Science Fiction

Science Fiction ♥

by Gunnar on 27. November 2012 · 13 comments

Zusammenschnitt von Szenen aus 100 Sci-Fi-Filmen in sechseinhalb Minuten. Schön — oder wie jemand in den Youtube-Kommentaren treffend anmerkte: “This looks like the trailer for one fucking epic movie”.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch mal kurz auf meinen kleinen Text namens Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Der ist mir seinerzeit ganz gut gelungen, denke ich.

In Memoriam Ray Bradbury , Science Fiction-Autor, 22.12.1920 – 5.6.2012.

Einer der größten Autoren meiner Lieblingsliteraturgattung ist verstorben, im gesegneten Alter von 92 Jahren. Auf seinem Grabstein steht “Der Autor von Fahrenheit 451″. Der Kurzroman von 1953, brillant in seiner schnörkellosen Aufdenpunktigkeit, ist denn auch bei weitem sein bekanntestes Werk und der Grundstein seines Ruhm. Dazu gab’s übrigens neben einem Film auch mal ein tolles Spiel. Und wie so oft in meiner persönlichen Lesebiografie stand das Spiel am Anfang — ich spielte, erfuhr, dass es eine literarische Vorlage gibt, wurde neugierig, kaufte das Buch, entdeckte Ray Bradbury für mich. Fahrenheit blieb nicht das einzige Werk, ich las mich quer durch, mochte nicht alles, aber vieles, besonders blieben mir Die Mars-Chroniken und Der illustrierte Mann, eine clevere Kurzgeschichtensammlung mit übergreifendem Thema (jede Tätowierung auf der Haut des illustrierten Mannes ist ein Einstieg in eine kleinere Erzählung).

Schön sind aber auch seine Gedichte oder Kinderbücher, vor allem das wunderschöne Switch on the Night.

Wer mit seinem Werk noch unvertraut ist, könnte mit der Kurzgeschichtensammlung I Sing the Body Electric: And Other Stories einsteigen. Die zeigt einen ganz okayen Überblick.

Für mehr visuell orientierte Menschen:

Ein Gespräch mit Ray Bradbury
Story of a Writer (Doku)
Fahrenheit 451 (Film-Ausschnitte)

Und auf YT findet sich auch die folgende, huh, Liebeserklärung:

Fleet Commander

by Gunnar on 13. Juli 2011 · 3 comments

Kann ich das bitte für meine Wohnzimmerwand haben?

A better crew

by Gunnar on 23. Juni 2011 · 11 comments

Kalibanische Buchverschenkung

by Gunnar on 5. August 2010 · 42 comments

Herr Kaliban verschenkt Teile seines Überflusses.

Meine Frau und ich haben irgendwann die Erkenntnis gewonnen, dass wir eigentlich von allem genug besitzen. Und dass unsere Wohnung zu klein ist, um immer noch mehr Bücher, DVD-Boxen, Videospiele, iGeräte oder anderen Schnickschnack hineinzuschleppen. Da man aber im Interesse des eigenen Seelenheils natürlich nicht völlig auf das Kaufen neuer Medienprodukte verzichten kann, versuchen wir halbwegs konsequent, Gebrauchtes wieder abzustoßen.

Nun, aber wie das eben so mit derlei Plänen im Zeitalter des Konsums ist, kommt man oft nicht recht hinterher. Daher unternehme ich jetzt einen Befreiungsschlag und verschenke auf einen Rutsch zehn Bücher. An euch, wenn ihr wollt. Sind alle englisch, alle ungefähr im Scifi-Segment angesiedelt. Ich habe die meisten davon gelesen und fand sie auch gut. Hier, diese:

Wer sie haben will — und wir sprechen hier vom ganzen Paket, frei Haus, Lesestoff für Monate — muss nichts weiter tun, als einen Trackback auf diesen Beitrag zu setzen. So, dass er im Feld über den Kommentaren auftaucht. Das geht mit simplen Links aus WordPress-Blogs, Trackbacks aus anderen Blogs und dem Posten des Links zu diesem Beitrag auf Twitter. Aus den eingehenden Links ziehe ich dann einen Gewinner.

Okay? Dann los. Wenn kein Link eingeht, bin ich beleidigt und lese alle Bücher aus Protest nochmal. Das könnt ihr nicht wollen.

Update I: Äh, sacht mal Leute, ihr würdet nicht so weit gehen, extra für ein kleines Gebrauchtbuchgewinnspiel Twitter-Accounts zu gründen, oder?

