Schreibbaby

Von schreienden Babys und so

by Gunnar on 7. April 2008 · 7 comments

Ich will aus Kaliban kein Vätererlebnis-Blog machen, daher halte ich mich mit Beiträgen zu den Themen Huh, wie süß ist meine Tochter und Hört mal, ich habe eine neue Bäuerchen-Methode geflissentlich zurück. Eine Sache muss ich aber doch mal ansprechen — alle Kinder haben eine schwierige Phase zwei Wochen nach Geburt, da stellen sich ein paar Sachen um, viele Babys bekommen Schreiphasen. Viele Eltern informieren sich, bekommen von den gefürchteten Dreimonatskoliken erzählt und haben ihr erstes Frusterlebnis mit dem neuen Baby, weil das Biest schreit und nur schwer oder gar nicht zu beruhigen ist. Die Ratschläge reichen von Zäpfchen geben bis im Nebenzimmer einfach schreien lassen. Die Hebamme sagt dies, die Freunde sagen das, der Arzt sagt jenes. Man surft Foren ab, hat auch irgendwie das Gefühl, verstanden zu werden, aber eine Handlungsanweisung, eine praktische Hilfestellung fehlt weiterhin. Das klingt, als wollte ich eine Bedienungsanleitung für mein Baby, aber eigentlich wäre es normal, wenn frischgebackenen Eltern erfahrene Eltern als Ratgeber zur Seite stünden. War auch früher mal so, als wir noch in Großfamilien und Clans lebten und nicht das eigene Ego als Zentrum der Welt… aber ich schweife ab. Egal, jedenfalls habe ich dann ein Buch gekauft und siehe da — in diesem Buch wird all das, was jungen Eltern solche Sorgen macht, nachvollziehbar, klar und mit treffenden Beispielen erklärt. Einiges hat man sich mit dem gesunden Menschenverstand schon selber erschlossen, anderes taugte zum Augenöffnen. Warum sagt mir denn vorher niemand, dass es sowas gibt. Naja, egal. Falls jemand in meine Lage kommt, rate ich schwer, das besagte Buch zu kaufen, am besten vor Ende der zweiten Lebenswoche des Kindes. Hilft. Echt.

Achja, es heißt So beruhige ich mein Baby und kostet 15 Euro.