier noch hätte erwähnen müssen, die mir aber entfallen sind.

Wir machen uns dann mal an die zweite Folge.

Podcast: Stay Forever

by Gunnar on 29. August 2011 · 30 comments

Überraschung!

Christian Schmidt, seines Zeichens Ex-Stellvertretender Chefredakteur von GameStar, und Gunnar Lott, Ex-Ex-Chefredakteur selbiger Zeitschrift, haben sich zusammengetan, um ein sensationelles neues Medienangebot zu erschaffen!

“Stay Forever” ist ein Podcast, in dem Herr Schmidt und Herr Lott über alte Spiele philosophieren. Frei gesprochen, ohne Skript und Rubriken. Ja, es ist den Herren auch nicht klar, wer außer ihren Müttern oder Brüdern das aufregend finden sollte.

Aber hey, die geneigte Leserschaft möge sich ein eigenes Urteil bilden, ein Klick auf das Bild bringt euch hin:

Wir freuen uns über nette Worte, Feedback, Verlinkungen und Empfehlungen. Auf iTunes gibt’s das Ding auch, natürlich.

Früher war gar nichts besser

by Gunnar on 23. August 2011 · 17 comments

Ein Beitrag, in welchem Herr Kaliban Content recycelt und in Erinnerungen schwelgt, was möglicherweise dassselbe ist.

Kürzlich erwiderte mir ein junger Kollege auf meine harmlose Bemerkung, der rollbare Koffer an sich sei möglicherweise die beste Erfindung seit dem heißen Wasser, mit Unverständnis in den Augen, dass er sich an keine Zeit erinnern könne, in der es keine Rollkoffer gegeben habe. Aufgrund des in diesem Gespräch erlittenen Realitätschocks muss ich jetzt mal wieder dem jungen Publikum darlegen, wie’s damals war.

Also, das Internet gab es nicht. Gar nicht. Erst in den Neunzigern, viele Jahre nach meinem Abitur, fing das mit dem World Wide Web an. Und nur zaghaft wagten sich die Massenmedien an die Berichterstattung über das Phänomen:

Und vor allem ästhetisch gab es dabei immer wieder Rückschläge: Surfen Multimedia!

Und überhaupt.

Ihr mögt es nicht glauben, aber früher, als wir jung waren…

… haben wir Lieder aus dem Radio aufgenommen. Auf Kassetten. Stundenlang gewartet, dann vor Schreck zu spät auf “Aufnahme” gedrückt und am Ende hat der blöde Moderator reingelabert. Übrigens: Wenn die Lieder erstmal auf der Kassette waren, gab es keine Möglichkeit mehr, die Reihenfolge zu ändern.

… gab es drei Fernsehsender. Drei! Und keiner davon sendete Musikvideos oder Zeichentrickfilme. Die glücklichen Leute in Süddeutschland hatten noch ORF, wir im Norden mussten uns mit DDR 1 als Extra-Sender begnügen.

… konnten wir Haus- oder Seminararbeiten nicht aus dem Internet abschreiben. Wir mussten uns den ganzen Text SELBER AUSDENKEN oder die igelhaarige Brillenschlange aus dem Parallelkurs bestechen, damit er uns das aufschreibt. Es soll vorgekommen sein, dass Studenten oder Schüler zu Recherchezwecken Bibliotheken aufgesucht haben.

… gab es in der Schule keinen Kopierer. Wenn der Lehrer was vervielfältigen wollte, machte er Abzüge von Wachsmatrizen mit einer absurden Maschine. Die Abzüge waren lila auf gelbstichig, stanken erbärmlich, und vermutlich kriegen wir deswegen irgendwann alle Krebs.

…machten Geschäfte unter der Woche um 18:00 zu. Zack. Und wer am Wochenende einkaufen wollte, musste das bis 12:00 (in Städten: 14:00) erledigt haben. Die Freizeit der Gewerkschaftsmitglieder war heilig. Erschwerend kam hinzu: Tankstellen haben damals nur Benzin verkauft, nicht etwa Bierkästen, Grillkohle und Kuchen.

… haben wir uns im Restaurant, wenn die Wartezeit auf das Essen lang wurde, noch mal eben eine Zigarette angesteckt. Denn nach Murphy’s Gesetz kommt das Essen immer dann, wenn man noch eine halbe Zigarettenlänge vor sich hat.

… hatten wir zwar schon Computer (C-64! Amiga!), aber sehr lange ohne Internet und E-Mail. Ich war so um die 24, als ich meine erste E-Mail-Adresse bekam — und musste mich, um die Mails “abzuholen”, extra mit dem Modem in eine “Mailbox” einwählen. Die Mailbox hatte auch Boards zwecks Meinungsaustausch und Trollerei sowie Pornobildchen in schlechter Auflösung (oder gleich in ASCII-Zeichen, wie Hazamel anmerkt). Eigentlich fehlte nix, so gesehen.

… gab es Apfelsorten wie “Roter Pariner” oder “Altländer Pfannkuchenapfel”. Hunderte, von Landstrich zu Landstrich unterschiedliche. Nicht nur “Golden Delicious” oder “Fuji” wie heutzutage.

… haben TV-Moderatoren zuweilen Sätze wie “Oh, ich glaube, das müssen wir für unsere Schwarzweiß-Zuschauer einmal erklären” gesagt. Und warum? Weil das Fernsehen früher NICHT FARBIG war! Beim Fußball früher hatte der Schiedsrichter extra die rote Karte in der Gesäßtasche und die gelbe in der Hemdtasche, weil im S/W-Fernsehen gelb von rot kaum zu unterscheiden ist. Daher auch der Ausdruck “Arschkarte”.