Update II: So. Schluss. Danke für die zahlreichen Verlinkungen. Der Gewinner ist… Herr “Gigatoreador”, ausgewählt als Referrer Nr. 9 laut der unbestechlichen Entscheidung von Random.org. Ich wünsche viel Spaß mit den Büchern!

1984 bis 2009: 25 Jahre Elite

by Gunnar on 19. September 2009 · 30 comments

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Im regnerischen September 1984 (*) brachte die Firma Acornsoft mit großen Hoffnungen ein Weltraumspiel namens Elite heraus, zunächst für ihre eigenen Plattformen BBC Micro und Acorn Electron. Programmierer waren zwei Mathematiknerds namens David Braben und Ian Bell, damals 20 und 22 Jahre alt.

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Eine lang unterbrochene Geschichte

by Gunnar on 15. Juli 2009 · 2 comments

lilith a snake in the grass jack l. chalkerIrgendwann, vor gut 15 bis 18 Jahren muss das gewesen sein, kaufte ich mir in Göttingen auf den Grabbeltischen der Gebrauchtbuchanbieter einen Roman mit dem albernen Namen “Lilith — eine Schlange im Gras”, Band 1 einer Scifi-Quadrologie namens “Die Beherrscher des Diamanten”. Keine Ahnung, warum, interessant sah das Ding von außen nicht gerade aus. Die Handlung ging so, dass in einer Ecke menschlichen Konföderation vier Planeten entdeckt werden, die man zwar betreten, aber nicht wieder verlassen kann — vor Ort ergreift ein benigner Mikroorganimus von einem Besitz, der allerlei positive Wirkungen hat, einen aber umbringt, wenn man die vier Planeten (den “Diamanten”) wieder verlässt. Logisch, dass die bravenewworldige Konföderationsregierung dort keine Kolonisten hinschickt sondern (Australien lässt grüßen!) Verbrecher, aber solche, die sich durch Kreativität ausgezeichnet haben und zu schade für’s Umerziehungslager sind. Eines Tages entdeckt die Konföderation einen menschlich wirkenden Superroboter, den irgendwer in höchste Militärkreise eingeschleust hat — und der dann zum Diamanten flieht. Darauf hin kommt raus, dass offenbar eine Alien-Rasse mithilfe der Herrscher des Diamanten (jeder Planet hat einen absolut regierenden “Lord”) einen Undercover-Krieg gegen die Menscheit führt. Die Konföderation klont ihren besten Killer viel Mal und schleust ihn auf den Diamanten-Welten ein. Und dann geht’s los.

Obwohl, Sekunde, es gibt noch die kleine Komplikation, dass die eingangs erwähnten Mikroorganismen (“Wardens”) den Menschen auf den Diamanten-Planeten quasi Superkräfte verleihen — wer willensstark ist, kann sozusagen mit seinen Wardens “reden” und so z.B. die Gestalt wechseln. Das macht die Lage für den eingeschleusten Killer auch nicht einfacher.

Die Serie ist von hierzulande nur mäßig bekannten Autor Jack L. Chalker verfasst und wurde Anfang der 1980er veröffentlicht. Von der deutschen Fassung (bei Goldmann erschienen), gibt es nur noch Restbestände, die englischsprachigen Versionen sind ebenfalls vergriffen, aber als Gebrauchtbücher noch erhältlich. Die Bücher leiden allerdings ein bisschen unter der scheußlichen Cover-Auswahl. Uh. Und der Lesespaß leidet ein wenig unter dem statisch-hilflosen Schreibstil und den devoten Frauenfiguren — die Geschichte selber ist aber sehr spannend, wenn man sich auf die Story erstmal eingelassen hat. Ich hab’s mit Vergnügen gelesen, wer auf Scifi mit Aliens und elaboraten Fremdweltkonzepten steht, ist nicht schlecht beraten, dem Zyklus eine Chance zu geben.

Um auf den Anfang dieses strukturlosen Textes zurück zu kommen: Jedenfalls hatte ich mir Anfang der 90er drei der vier Bände zusammen gesucht, immer mal wieder die Netze nach Band 4 ausgeworfen und irgendwann aufgegeben. Amazon verkaufte damals keine gebrauchten Bücher, Konkurrenten wie Booklooker waren noch nicht am Start. So vergaß ich dann meinen Wunsch, die Geschichte irgendwann mal zuende zu lesen. Bis neulich, als mir durch Zufall im Regal Band 3 wieder in die Hände fiel.

