Verkehr

Ein freundlicher Kollege empfahl mir beim Mittagessen heute die App der KVV, der Karlsruher Verkehrsverbundsdings. Die sei zwar nicht so besonders super, bewahre einen aber davor, eine Karte bei einem der nicht selten unfreundlichen Fahrer kaufen zu müssen. Gibt zwar auch Automaten, die aber sind ohne Logik oder Sinn über Stationen und Bahnen verteilt und nie da, wo man sie braucht. Und wenn doch, dann funktionieren sie nicht.

Ich lud also die App aufs iPhone, startete, schaute nach meiner bevorzugten Fahrkarte. Der Kollege startete seine Version auf seinem Android-Handy. Wir hielten die Geräte nebeneinander.

Kleine Überraschung im Vergleich:

Ah! Die KVV lässt die ungewaschenen Horden der Android-User den normalen Preis zahlen. Wir wohlriechenden, gut gekleideten iOS-Nutzer hingegen, mit unseren weißen Kopfhörern stets ein Hingucker im öffentlichen Raum und eine Zierde jedes Waggons, wir erhalten einen 10-Cent-Rabatt auf den Automatenpreis. Verständlich, eigentlich.

Leider hielt diese Deutung der Dinge dem Realitäts-Check nicht stand: Beim Versuch, auf iOS zu kaufen, kommt die App kurz in Panik, stoppt und meldet eine Preisänderung zurück. Dann kann man den Kauf nochmal beginnen und dann liegt der Preis auf Android-Niveau. Clevere Ingenieursleistung, einfach mal einen Preis hartzukodieren und den erst bei einem Kaufversuch zu updaten. Seufz.

Ob das die Bahndirektion weiß?

by Gunnar on 24. August 2011 · 1 comment

[Gesehen am Bahnhof Höxter. Das Ding links im Bild ist übrigens ein Automat, der jetzt sicher in seinen Gefühlen verletzt ist.]

Hintergrund: Die Bahn will angeblich Stellen streichen, die Gewerkschaft bringt sich in Stellung.

Frau Schmitz fährt Auto

by Gunnar on 4. August 2011 · 0 comments

Wenn ich endlich mal Geld dafür bekäme, dass ich auf unseren Straßen ständig für andere mitdenke, dann würde ich die Bazillionen in meine politische Karriere investieren, recht bald erfolgreich eine Diktatur anstreben und sofort bösartigste Führerscheinprüfungen installieren. Verkehrspolizisten würde ich zudem das Recht zu töten einräumen, anschließend abdanken und Verkehrspolizistin werden. Weil ich aber ein bescheidener Mensch bin, würde ich das Geld wohl nicht annehmen. Da haben die Flunzen aber noch mal Glück gehabt.

Frau S. bringt’s auf den Punkt.