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Der Kanton im Lande Mauerbau

by Gunnar on 19. Januar 2012 · 10 comments

Herr Kaliban scheitert an der modernen Technik. Wie immer.

Immer, wenn ich freie Zeit habe und nicht gerade Medien konsumiere, mache ich irgendwas mit Text. Schreibe Blogposts, podcaste, arbeite an meinem nächsten Buch, spinne Ideen für Webseiten, Bücher, Spiele, Vorträge et cetera. Vieles bleibt im “Ich mach mal ein Rohkonzept”-Stadium stecken, unter anderem auch, weil mich das ewige Schreiben schon auch ein bisschen ankäst.

Ich wollte daher mal eine Alternative Methode der Textproduktion versuchen, inspiriert durch die Liebe meines Lebens, die täglich mit großer Effizienz ihre berufliche Korrespondenz runterdiktiert. Ich dachte mir, hey, vielleicht kann ich einfach im Auto oder daheim einfach mit einem Headset herumlaufen oder -sitzen, meine Gedanken in die Maschine sprechen und hinterher auf Knopfdruck einen Text daraus machen, der dann als Basis für weitere Arbeit dient – wie jeder Schreibende weiß, ist es vergleichsweise leicht, mit vorliegendem Text zu arbeiten, aber schwer das weiße Blatt zu Beginn erstmal zu füllen.

Also probierte ich’s mal mit Dragon Dictation, deren App ist wohl führend. Das Resultat war Kauderwelsch. Liegt vielleicht an meiner Aussprache oder am Sujet, dachte ich und sprach testhalber klar und sauber ein bekanntes Gedicht ein. Vielleicht erkennt’s ja wer:

Hm. Nun, offenbar funktioniert die Methode nicht für mich. Ich bleibe beim Tippen, erstmal.

Secret Weapons of the Director

by Gunnar on 21. Oktober 2009 · 31 comments

Ich bin kein Freund von Powerpoint, nicht mal von Keynote. Manchmal kann ich aber nicht darauf verzichten — und wenn ich’s schon benutzen muss, kann ich auch gleich schwere Geschütze auffahren. Und die Präsentationen mit allerlei Tricks aufhübschen.

Für Vorträge oder das diese nervige Vortanzen mit angeschlossener Präsentation mache ich mir immer zuerst eine Art Rohkonzept, dann fülle ich das mit Leben. Dazu verwende ich eine Reihe von Tools und Webservices: Wenn ich, sagen wir, eine Aussage über die Doppelnutzung Internet und Radio treffen wollen würde, dann baute ich vielleicht eine Grafik von Statista ein. Oder suche ein Chart bei eMarketer.com. Will ich Organisationsstrukturen transparent machen, bastele ich mir ein hübsches Organigramm. Brauche ich einen Trafficvergleich von fremden Webseiten, sammele ich die Daten aus dem Ad Planner zusammen. Screens von Webseiten mache ich mit Little Snapper. Manchmal gibt’s am Präsentationsort kein Internet, dann zeige ich Webseiten nicht live, sondern kurze Funktionsdemos, die ich mit sowas wie Screentoaster oder Camstudio aufnehme.

Vorher gucke ich natürlich auf Slideshare, ob irgendwer anders schon was zu dem Thema gemacht hat, an dem ich mich vielleicht orientieren kann. Ahem.

Naja, der langen Rede ziemlich kurzer Sinn: Ich bin gerade dabei, für ein kleines Projektchen, all die kostenlosen und auch kostenpflichtigen Tools mal strukturiert aufzulisten, die Leuten wie mir bei der täglichen Arbeit helfen. Und da dachte ich, wenn ich mir schon die Mühe mache, kann ich’s auch gleich richtig machen und mal vorsichtig Sie, meine werten Leser, fragen, ob Sie empfehlenswerte Tools und Webseiten kennen, die in eine solche Liste gehören würden. Nicht nur für das Aufbessern von Präsentationen, sondern alles: brauchbare Projektmanagementsoftware, Ratgeberseiten, Werkzeuge zum Infoaustausch und zur Kollaboration, frei zugängliche Infoquellen, nützliche iPhone-Apps, all sowas. Vorzugsweise kostenlose Sachen, idealerweise.

Das wäre sehr nett, vielen Dank schon mal.

Ach, und wo wir gerade bei Projektchen sind: Dieses andere Projekt ist nicht gestorben. Wird in Kürze auch von der langen Bank geholt, auf die ich es geschoben habe. Großes Pfadfinderehrenwort.

Die Vögel twittern es von den Bäumen

by Gunnar on 1. April 2009 · 6 comments

Es interessiert sich nicht jeder für das absurde, ständig unverfügbare, gehypte Kurzbotschaften-Gezwitschter namens Twitter, aber für die, die es tun, mögen ein paar der folgenden Links klicktauglich sein. Bevor es losgeht, sollte man aber erstmal die hübsche Analyse des Verhaltens der Medien zum Phänomen Twitter lesen. Oder gleich den April-Scherz des Guardian.

Also, zu den Links: Erwähnenswert wäre die erstaunliche Schönheit von Twistory, das, ach guckt selber. Oder von Twittearth. Und die insiderige Lustigkeit der vielen Comic-Strips zum Thema Twitter. Und die Brauchbarkeit von Lounge als Twitter-Client für den Mac. Windows- und Linux-Benutzer dürfen natürlich auch mitmachen. Wichtig ist aber natürlich, dass man weiß, wie man twittert. Vielleicht ist jemand Blogger und Twitterer und möchte das irgendwie zeigen — dann braucht er ein(en?) Badge. Kurze Zwischenfrage: Ist irgendwer Neil Gaiman-Fan? Oder Geschäftsmann? Oder gar Lehrer? Egal. Wer Langeweile hat, kann ja was spielen. Oder mal gucken, ob er eines der zahllosen Tools braucht.

Oder den ganzen Quatsch weiterhin ignorieren. Ist natürlich auch eine Option.

Probleme der modernen Kommunikation

by Gunnar on 9. September 2008 · 4 comments

Passiert mir zwei Mal am Tag. Absurd.