Schnell gekauft, schnell gelesen, Lücke geschlossen. Eine Freude, das Internet.

Ich bin der Doktor. Doktor wer?

by Gunnar on 20. Juni 2009 · 12 comments

Also, da ist dieser Typ mit der absurd übersteigerten guten Laune und dem ziemlich britischen Akzent. Der reist mit seinem Raumschiff, das aus Tarnungsgründen ein bisschen aussieht wie ein Telefonzelle, durchs All, vor allem aber auch durch die Zeit. Sein Hauptpläsir ist es, Menschen in Not gegen übergeschnappte Aliens zu verteidigen. Er hat nämlich einen Hang zu Menschen, obwohl er in Wirklichkeit der letzte lebende Vertreter einer uralten Mega-Zivilisation ist und sich um das Schicksal der Menschheit nicht scheren müsste. Begleitet wird er stets von einer attraktiven jungen Dame, die aber keine Ahnung von intergalaktischen Zivilisationen oder der komplexen Diplomatie zwischen Aliens hat und deshalb immer in Schwierigkeiten gerät. Aber er rettet sie dann, auch aus ausweglosen Situationen. Obwohl er nie bewaffnet ist, wenn man seinen sonischen Schraubenzieher nicht mitzählt.

Man nennt ihn nur den Doktor.

Puh. Man tut sich schon ganz schön was an, wenn man frisch in eine Fernsehserie einsteigt, die gestartet ist, bevor man geboren wurde. Die Macher von Doctor Who pfeifen auf allerlei Konventionen und jubeln dem geneigten Zuschauer von Folge zu Folge noch absurdere Konzepte unter, alles unterfüttert mit eklatant unüberzeugender Tricktechnik und haarsträubenden Plots.

Ich hatte dann auch nach zwei Folgen den Entschluss gefasst, aufzuhören, trotz warmer Empfehlungen. Hab’s dann aber doch weiter gekuckt und es nicht bereut — Doctor Who ist eine Serie, die man sich irgendwie schön guckt. Bisschen wie Firefly, das ist ja auch so albern von der Konstellation und der Ausgangssituation her, dass man abschalten möchte, aber wenn man durchhält, wachsen einem die Figuren ans Herz.

Doctor Who macht es einem aber sogar dabei schwer, denn es gibt kaum Hauptpersonen und die paar werden auch noch zwischen Staffel 2 und 3 (der neuen Serie) auch noch gegen andere ausgetauscht. Aber da man ja schon verkraften musste, dass der Doktor selber von Staffel 1 auf 2 von wem anders gespielt wird, macht das auch alles nichts mehr aus.

Außerdem ist es ja eh zu spät, ich bin irgendwie drauf. Obwohl das mal echt eine bekloppte Serie ist. Hatte ich schon erwähnt, dass die schrecklichen Über-Aliens eine Art fahrende Salzstreuer sind?

Schon wieder falsch gelesen, sozusagen

by Gunnar on 11. Mai 2009 · 7 comments

Ach, ich habe es schon wieder getan. Soll ich doch nicht. Ist ja auch eine Schande, bereits gelesene Bücher nochmal zu lesen, wenn ungelesene stapelweise herumliegen. Aber es ist so passiert — zum einen habe ich dieses miserable Gedächtnis (nach durchschnittlich acht Jahren habe ich von einem Buch alles vergessen, es bleibt nur das vage Gefühl, es zu kennen), zum anderen ist da manchmal diese unerklärliche Unlust, sich auf Neues einzulassen. Letzteres ist sicher eine Alterseinscheinung, die im Laufe der Jahre bestimmt progressiv schlimmer wird und am Ende dazu führt, dass meine Tochter irgendwann für mich das programmieren muss, was in 15 Jahren statt eines Videorecorders in unserem Wohnzimmer steht.

gap cycle stephan r donaldsonAber ich fasele. Ich wollte doch von einem Buch erzählen. Also. Das Buch, das ich mittlerweile schon zum dritten Mal gelesen habe, ist This Day all Gods die aus der Gap-Serie von Donaldson. Ist der letzte Band einer Space Opera, Science Fiction also, aus fünf Bänden. Die Reihe hat zwei Handlungsstränge, einmal geht es (eher im Kleinen) um die Polizistin Morn Hyland, die von einem irren Piraten gefangengehalten und gequält wird, dazu kommt ein eher episch angelegte Part, wo die Geschichte von Warden Dios erzählt wird, der ist sozusagen Befehlshaber der (privaten) Erdstreitkräfte, hält seinen Chef, den Tycoon Holt Fasner, begründet für schlimmer als Hitler und versucht, dessen Karriere mit einer kniffligen Intrige zu beenden. Und dann sind da noch die Amnion, absurde Außerirdische, die Menschen durch Injektion einer Flüssigkeit zu einem der ihren mutieren lassen können, was an gewisse Urängste rührt und sie weitgehend unbeliebt macht.