[Weitere Erinnerungen dieser Art gibt’s im Beitrag Botschaften an die Jugend, der Anno 2009 hier im Blog lief und zu schön ist, um in Vergessenheit zu geraten. Wer mag, kann gerne noch Ergänzungen beisteuern, dort oder hier.]

Videospielende Modeschöpfer

by Gunnar on 24. Juni 2011 · 13 comments

Herr Kaliban trifft auf einen Vertreter der heutigen Jugend und erlebt einen Retro-Flash.

Eben, im Lokal: Der Kellner, der mir meine Pasta bringt, hat ein T-Shirt mit einem “Com. Keen”-Schriftzug an; ich wähne in ihm, trotz seiner Jugend, einen verwandten Geist und lobe ihn für seinen guten Geschmack und stilsichere Kenntnis von Vintage-Jump’n’Runs.

[Einschub für verwirrte Nachgeborene: Commander Keen* ist eine PC-Spieleserie aus den frühen 90ern, entwickelt von der Firma id, richtig, das sind die Doom-Leute, John Carmack und so]

Nach der ersten Verwirrung stellt sich raus, dass er von einem Videospiel namens “Commander Keen” noch nie gehört hat und eigentlich denkt, die Unterzeile “Goodbye Galaxy” bezöge sich auf einen Football-Club aus Hessen.

Auf meine Frage hin, wo er das gute Stück her habe, sagt er “Jeans-Halle”.

Ahhhh.

Ich setze zu einer Tirade über die Ignoranz von jungen Leuten an, beiße mir aber im letzten Moment auf die Zunge, weil das T-Shirt irgendwie komisch aussieht:

Eine kurze, unter dem Tisch gesmartphonte, Recherche ergibt, dass das Ding von einem dänischen Label namens Solid kommt, die wohl mit Absicht “Com. Keen” statt “Commander Keen” geschrieben haben, um Lizenzfragen aus dem Weg zu gehen, außerdem nehmen sie nicht den originalen Schriftzug und kein Bild. Aber klar ist es trotzdem, was gemeint ist: Die Kombination “Keen” plus “Goodbye Galaxy” plus “1991” kann kein Zufall sein. Also eine Hommage, sozusagen.

Ich finde, der junge Mann ist entschuldigt (ist ja immerhin kein Original-Shirt) und verzichte auf eine Ermahnung. Weise ihn aber immerhin auf den Ursprung von Keen hin und gebe zuviel Trinkgeld, möglicherweise leicht berauscht von meinem Retropopkulturwissen und meiner Fähigkeit, in 30 Sekunden ein T-Shirt zu googeln.

Killerpixel greifen an

by Gunnar on 8. April 2010 · 11 comments

Ein Kurzfilmchen von Patrick Jean für onemoreproduction in Paris. Sensationell.

[Via]

Die Retronauten!

by Gunnar on 13. März 2010 · 4 comments

Kurzer Hinweis in eigener Sache:

Ich hatte auf diesem Blog, vor langer allzulanger Zeit, mal die Idee in den Raum geworfen, eine Webseite für Retro-Spiele zu machen. Es haben sich dafür auch freundliche Mitstreiter gefunden, es gibt sogar ein Konzept und ein Logo und eine Webseite im Prä-Alpha-Stadium, aber bislang scheiterte die Sache an meinem stets zu schmal bemessenen Zeitbudget.

Daran hat sich nicht viel geändert, mein Tag ist immer noch deutlich zu kurz für all die Ideen, die ich so habe. Aber wir (Timo, Jeff, Styg, Phan-Thomas und ich) haben die Retrokiste jetzt mal wenigstens in einer Schmalspurfassung auf den Weg gebracht, als Facebook-Fanpage. Siehe hier:

facebook.com/Retronauten

Der Anspruch ist grundsätzlich derselbe, es geht um Erinnerungen, kleine persönliche Geschichten vom Spielen et cetera. Nur eben im Facebook-Format, also eher in der kleinen Form statt der ganz großen Story. Und als Fingerübung für die hoffentlich bald noch folgende richtige Webseite. Wen’s interessiert, der kann ja mal reinschauen (die Seite ist von außen zugänglich). Oder mir Bescheid geben, falls man sich für’s Mitmachen interessiert.

retronauten logo

Als das A von EA noch für “Arts” stand

by Gunnar on 22. Februar 2010 · 27 comments

Ein Beitrag mit vielen Bildern, aber fast ohne Text, in welchem der Verfasser einmal mehr zu erkennen gibt, dass seine zur Schau getragene Progressivität größtenteils Fassade ist und er im Gegenteil grundsätzlich die Meinung vertritt, dass früher alles besser war. Fast alles. Zumindest aber die Computerspiele.

[click to continue…]

Kunstexport von der Affeninsel

August 31, 2009

Starchie Spudnoggen lebt in Kalifornien, ist Künstler und arbeitet für Telltale Games, die netten Leute, die kürzlich Sam & Max sowie Monkey Island wieder haben aufleben lassen. In seinem Blog Spudvision veröffentlicht er regelmäßig Zeichnungen.

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Wie wir früher spielten

Mai 25, 2009

Ich würde gerne eine Webseite machen, die sich mit Retro-Games beschäftigt. Nichts Großes, Datenbank-basiertes, All-Umfassendes. Eher eine kleine, feine Seite, die persönliche Geschichten vom Spielen sammelt, Erlebnisse von Veteranen. Würde jemand mitmachen?

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