USA

Nothing ever changes in the US of A

by Gunnar on 8. November 2012 · 14 comments

[Quelle: Internetfundstück]

Obama vs. GOP 2:0

by Gunnar on 7. November 2012 · 13 comments

… rief heute morgen der Schriftsteller Tad Williams in die aufbrandende Euphorie (oder ist es nur Erleichterung) der Obama-Anhänger. Hat er natürlich recht. Die Republikaner könnten jede Wahl gewinnen, es gibt eine strukturkonservative Mehrheit in den USA, aber sie schießen sich durch den eigenen Irrsinn immer selber ins Knie. Wie der eine Typ, der sagte, Frauen könnten von Vergewaltigungen nicht schwanger werden, was sogar der Stammwählerschaft zu viel war und ihn den Senatssitz gekostet hat. Und all die anderen Irren, die immer neue Steuererleichterungen für Reiche fordern und am liebsten China den Krieg erklären würden.

Wie falsch das alles ist, zeigt der prominente Rep-Befürworter Trump, der gleich mal eine Revolution fordert, als Reaktion auf Obamas Sieg:

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: “Wir sollte eine Revolution haben”, forderte der Immobilien-Mogul Donald Trump. Klar, Herr Trump, wenn Sie das sagen, dann erheben sich die Massen.

Überhaupt ist die Verblüffung der Republikaner mit Händen zu greifen, obwohl die Umfragen ja einigermaßen klar auf Obama zeigten. Vermutlich haben sie gedacht, sie würden die paar fehlenden Prozentpunkte schon irgendwie hintricksen. Will da keine Verschwörungstheorie aufmachen, aber dass es da nicht überall koscher zugeht, scheint klar. Oder es liegt einfach an den absurden rechten Medien, die in einer eigenen Welt leben, die mit der Realität nicht viel Verbindung hat.

P.S.

Aber nun, egal, wie man die Wahl historisch bewerten wird, Romney darf sich immerhin mit einem Anteil von 190% der berenteten Wähler trösten, laut Spiegel.de:

Game of Thrones, American Cast

by Gunnar on 1. Mai 2012 · 4 comments

Okay, ist nur lustig für Leute, die “Game of Thrones” als Serie gesehen haben.

[Wird auf Klick noch ein bisschen größer, Quelle unbekannt.]

America, America

by Gunnar on 21. November 2009 · 14 comments

Ein paar ungeordnete Gedanken über Amerika an sich, mehr so aus Touristensicht.

*** In Europa würde niemand auf die Idee kommen, zu einer beigen Anzughose ein hellbaues Hemd, ein navyfarbenes Sakko und goldene Manschettenknöpfe zu tragen. An der Ostküste scheint es die Businessuniform für über 50jährige Geschäftsleute zu sein. *** Amerikanische Frauen gibt es in drei Geschmacksrichtungen: die, die doppelt so laut reden wie Europäerinnen, die, die ihre Mimik so übertreiben als spielten sie Pantomime und die, die beides tun. *** Absurderweise isst man in Boston, aber auch anderswo Chips zum Sandwich. Mittags. Wirklich. *** Irish Pubs sind auf der ganzen Welt gleich. Die werden offenbar zentral in einer Fabrik in Irland hergestellt. ***

Hm. Ich habe immer so Vorurteile, die sich dann auf Reisen bestätigen. Andererseits bin ich natürlich im Ausland auch so typisch deutsch, dass ich vielleicht sogar selber schuld bin, wenn Leute so typisch amerikanisch in meiner Gegenwart sind. Heisenbergsche Unschärfe und so.

Sind Sie zufrieden mit Präsident McCain?

by Gunnar on 30. April 2009 · 4 comments

palin-mccain

Nur zur Erinnerung: Es hat nicht viel gefehlt und die Kommentatoren hätten in diesen Tagen die 100-Tage-Bilanz der, uh, McCain/Palin-Administration ziehen müssen.

Gerade drei Monate her und schon kaum mehr vorstellbar.

Geht das nicht noch besser?

by Gunnar on 7. November 2008 · 18 comments

Noch ein letzter Gedanke zur US-Wahl:

Obama hat bekanntlich gewonnen, mit 64.975.682 zu 57.118.380 Stimmen, beziehungsweise 53 zu 46 Prozent. Ist das nicht, bei aller Freude über den ersten schwarzen Präsidenten und die schönen Mehrheiten der Demokraten in Senat, Kongress und bei den Gouverneuren, ein bisschen knapp?