Naja, das ist alles ganz gefällig erzählt, ein bisschen langatmig vielleicht, aber durchaus spannend — doch was die Serie in meinen Augen wirklich bemerkenswert macht, ist die Art wie Donaldson den Plot konstruiert und mit dem Thema Kommunikation umgeht. Denn: Anders als in manch anderen Scifi-Epen, wo der Captain mal eben von der Brücke aus eine Echtzeit-VoiP-Verbindung in den Andromeda-Nebel herstellt, weiß man hier nicht, was am anderen Ende der Galaxis passiert. Nachrichten reisen per Drohne oder Raumschiff. Das führt zu allerliebsten Verwicklungen, wenn die Leute auf der Erde Bruchstücke von den Ereignissen im Sektor der Amnion mitbekommen, die Geschehnisse (die der Leser genau kennt) falsch interpretieren und ungünstige Aktionen in Gang setzen, die wiederum von den Leuten im Sektor der Amnion falsch aufgefasst werden und so weiter. Das macht die ganze Sache komplex, aber Donaldson hält die Bälle ganz gut in der Luft.

Langer Rede kurzer Sinn: Das kann man lesen. Wenn man Scifi mag, natürlich. Gibt’s sogar auf Deutsch, jedenfalls Restbestände.

Worüber ärgere ich mich als nächstes?

by Gunnar on 29. April 2009 · 5 comments

Ich, also ich, ich stelle mir nahezu nie die Frage, welchen Film ich als nächstes gucken sollte. Mein Problem ist eher, wie ich es schaffen soll, die pflichtmäßig noch zu konsumierenden Serien/Filme/Spiele/Bücher mit Bekanntenkreisdiskussionsrelevanz in meiner knapp budgetierten und von allen Seiten belagerten Freizeit unterzubringen. Weshalb mir auch schon seit etwa 1923 nicht mehr langweilig war, das ganze Ding mit dem Nicht-recht-wissen-was-man-jetzt-machen-soll ist ein längst im Nebel der Jugend versunkenes Gefühl.

Aber nun, andere Leute haben offenbar andere Probleme — und wer ständig auf der Suche nach neuem hot shit ist, nach zu seinem eher extravaganten oder vielleicht vulgären Filmgeschmack passenden Streifen, der könnte, so möchte ich vorschlagen, ja mal bei Nanocrowd vorbeisurfen. Das ist eine Art Filmsuchmaschine. Dort kann man seine Lieblingsfilme angeben (sagen wir: Gattaca, 1997), dann ein Subgenre wählen (sagen wir: thought provoking, mankind, technology) und schon bekommt man eine Reihe von Streifen vorgeschlagen (sagen wir: A.I. Argh!).

Naja, Schwamm drüber.

Dennoch ein hübsches System mit einer ganz ordentlichen Datenbank. Sicher für Filmfreunde einen Blick und ein paar Klicks wert.

Donnerstagslinks

Januar 15, 2009

VIDEO: Die Titelmelodie von Zelda als a capella-Stück mit Violine. Hübsch. ### VIDEO: Noch eine Ninjakatze. Diese hier imitiert Sam Fisher. ### VIDEO: Die Homeworld 2-Zwischenszenen. Purer Scifi-Technik-Porno. ### BILD: Die Ordnung der Namen von Metal Bands im Überblick. ### BILD: Tolles (und in druckfähiger Größe vorliegendes) Bild von allem möglichen Retro-Technikzeug. Heißt treffend Geekoverdose. […]

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Childhood’s End

März 19, 2008

Sir Arthur C. Clarke ist gestorben. Ich bitte um eine Schweigeminute. Da die heutige ungewaschene Jugend diesen Giganten der Science-Fiction vielleicht nicht mehr kennt, erinnere ich hier mal an seine hübschen Drei Gesetze: 1. Wenn ein angesehener aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er […]

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