Ich wusste ja, dass mich der “Killerspiele”-Beitrag des Heute-Journals im ZDF aufregen würde, ich wusste, ich hätte es mir nicht anschauen sollen. Ich hatte gestern um 21:45 extra den Fernseher ausgelassen. Aber ich dachte dann eben, ach, kannst ja mal in der ZDF-Mediathek reingucken. Kann ja nicht schaden.
Kann es doch: Die erste Halsaderschwellung bekomme ich bereits bei der Ansage des Moderators, der sinngemäß darlegt, jetzt seien in Berlin ja die Gamestage, alles seriös und so, erfolgreiche Branche jaja, Grußwort von Klaus Wowereit oho, aber man dürfe nicht vergessen, dass die Spieleindustrie einen Teil ihres Geldes mit “üblen Produkten” verdient. Genüßlich den Schlag vorbereitet. So funktioniert Propaganda, nicht etwa Nachrichtenjournalismus.
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Ich wusste ja, dass mich der "Killerspiele"-Beitrag des Heute-Journals im ZDF aufregen würde, ich wusste, ich hätte es mir nicht anschauen sollen. Ich hatte gestern um 21:45 extra den Fernseher ausgelassen. Aber ich dachte dann eben, ach, kannst ja mal in der ZDF-Mediathek reingucken. Kann ja nicht schaden.
Kann es doch: Die erste Halsaderschwellung bekomme ...
Das Fernsehen, in seiner Tücke und vorurteilsbeladenen Ablehnung der Computerspieler an sich, hat uns erst neulich, in Form eines schwachsinnigen ZDF-Beitrags (siehe auch hier) mal wieder ordentlich Nerven gekostet. Naja, das ZDF eben. Die verbohrten Öffis. Sitzen da droben, Alphorn spielend auf ihren Bergen von Gebührengeldern und blicken mit Grausen auf das gottlose Treiben in der Welt der unter 60jährigen. Immerhin springen die gnadenlos kommerzhörigen Privatsender, stets den Blick fest auf die nächsten Werbespot-Einbuchungen der Killerspiele produzierenden Industrie gerichtet, einigermaßen selten auf den Huh, die bösen Spiele-Zug auf.
Im Gegenteil: Der Privatsender ProSieben verwendet die meinungsführende Computerspieler-Postille GameStar sogar als Requisite, was den Ruhm der Marke GameStar ins Unermessliche steigern würde, wenn… …ja, wenn die betreffende Sendung nicht gerade Das Model und der Freak wäre. Und die Einblendung der Zeitschrift nicht perfiderweise dem Zweck dienen würde, die Freakhaftigkeit eines freundlichen Physikstudenten auf besonders drastische Weise herauszustellen. Und wenn nicht, argh, zum Bild des GameStar-lesenden Jungphysikers der Off-Sprecher die giftigen Worte Ja, so lockt man keine Frau aufs Liegesofa schnarren würde.
Ach, die Bosheit der Mainstream-Medien. Naja, besser schlechte Presse als keine Presse, nehme ich an.

Wer sich das Elend mal anschauen mag: Hier, bei Pro7 den Player starten, die Werbung ertragen und zu Minute 3:10 vorspringen. Uh.
Das Fernsehen, in seiner Tücke und vorurteilsbeladenen Ablehnung der Computerspieler an sich, hat uns erst neulich, in Form eines schwachsinnigen ZDF-Beitrags (siehe auch hier) mal wieder ordentlich Nerven gekostet. Naja, das ZDF eben. Die verbohrten Öffis. Sitzen da droben, Alphorn spielend auf ihren Bergen von Gebührengeldern und blicken mit Grausen auf das gottlose Treiben ...