Wir hatten eine perfekte Ausgangssituation für die Demokraten: einen total abgewirtschafteten Präsidenten, dessen Skandale kaum noch zu zählen sind, eine bedrohliche Wirtschaftskrise (die das Establishment scheiße aussehen lässt), einen in der Bevölkerung ungeliebten Krieg mit toten GIs. Dazu die ideale Frontstellung eines rhetorisch begabten, jungen, schönen, smarten Demokraten gegen einen sehr alten Republikaner mit total bescheuerter Vizekandidatin und mäßigem Rückhalt in der eigenen Partei. Plus, nicht zu vergessen, einen sensationellen Wahlkampf Obamas mit Millionen von neu registrierten Jungwählern und den größten Werbeausgaben, die jemals ein Kandidat getätigt hat, am Ende mehr als das doppelte von dem, was McCain zur Verfügung hatte (es wäre in Deutschland unvorstellbar, dass ein Kanzlerkandidat um 20.00 gleichzeitig auf RTL, ARD und ZDF einen halbstündigen Werbefilm platziert).

Besser geht’s eigentlich nicht.

Und doch sah der Sieg Obamas Mitte September gefährdet aus — die Daten erlauben zumindest die Deutung, dass der spektakuläre Zusammenbruch der Lehman Brothers Bank der kleinen McCain’schen Aufholjagd die Wucht genommen hat. Und am Ende gewinnt Obama klar, aber mit weniger Vorsprung als, sagen wir, Clinton bei seiner Wiederwahl.

Was hätte denn noch passieren müssen, damit es nicht knapp wird? Ein öffentliches Bekenntnis McCains zum Satanismus? Die Entlarvung von Sarah Palin als französische Staatsbürgerin? Ein Niedersteigen von Jesus aus dem Himmel mit Lightshow, Engels-Chören und einer Wahlempfehlung für Obama?

Obama, natürlich

by Gunnar on 5. November 2008 · 19 comments

Wie die meisten Europäer und Alles-was-ich-über-Politik-weiß-habe-ich-von-Spiegel-Online-Laien habe ich keine rechte Ahnung, was da soeben in den USA passiert ist. Und was der (historische?) Sieg des schwarzen Senators mit dem absurden Namen Barack Obama für das Land und die Welt bedeutet. Mir schwant, an ihm hängen mehr Hoffnungen auf Veränderung als gut für irgendwen sein kann. Aber egal, von hier aus sieht es nett aus — jung schlägt alt, schön schlägt hässlich, verändern schlägt bewahren, Newcomer schlägt Establishment, Frieden schlägt Krieg, linkshalbrechts schlägt ganzrechts.

Irgendwie ein Sieg der Ästhetik.

Wenn Al Kaida tanzt

by Gunnar on 15. März 2008 · 8 comments

Es hat vielleicht nicht jeder mitbekommen: Ein republikanischer Abgeordneter namens Steve King hat neulich
gesagt, bei einem Wahlsieg von Barak Obama würde Al Kaida in den Straßen tanzen.

Was an sich schon ziemlich boshaft ist, seine besondere Perfidie aber dadurch gewinnt, dass Al Kaida (oder Al Quaeda oder Al-Qaida) sich viel mehr über einen Araber-fressenden Hardliner freuen würde. Immerhin hat Bush den Bin-Laden-Jungs mit seiner Politik ordentlich neue Rekruten zugetrieben.

Aber egal, so ist der US-Wahlkampf eben.

Allerdings kommt mir dabei ein gemeiner Gedanke. Also, wenn ich der untergehenden Bush-Administration angehören würde, dann würde ich versuchen, nach Obamas Sieg den Tag der fälligen Inauguration auf einen muslimischen Feiertag zu legen. Auf das islamische Neujahr (ra’s al’äm) beispielsweise, das auch immer in den Winter fällt. Dann würde ich meinen Kumpels bei CNN einen Tipp geben, damit die immer hübsch Obama gegen die feiernden Muslime schneiden. So etwa:

obama is president

Und die ganzen Menschen vor den Flimmerkisten in den Trailerhomes würden glauben, Steve Kings Worte wären wahr geworden. Falls die überhaupt CNN gucken. Also vielleicht doch besser auch Fox News einbinden.

Boah, bin ich fies. Ist wohl besser, dass ich kein Politiker geworden bin.