spieleindustrie

Gamesjournalismusgerede

by Gunnar on 16. Januar 2013 · 2 comments

Der Herr Kaliban ist gestern mit seinem kongenialen Podcast-Partner Christian Schmidt im lustig benannten “Insert Moin”-Podcast aufgetreten. Thema war “Gamesjournalismus”, puh.

Ein Klick aufs Bild bringt euch hin:

[Und ja, ich weiß auch, dass mein Ton schauderhaft ist. Seufz.]

»I’m a little bored of movies.«

by Gunnar on 19. Juli 2012 · 5 comments

Gerade beim Stöbern in alten Fotoarchiven wiedergefunden: ein von mir leider exzeptionell schlecht fotografiertes historisches Dokument. Aber hey, es war acht Uhr morgens in Barcelona, am Tag nach der Party, ich war müde. Von links nach rechts sind zu sehen: Peter Molyneux (seinerzeit Lionhead), Greg Zeschuk (Gründer von Bioware) und Peter Jackson (Regisseur von Herr der Ringe). Die sind vor knapp sechs Jahren (im September 2006) auf einem Event von Microsoft aufgetreten, weil Jackson damals gerade sein Games-Studio Wingnut Interactive gegründet hatte, um, wie er sagte, neue Formen des Geschichtenerzählens zu explorieren.

»”From a movie-maker’s point of view, it is clear to me that the Xbox 360 platform is the stage where storytellers can work their craft in the same way they do today with movies and books but taking it further with interactivity.”« sagte er. Und: »I’m a little bored of movies.«

Hatte das schon fast wieder vergessen, aber jetzt, sechs Jahre später, weiß man, was passiert ist: nichts. Das angedachte Spieleprojekt im Halo-Universum ist gescheitert, die Firma gibt’s nicht mehr. Jackson macht, was er immer macht: Filme.

Schade, eigentlich. Oder Gottseidank?

[Für historisch Interessierte: IGN hat ein komplettes Transkript des Gesprächs; bei MSXboxWorld gibt’s auch ein Video.]

Dear Zynga, we love you too

by Gunnar on 25. Januar 2012 · 10 comments

Hat sicher jeder schon anderswo gelesen, aber ich muss das nochmal bringen.

Folgende Botschaft verbreitete der iPhone-Entwickler Nimblebit kürzlich:

Interessant, dass eine Firma wie Zynga, mit massenhaft gutem Personal und mehr als ordentlicher Kapitalausstattung, bei ihrem Angriff auf den mobilen Spielemarkt erstmal nichts Besseres zu tun hat, als das “Spiel des Jahres” zu kopieren.

Ziemlich clever ist dafür die Reaktion von Nimblebit, die natürlich genau wissen, dass Konzepte nicht rechtlich schützbar sind und sich daher auf die David gegen Goliath-Nummer verlegen. Und das mit (bösen) Humor.

Nett auch die Anmerkung dazu auf Twitter:

Hintergrund: Zynga hatte (angeblich) vorher versucht, Nimblebit zu kaufen.

Die Episode wirft aber auch ein Schlaglicht auf den Social-Games-Zweig der Spieleindustrie, dem es offenbar sehr schwer fällt, den bestehenden (bekanntlich sehr gut funktionierenden) Konzepten etwas Neues, Innovatives hinzuzufügen. Die Facebook-Spiele von Zynga sind ja auch fast alle Iterationen von Farmville, das wiederum sehr, sehr nahe an MyFarm oder Happy Farm ist. Und das siegreiche Sims Social von EA, derzeit nahezu das einzige Facebook-Spiel, das den Ville-Spielen Paroli bieten kann, fühlt sich an, als hätte da ein sehr versiertes Team alle Erkenntnisse von Zynga re-engineered.